14 Fragen hat er korrekt beantwortet, jetzt steht er vor der Million: Ein 28-Jähriger hat bei „Wer wird Millionär?“ die Chance auf den Höchstgewinn. Darum geht es.
Diese Situation gab es schon lange nicht mehr in der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“: Erstmals seit drei Jahren wurde in der am Montagabend ausgestrahlten Sendung wieder die Millionenfrage gestellt. Zuletzt scheiterte im Dezember 2023 ein Teilnehmer an der magischen Hürde. Nun stellte sich erneut ein Kandidat der allerletzten Frage. Tom Wollnik, Softwareentwickler aus Berlin, hatte sich in der Vorwoche mit viel Wissen und Mut zum Risiko die 500.000 Euro gesichert. Nun galt es, die Millionenfrage zu beantworten.
Für den Höchstgewinn wollte Moderator Günther Jauch Folgendes wissen: „Von welcher Euromünze befanden sich laut EZB Anfang 2026 die wenigsten Exemplare im Umlauf? A: 2 Euro, B: 50 Cent, C: 20 Cent, D: 5 Cent?“ Ohne zu zögern sagte Wollnik: „Ich bin Ihnen sehr dankbar. Sie machen es mir sehr einfach. Ich weiß es nicht. Ich müsste raten und das traue ich mich nicht.“ So leicht ließ Jauch seinen Kandidaten allerdings nicht davonkommen. „Das ist doch eine Frage, wo man sich Gedanken machen kann“, bemerkte der Moderator.
„Wer wird Millionär?“: Geldfrage führt zur Million
Wollnik schlussfolgerte, dass es von den kleinen und den großen Münzen relativ viele geben müsse. 2 Euro und 5 Cent schloss er deshalb als Antwortmöglichkeiten aus. Der 28-Jährige tendierte zu Lösung C: 20 Cent. „Aber ich würde mich nicht trauen, das einzuloggen. Das ist meine finale Antwort“, sagte Wollnik. Er stieg aus und ging mit der Gewinnsumme von einer halben Million Euro nach Hause.
Bevor Günther Jauch die korrekte Antwort verriet, startete er eine Befragung des Studiopublikums. Die Mehrheit entschied sich für die 5-Cent-Münzen. 24 Prozent tendierten wie der Kandidat zu 20 Cent. Und jeweils 20 Prozent entfielen auf die Antworten 2 Euro und 50 Cent. „Das ist interessant, aber es ist eine Katastrophenantwort für jeden Kandidaten“, kommentierte Jauch das relativ ausgeglichene Ergebnis und verriet, dass er selbst auch auf 5 Cent getippt hätte.
Doch weder Jauch noch der Kandidat bewiesen den richtigen Riecher, denn korrekt war Antwort B: 50 Cent. „Die Sache verhält sich so: Die häufigste Münze ist die 1-Cent-Münze. Die gibt es über 40 Milliarden Mal“, erklärte Günther Jauch. Und weiter: „Die 2-Euro-Münze gibt es knapp über 8 Milliarden Mal. Die 20-Cent-Münze gibt es über 14 Milliarden Mal. Die 5-Cent-Münze gibt es sogar über 25 Milliarden Mal. Die 50-Cent-Münze gibt es am seltensten, gerade 7,5 Milliarden Mal.“
Hätte der Kandidat die Antwort 20 Cent genommen, wäre er gnadenlos gescheitert und auf die Gewinnstufe von 500 Euro zurückgefallen. „Das wäre so richtig senkrecht nach unten gegangen. Nämlich genau um 499.500 Euro“, rechnete Jauch vor.
Mit dem Geld möchte Wollnik einen Kredit für seine Eigentumswohnung abbezahlen, einige Reisen unternehmen und sich Designerstühle zulegen. „Meinen Telefonjoker werde ich zum Essen einladen. Das sollte auch drin sein“, sagte der 28-Jährige. Immerhin hat sein Kumpel am Telefon einen entscheidenden Anteil daran, dass Tom Wollnik die Quizshow mit einer halben Million mehr auf dem Konto verlässt.
„Sie haben hier alles richtig gemacht“, lautete Jauchs Fazit. Bleibt abzuwarten, ob es wieder mehrere Jahre dauert, bis er einem Kandidaten die Millionenfrage stellen kann.
Transparenzhinweis: Der stern ist Teil von RTL Deutschland.
jum
Source: stern.de