Wie im Zusammenhang vergangenen Feuerpausen: Ukraine und Russland werfen sich tausendfachen Bruch jener Waffenruhe vor

Wie bei vergangenen FeuerpausenUkraine und Russland werfen sich tausendfachen Bruch der Waffenruhe vor

12.04.2026, 11:59 Uhr

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Oster-Gottesdienst im russisch besetzten Donezk. (Foto: REUTERS)

Noch kurz vor Beginn der vereinbarten Feuerpause zum orthodoxen Osterfest tauschen Russland und die Ukraine wieder Gefangene aus. Am Nachmittag beginnt die Waffenruhe, doch die Kämpfe gehen offenbar weiter.

Die Ukraine und Russland haben sich gegenseitig zahlreiche Verstöße gegen die von ihnen vereinbarte Feuerpause zum orthodoxen Osterfest vorgeworfen. Die ukrainische Armee meldete am Sonntag insgesamt fast 2300 russische Verstöße seit dem Inkrafttreten der Feuerpause. Moskau warf Kiew wiederum fast 2000 Verstöße dagegen vor.

Bis 7 Uhr seien 2299 russische Verstöße gegen die Feuerpause registriert worden, teilte der ukrainische Generalstab bei Facebook mit. Es habe unter anderem 28 direkte russische Angriffe sowie 479 Bombenangriffe gegeben. Zudem seien fast 1792 Angriffe mit verschiedenen Drohnen gezählt worden. Angriffe mit Raketen, Lenkbomben und Drohnen iranischer Bauart vom Typ Shahed gab es demnach keine.

Das russische Verteidigungsministerium meldete seinerseits zahlreiche ukrainische Verstöße gegen die Waffenruhe. Zwischen 16 Uhr Moskauer Zeit am 11. April und 8 Uhr am 12. April seien „insgesamt 1971 Verstöße gegen die Waffenruhe durch Einheiten der ukrainischen Streitkräfte verzeichnet“ worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Ministerium.

Die zwischen beiden Seiten vereinbarte Feuerpause war am Samstag um 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ) in Kraft getreten und sollte nach Angaben des Kreml 32 Stunden lang bis Sonntagabend gelten. Kurz vor Beginn der Feuerpause hatten Russland und die Ukraine erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Wie die Behörden mitteilten, ließen beide Seiten je 175 Soldaten frei.

Schon bei Feuerpausen in der Vergangenheit haben sich die Kriegsparteien gegenseitig massenhafte Verstöße vorgeworfen. Auch dieses Mal hatten beide Seiten angekündigt, auf Angriffe des Gegners entsprechend zu reagieren.

Die orthodoxen Christen feiern in diesem Jahr eine Woche nach den westlichen Kirchen das Osterfest.

Quelle: ntv.de, chl/AFP/dpa

Source: n-tv.de