Wintersturm trifft Nordosten dieser USA schwergewichtig

Stand: 23.02.2026 • 16:53 Uhr

Erneut fegt ein extremer Schneesturm über Teile der Vereinigten Staaten. Und erneut gibt es Stromausfälle und massive Verkehrsbeeinträchtigungen. Experten warnen vor dem schlimmsten Blizzard seit Jahren.

Es ist erst wenige Wochen her, dass weite Teile der USA von Schneestürmen betroffen waren. Nun sorgt ein weiterer Blizzard dafür, dass das öffentliche Leben weitgehend stillsteht. Betroffen ist insbesondere der Nordosten des Landes mit den Bundesstaaten New York, New Jersey, Pennsylvania, Delaware und Connecticut mit den Metropolen Boston, New York, Philadelphia und Washington.

Hunderttausende ohne Strom

Für mehr als 40 Millionen Menschen wurden Warnungen ausgesprochen, bei etwa 400.000 Kundinnen und Kunden fiel dem Portal Poweroutage zufolge der Strom aus. Die Behörden meldeten in mehreren Bundesstaaten mehr als 30 Zentimeter Schnee, im New Yorker Central Park waren es demnach am Morgen sogar mindestens 38 Zentimeter – so viel Schnee wie seit fünf Jahren nicht mehr bei einem einzelnen Sturm. Meteorologen rechnen mit noch mehr Niederschlag und warnen, es könnte der schlimmste Schneesturm seit zehn Jahren sein.

Starker Wind mit etwa 60 km/h und schwerer, nasser Schnee ließen Bäume umstürzen, beschädigten Stromleitungen und führten zu Überschwemmungen an der Küste von Massachusetts.

New York steht still

In New York verhängten die Behörden ein Fahrverbot und sperrten zeitweise Straßen, Autobahnen und Brücken – außer für dringend notwendigen Verkehr wie etwa Rettungseinsätze. In der Millionenmetropole blieb es dementsprechend ungewöhnlich ruhig für einen Montagmorgen. Nur wenige Fahrzeuge und Menschen waren unterwegs, Räumfahrzeuge kämpften gegen die Schneemassen an.

Die meisten Geschäfte blieben zunächst geschlossen. Auch Schulen, städtische Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen blieben auf Anordnung von Bürgermeister Zohran Mamdani geschlossen.

Mamdani appellierte an die Menschen, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen. Für Bedürftige gebe es in allen Stadtbezirken Aufnahmezentren, in denen Bürgerinnen und Bürger Zuflucht suchen und sich aufwärmen könnten.

Verkehr stark beeinträchtigt

Auch im benachbarten Bundesstaat New Jersey gilt ein Verkehrsverbot für nicht ausgenommene Fahrzeuge auf allen Straßen und Autobahnen bis zum Ende des Tages. Die Kombination von heftigen Sturmböen und großen Schneemassen mache Autofahren unglaublich gefährlich, sagte Gouverneurin Mikie Sherrill.

Auch der Flugverkehr ist beeinträchtigt. Tausende Verbindungen in die und aus den USA sowie innerhalb des Landes wurden nach Daten des Flugportals Flightaware gestrichen. An großen Drehkreuzen wie den New Yorker Flughäfen John F. Kennedy, LaGuardia und Newark sowie in Boston fielen demnach teils rund 90 Prozent der Ankünfte und Abflüge aus. Bereits am Sonntag waren fast 4.000 Flüge gestrichen worden. Auch für Dienstag sind Flightaware zufolge vermehrt Ausfälle registriert worden.

Bereits mehrere Schneestürme dieses Jahr

Der aktuelle Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen in den Vereinigten Staaten. Bereits im Januar und Anfang Februar hatten schwere Schneestürme und ungewöhnlich niedrige Temperaturen große Teile des Landes getroffen. Dabei waren auch zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.

Source: tagesschau.de