Zum ersten Mal in dieser Staffel muss sich Joko Winterscheidt bei „Wer stiehlt mir die Show?“ geschlagen geben. Dieser Kandidat gewinnt.
„Der einzig echte, wahre und wahrhaftige Moderator dieser Show“, so der Sprecher aus dem Off, betritt das Studio. Joko Winterscheidt (47) eröffnet zum dritten Mal in der elften Staffel hintereinander „Wer stiehlt mir die Show?“. Andrea Petković (38), Till Reiners (41) und Nico Santos (33) wollen ihm endlich die Moderation abluchsen. Zu den Promis gesellt sich Wildcard-Gewinnerin Julia (27). Sie kommt aus Wien, den Namen ihrer Heimatstadt Bochum hat sie sich auf die Innenseite ihrer Unterlippe tätowiert.
Julia tritt auf, als ob sie jeden Tag vor der Kamera stehen würde, agiert auf Augenhöhe mit den Stars. Unsympathiepunkte sammelt sie allerdings, als sie trotz einer eindeutig falschen Antwort Joko Winterscheidt um einen Punkt anbettelt. Der Moderator bleibt zurecht hart.
Petković trotz neuer Taktik als erste raus
Julia hätte solche Manöver eigentlich gar nicht nötig. In den ersten Spielen schlägt sich die Wildcard-Kandidatin sehr gut, vor allem bei „Props gehen raus“. In diesem Spiel muss man Filme an Requisiten erkennen.
Andrea Petković wählt eine andere Taktik als in den ersten beiden Folgen. Anstatt gegen Joko Winterscheidt zu sticheln, will sie ihm diesmal schmeicheln. Doch ihre Strategie geht nicht auf. Die ehemalige Tennisspielerin muss als erste Kandidatin das Feld räumen. Und das, obwohl sie bei „Hallo? Wer quizzn da?“ Till Reiners Kabarett-Kollegen Moritz Neumeier am Telefon davon überzeugt, dass er nicht mit ihr, sondern mit Reiners spricht. Die richtige Antwort konnte Petković Neumeier aber nicht entlocken. Reiners holt nach vier Spielen im Stechen mit Wildcard-Julia die erste Münze des Abends.
Nico Santos verzockt sich
In der zweiten Gewinnstufe kommt unter anderem das neue Spiel „Verdammt ich piep dich“. Aus ausgelassenen Worten aus Songtexts ergibt sich eine Frage, die die Kandidaten beantworten müssen. Bei „Say Woooord“ dürfen sie bereits gewonnene Punkte einsetzen, um verdeckte Teile einer Frage aufzudecken. Nico Santos zockt mutig, trifft aber mit traumwandlerischer Sicherheit die Begriffe, die ihm bei der Beantwortung am wenigsten helfen. Der Sänger scheidet folgerichtig aus. Till Reiners holt sich seine zweite Münze.
Das Halbfinale bildet ein absoluter „Klassiker“ (Joko Winterscheidt) von „Wer stiehlt mir die Show?“: „Da hab ich doch Prompter die Antwort vergessen!“. Reiners und Julia müssen Leerstellen in einem Lückentext füllen. Das Spiel findet diesmal in einem Horrorszenario statt. Joko nimmt in einer Seance Kontakt mit seinem verstorbenen Zwilling Loko auf. Schockeffekte irritieren die Halbfinalisten.
Die sonst so abgezockte Julia ist diesmal total von der Rolle. Sie verortet Erfurt in Rheinland-Pfalz und hält Vincent van Gogh für einen Griechen. Hier spielt die mangelnde Studioerfahrung erstmals gegen sie. Till Reiners bleibt trotz Unterbrechungen von gruselig verkleideten Statisten cool und zieht mit Münze Nummer drei ins Finale ein.
Joko Winterscheidt verplappert sich im Finale gegen Till Reiners
Mit Till Reiners hat es der zurückhaltendste und demütigste Kandidat in den Showdown mit Winterscheidt geschafft. Dort tritt er sichtlich motiviert und konzentriert an. Witze sind von ihm nicht mehr zu erwarten, sagt er gleich zu Beginn zu Final-Moderatorin Katrin Bauerfeind (43).
Das Finale bleibt lange hochspannend. Till Reiners setzt seine Münzen fast immer klug ein, Joko Winterscheidt bewahrt wie immer gekonnt ein Pokerface. Doch dann verplaudert er sich fatal. Bei der Frage, nach welchem europäischen Kleinstaat ein Drama von Max Frisch benannt ist, rät Winterscheidt korrekt Andorra. Vor lauter Begeisterung über seinen Zufallstreffer verrät er, dass Literatur nicht sein Ding ist.
Als beim Stand von 5:5 erneut eine Literaturfrage („Wer schrieb die Romane „Unterleuten“ und „Über Menschen“) kommt, weiß Till Reiners, was zu tun ist. Er setzt seine letzte Münze darauf, dass Winterscheidt falsch liegt. Und der schrieb statt Juli Zeh tatsächlich als Gag Justus Jonas. Reiners darf also am nächsten Sonntag durch die Show führen (20:15 Uhr, ProSieben und Joyn).
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Source: stern.de