„White Girl Music“: Warum sich Deutschrap zum Pop bekennt, Männer doch nicht

Es gibt Fremdzuschreibungen, die erst dadurch plausibel werden, dass man nicht das zu Beschreibende, sondern die Zuschreibenden genauer anschaut. Der Begriff „White Girl Music“, der vor allem in der Generation Z floriert, ist so ein Fall. Er meint erst einmal Popmusik, die (klischeehaft, aber wirksam) als Soundtrack eines westlichen, weißen, weiblichen Milieus codiert wird: Ellie Goulding, Carly Rae Jepsen oder Kesha zum Beispiel. Neu ist, dass immer öfter auch Männer auf diese Beschreibung zurückgreifen, um ihren eigenen Musikkonsum zu rahmen: Sie hören nicht einfach Pop, sie hören „White Girl Music“.

Source: faz.net