Wie sich Ausdauertraining hinauf dies strukturelle Hirnalter auswirkt

Das „Journal of Sport and Health Science“ hat eine Studie zu den Auswirkungen von Fitness und Bewegung auf das Hirnalter veröffentlicht. WELT nennt die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung.

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Schon mal nach einem Ausdauerlauf das Gefühl gehabt, das Gehirn darf mal durchatmen und abschalten? Ein Blick in eine neue Studie aus dem „Journal of Sport and Health Science“ zeigt, wie Ausdauertraining und ein jüngeres Gehirn in Verbindung stehen. Aber was genau sagt die Studie? Hier gibt es einen kurzen und knappen Überblick.

Die wichtigste Erkenntnis der Studie: Es besteht eine Korrelation zwischen einer höheren kardiorespiratorischen Fitness und einem „jüngeren Gehirn“. Kardiorespiratorische Fitness wird oft dadurch gemessen, wie hoch die maximale Sauerstoffaufnahme des Körpers ist. Die maximale Sauerstoffaufnahme verbesserte sich in der Trainingsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe im Zeitraum der Studie. Die maximale Sauerstoffaufnahme lässt sich also unter anderem durch moderates Ausdauertraining verbessern.

Dort setzt die Studie an. In einer randomisierten klinischen Studie über zwölf Monate wurden 130 gesunde Teilnehmer im Alter von 26 bis 58 Jahren untersucht. Die Studie untersucht also Erwachsene im frühen bis mittleren Lebensalter und erfasst die Gehirnstruktur mittels MRT. Eine Trainingsgruppe hat moderates bis intensives aerobes Training absolviert und kommt auf 15o Minuten Bewegung pro Woche. Die zweite Gruppe war eine Kontrollgruppe mit Standardversorgung. Die vorhergesagte altersbedingte Veränderung und die kardiorespiratorische Fitness wurden zu Studienbeginn und nach Ende der Studie erfasst.

Ausdauertraining fördert die Durchblutung und Sauerstoffaufnahme im Gehirn

Zu Studienbeginn korrelierte eine höhere kardiorespiratorische Fitness mit einer geringeren peripheren arteriellen Verschlusskrankheit im Gehirn. Vereinfacht gesagt beschreibt letzteres eine Gefäßverengung, die die Sauerstoffversorgung erschwert und Durchblutungsstörungen zur Folge haben kann.

Nach der Intervention war bei der Trainingsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe eine Reduktion der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit im Gehirn zu erkennen. Das Gehirn der Probanden der Trainingsgruppe wird besser durchblutet und kann besser Sauerstoff aufnehmen, als das der Kontrollgruppe.

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Was kann ich also tun, um mein Gehirn so jung wie möglich zu halten? Die Studie hat gezeigt, dass regelmäßiges und moderat bis intensives Ausdauertraining über mindestens ein Jahr das Gehirn besser mit Blut und Sauerstoff versorgt. Ich kann also mit etwas Fleiß und Beständigkeit altersunabhängig dafür sorgen, dass mein Gehirn im biologischen Alter jünger ist, als es ohne Bewegung wäre. Die Studie zeigt, dass die Gehirne bei der Trainingsgruppe im Vergleich ungefähr ein Jahr jünger wirken als bei der Kontrollgruppe.

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Trotzdem ist bei der Betrachtung der Studie abschließend zu bedenken, dass die Studie nur 130 Teilnehmer hatte, nur über zwölf Monate angelegt war und das Hirnalter komplex zu bestimmen ist.

Die komplette Studie ist hier nachzulesen.

dv

Source: welt.de

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