Westafrika: Ableger welcher Terrororganisation IS greift Flughafen im Niger an

Ein Ableger der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in der Sahelzone hat sich zu einem Angriff im Niger bekannt. In der Nacht zum Donnerstag wurden der internationale Flughafen der Hauptstadt Niamey sowie die angrenzende Luftwaffenbasis nach Angaben der Gruppe von bewaffneten Angreifern und Drohnen attackiert. Drei zivile Flugzeuge wurden durch Beschuss beschädigt.

In einer Mitteilung, die über Amak – eine vom IS als Nachrichtenagentur bezeichnete Organisation – veröffentlicht wurde, hieß es am Freitag, es habe sich um einen überraschenden und koordinierten Angriff gehandelt, der schwere Verluste verursacht habe. Bei dem Angriff wurden nach Angaben des IS vier Soldaten verletzt. Die regierende Militärjunta des westafrikanischen Landes teilte mit, 20 Angreifer seien getötet und vier Soldaten der Armee verletzt worden.

Das westafrikanische Land Niger, das zu großen Teilen in der Wüste liegt, hat rund 28 Millionen Einwohner und zählt zu den weltweit ärmsten Ländern. Seit dem Beginn des islamistischen Terrors im Niger sowie in den Nachbarländern Burkina Faso und Mali vor mehr als zehn Jahren ist es das erste Mal, dass der Flughafen in Niamey in dieser Form angegriffen wurde. Die extremistischen Gruppen, die in dieser Region aktiv sind, haben teilweise Verbindungen zur Al-Kaida oder zum IS. 

Auf dem betroffenen Militärstützpunkt waren bis 2024 auch Soldaten der Bundeswehr stationiert. Die seit dem Putsch von 2023 regierende Militärregierung beendete jedoch die Zusammenarbeit mit Deutschland und weiteren westlichen Partnern. Heute sollen sich dort unter anderem russische Söldner sowie von der Türkei beschaffte Drohnen befinden.

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