Im Laufe des Lebens tauchen sie bei den meisten Menschen auf: Altersflecken. Viele empfinden die bräunlichen Stellen auf Handrücken oder im Gesicht als störend. Wie beugt man Altersflecken vor? Und wie verschwinden sie wieder?
Erst einer, dann zwei – bis plötzlich jeder Blick in den Spiegel neue bräunliche Stellen auf der Haut mit sich bringt. Altersflecken (Lentigines seniles) tauchen besonders im Gesicht, auf Handrücken und Dekolleté auf. Uncharmante Vergleiche mit überreifen Bananen verbieten sich an dieser Stelle.
Viele Menschen empfinden diese Spuren der Hautalterung, die in der Regel ab dem 40. Lebensjahr vermehrt auftreten, als Schönheitsmakel – davon zeugen auch die automatischen Ergänzungen, wenn man das Wort Altersflecken googelt: „entfernen“, „Hausmittel“ und „Creme“ sind nur einige Vorschläge.
Wie entstehen Altersflecken? Was hilft wirklich gegen Altersflecken? Und wann sollte man einen Hautarzt aufsuchen?
Wie Altersflecken genau entstehen
Rauchen begünstigt ihr Entstehen, ebenso oxidativer Stress, hormonelle Einflüsse oder genetische Veranlagung. Der wichtigste Risikofaktor ist jedoch die Sonne; betroffen sind vor allem Menschen mit heller Haut.
Durch die UV-Strahlung bildet der Körper den Farbstoff Melanin. Es schützt die oberste Hautschicht vor Sonnenschäden und ist dafür verantwortlich, dass die Haut sich bräunt. Bei geringerer Sonneneinstrahlung wird es wieder abgebaut. Mit zunehmendem Alter verläuft dieser Abbau allerdings langsamer. Die Folge: Reste lagern sich ein – als Pigmentflecken.
Die einfachste Vorbeugung von Altersflecken ist daher Sonnenschutz. Dermatologen empfehlen, die Haut – vor allem auf Gesicht und Händen – mindestens mit Lichtschutzfaktor 30 einzucremen, und zwar das ganze Jahr über.
Wie man Altersflecken wieder loswird
Sollen bereits bestehende Flecken wieder verschwinden, warnen Experten vor vermeintlichen Hausmitteln wie Apfelessig oder Zitronensäure. Dies hellt die Stellen im besten Fall kurzfristig auf. Verwendet man zu viel davon, können Hautreizungen und kleine Narben entstehen.
Dermatologische Praxen bieten in der Regel verschiedene Methoden an, um Altersflecken dauerhaft zu entfernen. Bei einer Laserbehandlung zersprengt ein gebündelter Lichtstrahl die Pigmentablagerungen in kleinste Teilchen, die der Körper anschließend abbauen kann.
Ein Fruchtsäure-Peeling trägt die oberste Hautschicht ab, bei einer Mikrodermabrasion wird diese unter örtliche Betäubung mit feinen Partikeln abgeschliffen. Solche Behandlungen müssen in der Regel selbst bezahlt werden.
Sogenannte Dermokosmetika können die Flecken abdecken und teilweise abmildern. Cremes und Seren mit den Wirkstoffen Niacinamid, Retinol, Vitamin C oder Thiamidol hellen auf. Erste Effekte sind allerdings erst nach einigen Monaten sichtbar. Dermatologen können darüber hinaus bei großflächigem Auftreten von Pigmentflecken rezeptpflichtige Mittel mit bleichender Wirkung verschreiben.
Wichtig zu wissen: Wenn die Flecken beseitigt sind, können neue auftauchen. Um dies zu verhindern, ist der konsequente Sonnenschutz essenziell. Wer sich an den braunen Stellen nicht stört, der muss nichts unternehmen.
Wann man Altersflecken untersuchen lassen sollte
Altersflecken sind normalerweise harmlos. Aber nicht immer ist gleich klar, was hinter einer Hautveränderung steckt. Regelmäßige Hautkrebs-Screenings beim Arzt sind ebenso sinnvoll wie die tägliche Selbstbeobachtung.
Laut dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums können frühe, kritische Anzeichen so aussehen: Eine Hautstelle ist rötlich oder dunkel verfärbt, vielleicht auch schuppig, sie brennt, spannt oder juckt. Mediziner raten zu einem Hautarztbesuch, wenn Hautveränderungen oder Beschwerden länger als zwei Wochen andauern.
rc mit dpa
Source: welt.de