Angesichts der Wirtschaftslage und des Strukturwandels in der Metall- und Elektroindustrie rechnet die Gewerkschaft IG Metall mit einem Verlust von rund 3. Arbeitsplätzen in Bayern. Derzeit sei in Unternehmen der Abbau von 32. Stellen im Gange oder konkret angekündigt worden, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Horst Ott. Jedoch würden lediglich 3. Stellen neu geschaffen, wie eine Umfrage der Gewerkschaft unter 547 Betrieben in Bayern ergeben habe.
In der Autobranche und ihren Zulieferern würden in 54 Prozent der Betriebe Arbeitsplätze abgebaut, sagte Ott. Neben Beschäftigten großer Autozulieferer wie ZF Friedrichshafen und Bosch seien auch viele kleinere Unternehmen betroffen. Die boomende Rüstungsbranche könne dies nicht kompensieren, sagte der Gewerkschafter. So kämen auf zehn verlorene Arbeitsplätze in der Autobranche nur ein neu geschaffener in der Rüstungsindustrie.
In diesem Jahr legt die IG Metall besonderen Wert auf die Wahl neuer Betriebsräte ab März. Ott sieht keinen Durchbruch in Bayern rechtsgerichteter Gruppen, wie dem Verein Zentrum. „Aus jetziger Sicht können wir nicht feststellen, dass wir von rechten Listen überrannt werden in den Betrieben“, sagte er. „Ich gehe momentan davon aus, dass es besondere Betriebsratswahlen sind – aber nicht, weil sich irgendwelche Gruppen einschleifen, sondern weil die wirtschaftliche Situation so ist, wie sie ist.“