„Wenn wir ihnen keine Abfuhr erteilen, …“ – Russland droht Europa mit Einsatz von Kriegsmarine

Kurz vor Beginn einer neuen Gesprächsrunde mit Russland droht der Putin-Vertraute Nikolai Patruschew den europäischen Staaten. Unterdessen gab es in der Nacht wieder schwere Angriffe auf russische Infrastruktur.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine im Liveticker:

10:55 Uhr – Russland droht mit Einsatz von Kriegsmarine

Russland droht europäischen Staaten mit dem Einsatz seiner Kriegsmarine, sollten Schiffe seiner Handelsflotte aufgebracht werden. Sollten russische Frachter ​und Tanker festgesetzt werden, könnte dies Vergeltungsmaßnahmen gegen die europäische Schifffahrt nach sich ziehen, zitierte die Zeitung „Argumenty i ⁠Fakty“ den Putin-Vertrauten Nikolai Patruschew. „Die beste Garantie für die Sicherheit der Schifffahrt ist wie immer die Marine“, sagte der Vorsitzende des russischen Marinerats dem Blatt.

In den wichtigsten Seegebieten, ⁠auch fernab ​von Russland, müssten ständig starke ‌Verbände präsent sein, forderte der Kreml-Berater. Diese müssten in der Lage sein, den Eifer der „westlichen Piraten“ abzukühlen. „Wenn wir ihnen keine entschiedene Abfuhr erteilen, werden die Briten, Franzosen und sogar die Balten bald dermaßen überheblich, dass sie versuchen werden, unserem Land den Zugang zu den Meeren zumindest im Atlantik zu versperren.“

Hintergrund ‌sind westliche Sanktionen. Die ⁠USA haben ‌zwei russische Öl-Konzerne mit ​Strafmaßnahmen ⁠belegt, die EU hat unter ​anderem Einfuhren russischen Öls verboten.

10:39 Uhr – Jedes dritte Kind in der Ukraine auf der Flucht, meldet Unicef

Nach vier Jahren Krieg in der Ukraine ist laut Unicef mehr als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen des Landes auf der Flucht. Mehr als 791.000 Mädchen und Jungen seien innerhalb des Landes vertrieben, rund 1,8 Millionen hätten im Ausland Zuflucht gesucht, erklärte das UN-Kinderhilfswerk vor dem vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs.

Insgesamt haben damit Unicef zufolge nahezu 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche in der Ukraine ihr Zuhause verloren. „Auch vier Jahre nach Beginn dieses unerbittlichen Krieges ist noch immer jedes dritte Kind auf der Flucht“, erklärte Regina De Dominicis, Unicef-Regionaldirektorin für Europa und Zentralasien

10:12 Uhr – Ukraine meldet weitere Angriffe auf kritische Infrastruktur

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat Moskau vorgeworfen, mit massiven Angriffen in der Nacht zum Dienstag die aktuellen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges zu untergraben. „Das Ausmaß, in dem Russland Friedensbemühungen missachtet: Ein massiver Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine kurz vor der nächsten Gesprächsrunde in Genf“, schrieb Sybiha in Onlinediensten. Russland habe 29 Raketen und 396 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert, erklärte derweil die ukrainische Luftwaffe.

Ukrainischen Behörden zufolge zielten die Angriffe in der Nacht zum Dienstag auf kritische Infrastruktur des Landes. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau meldete derweil, über 150 ukrainische Drohnen abgewehrt zu haben, ein Großteil davon über der Halbinsel Krim und dem Asowschen Meer.

10:04 Uhr – Frau in Sumy stirbt nach Angriff

In der Nacht hat es wieder russische Angriffe auf die Ukraine gegeben. In der Region Sumy im Norden der Ukraine wurde nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft eine 68-jährige Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet. Ihre beiden 7 und 15 Jahre alten Enkel sowie deren Eltern seien verletzt worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt. In der Hafenstadt Odessa gab es laut Militärverwaltungschef Serhij Lyssak drei Verletzte.

Dem Stromversorger DTEK zufolge trafen russische Angriffe erneut die Energieversorgung der Region Odessa. Die Zerstörungen seien außerordentlich schwerwiegend und die Reparatur werde lange Zeit benötigen, teilte der Versorger mit, ohne Details zu nennen.

05:12 Uhr – Trump erhöht Druck auf Kiew: „Ukraine sollte besser schnell an den Verhandlungstisch kommen“

Im Vorfeld der Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands unter Vermittlung der USA drängt Donald Trump Kiew zu einer baldigen Einigung mit Moskau. „Die Ukraine sollte besser schnell an den Verhandlungstisch kommen“, sagte Trump am Montag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Am Dienstag verhandeln Vertreter der Ukraine und Russlands in Genf über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine. Zwei vorherige Gesprächsrunden in Abu Dhabi hatten kein Ergebnis gebracht.

Montag, 16. Februar

20:22 Uhr – Selenskyj warnt vor weiteren Angriffen auf Energieinfrastruktur

Wolodymyr Selenskyj sagt unter Verweis auf den ukrainischen Geheimdienst weitere russische Angriffe auf Energieziele voraus. Solche Angriffe würden eine Einigung über die Beendigung ⁠des Krieges erschweren, fügte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache hinzu. Die Angriffe Russlands würden sich weiterentwickeln, eine Kombination verschiedener Waffen beinhalten und besondere Abwehrmaßnahmen erfordern.

19:30 Uhr – Analyse: Ukraine gelingen größte Gelände-Rückeroberungen binnen weniger Tage seit 2023

Die ukrainische Armee hat laut einer Datenauswertung zwischen Mittwoch und Sonntag 201 Quadratkilometer eigenes Staatsgebiet von der russischen Armee zurückerobert. Wie aus der Analyse der vom US-Institute for the Study of War (ISW) bereitgestellten Daten hervorging, hatten Kiews Streitkräfte seit einer Gegenoffensive im Juni 2023 nicht mehr so viel Gebiet in so kurzer Zeit zurückgewonnen. Die jüngst eroberte Fläche entspricht demnach fast den russischen Eroberungen des gesamten Monats Dezember (244 Quadratkilometer).

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„Diese ukrainischen Gegenangriffe nutzen wahrscheinlich die Blockierung des Zugangs der russischen Streitkräfte zum Satellitensystem Starlink aus, die laut russischen Militärbloggern die Kommunikation und die Führung beeinträchtigt“, erklärte das ISW. Russische Militärbeobachter hatten die Unterbrechung am 5. Februar festgestellt, nachdem der US-Tech-Unternehmer Elon Musk „Maßnahmen“ angekündigt hatte, um der Nutzung dieser Technologie durch den Kreml ein Ende zu setzen. Laut Kiew umgingen russische Drohnen mit Hilfe von Starlink elektronische Störsysteme und konnten so ihre Ziele präzise treffen.

Ohne die Nutzung von Starlink wurden in der vergangenen Woche laut ISW nur am 9. Februar russische Geländegewinne an der Front verzeichnet. An den übrigen Tagen machte Kiew Boden gut. Die ukrainischen Rückeroberungen konzentrieren sich vor allem auf eine Zone etwa 80 Kilometer östlich der Stadt Saporischschja, in der die russischen Truppen seit dem Sommer 2025 stark vorgerückt waren.

17:49 Uhr – Bundeswehr bekommt Ausbilder aus der Ukraine

Die Bundeswehr soll auch Ausbilder aus der Ukraine bekommen. Dazu sei bereits am Freitag ein Abkommen zwischen den Verteidigungsministerien Deutschlands und der Ukraine gezeichnet worden, sagte ein Sprecher des Heeres der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage.

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„Es ist geplant, vor allem an den Truppenschulen des Heeres die Erfahrungen ukrainischer Soldatinnen und Soldaten in die Ausbildung im Heer einfließen zu lassen“, sagte er weiter. Zu den Einzelheiten wollte er sich nicht äußern.

Mit dem Schritt reagiert die Bundeswehr auf die erheblichen Veränderungen auf dem Gefechtsfeld in der Ukraine. So haben die ukrainischen Soldaten umfangreichere Erfahrungen beim Einsatz und der Bekämpfung von Drohnen, aber auch bei der schnellen Integration moderner Führungstechnologien in der kämpfenden Truppe.

14:38 Uhr – Delegation aus Kiew reist für Gespräche mit Moskau nach Genf

Eine ukrainische Delegation ist zu von den USA vermittelten Gesprächen mit Vertretern Russlands in der Schweiz aufgebrochen. General Kyrylo Budanow, der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, veröffentlichte ein Foto bei Telegram, das ihn zusammen mit anderen Mitgliedern des ukrainischen Verhandlungsteams neben einem Zug zeigt. Angeführt wird die Delegation von Rustem Umjerow, dem Vorsitzenden des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats.

Auf russischer Seite kehrt Putins Berater Wladimir Medinski als Leiter der Delegation zurück. Medinski hatte bereits Moskaus Team bei den ersten direkten Friedensgesprächen mit der Ukraine in Istanbul im März 2022 angeführt und Putins Kriegsziele nachdrücklich vertreten.

12:53 Uhr – „Putin verliert 35.000 Menschen pro Monat“, sagt Selenskyj

Selenskyj warnt vor einem nachgiebigen Kurs gegenüber Wladimir Putin: „Man kann Putin nicht mit Küssen oder Blumen aufhalten. Ich habe das nie getan, und deshalb halte ich es nicht für den richtigen Weg. Mein Rat an alle: Macht das nicht mit Putin“, schrieb Selenskyj auf X.

Zugleich verwies er auf hohe militärische Verluste aufseiten Moskaus: „Putin verliert 35.000 Menschen pro Monat. Ich bin nicht sicher, ob er davon weiß.“

11:18 Uhr – Politologe sieht in Trumps Verhandlungstaktik „Verrat innerhalb der Allianz“

Der deutsche Politikwissenschaftler Joachim Krause gibt sich bezüglich einer möglichen Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg „sehr pessimistisch“. In dieser Woche stehen Gespräche in Genf zwischen Ukrainern, Amerikanern und Russen an. Krause kritisiert die Russen dafür, „rüpelhaft, wie sie sind“, gegen Brüssel zu polemisieren – teilt aber auch gegen die US-Regierung aus: „Trump setzt Deadlines, ich weiß nicht zum wie viel hundertsten Mal. Das würde ich jetzt alles nicht so ernst nehmen. Aber es geht einfach nicht, und ich finde, es ist ein wirklicher Verrat innerhalb der Allianz, dass Trump mit den Russen über die Ukraine verhandelt, ohne die Europäer mit einzubeziehen.“

Trump versuche zudem offenbar, die Ukrainer zu drängen, sich wie von Russland gefordert aus der schwer umkämpften Oblast Donzek zurückzuziehen. „Und das programmiert bereits den nächsten Krieg vor“, glaubt Krause. „Trump will einfach diesen Krieg so schnell beenden, wie nur irgendwie möglich, damit er mit Russland Geschäfte machen kann. Und das ist eine unhaltbare Position.“ Außerdem halte sich Trump nicht an Absprachen.

Gleichzeitig seien „Gespräche mit den Europäern aus russischer Sicht sinnlos“, insofern sei „das eine Situation, bei der ich nicht weiß, wie wir da rauskommen sollen“ – sofern die Amerikaner sich nicht zurückzogen und „wir Europäer dann zusammen mit den Ukrainern die Hauptverhandlungspartner“ würden. Vor diesem Hintergrund fehlten ihm „Interventionen der Europäer“.

10:49 Uhr – Kreml weist europäische Erklärung zur Vergiftung Nawalnys als „unbegründet“ zurück

Der Kreml hat die Befunde fünf europäischer Länder zur Vergiftung des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny als „unbegründet“ zurückgewiesen. „Wir akzeptieren solche Anschuldigungen natürlich nicht. Wir sind damit nicht einverstanden. Wir halten sie für voreingenommen und unbegründet“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau. Nawalny war vor zwei Jahren in einem sibirischen Straflager gestorben.

10:08 Uhr – UN: Hunderttausende zurückgekehrte Ukrainer könnten durch Angriffe auf Infrastruktur erneut fliehen

Vor dem Hintergrund der russischen Angriffe auf die Wärme- und Stromversorgung in der Ukraine könnten sich nach Schätzungen der Vereinten Nationen in den kommenden Monaten 325.000 bereits zurückgekehrte ukrainische Kriegsvertriebene erneut auf die Flucht machen. Mehr als ein Drittel erwäge, wieder ins Ausland zu ziehen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf mit. Grundlage ist eine telefonische Umfrage, die zwischen dem 15. Oktober und 22. Dezember durchgeführt wurde.

Nach IOM-Angaben lebten im Januar 3,7 Millionen Personen innerhalb der Ukraine als Binnenvertriebene. Seit Kriegsbeginn vor vier Jahren kehrten mehr als 4,4 Millionen Menschen nach einer Vertreibung zurück, darunter über eine Million aus dem Ausland. Allerdings konnten laut IOM nicht alle, die in die Ukraine zurückkehrten, auch in ihre Heimatorte zurück; 372.000 Menschen seien weiterhin innerhalb des Landes auf der Flucht.

07:31 Uhr – Orbán reagiert auf Selenskyj-Spott

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán liefert sich mit Selenskyj einen öffentlichen Schlagabtausch. Der ukrainische Präsident hatte in seiner Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz gesagt, ein gewisser „Viktor“ könne darüber nachdenken, „wie er seinen Bauch wachsen lassen kann statt seine Armee, um zu verhindern, dass russische Panzer auf die Straßen von Budapest zurückkehren.“

Orbán antwortete auf X: „Danke für eine weitere Kampagnen-Rede für den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union. Es wird den Ungarn sehr dabei helfen, die Situation klarer zu sehen.“ Es gebe allerdings „etwas, dass du missverstehst“, so Orbán in Richtung Selenskyj: „In dieser Debatte geht es nicht um mich oder dich. Es geht um die Zukunft Ungarns, der Ukraine und Europas. Und just das ist der Grund, warum ihr kein Mitglied der Europäischen Union werden könnt.“

07:09 Uhr – Durch Delegitimierung Kiews – Moskau macht Vorschlag für Kriegsende

Moskau bringt kurz vor Gesprächen über ein Kriegsende wieder eine internationale Übergangsverwaltung für die Ukraine unter Ägide der Vereinten Nationen ins Spiel. Russland sei bereit, mit den USA, Europa und anderen Ländern über eine externe Verwaltung zu sprechen, sagte Vizeaußenminister Michail Galusin der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass in Moskau.

„Ein solcher Schritt würde es ermöglichen, demokratische Wahlen in der Ukraine abzuhalten und eine handlungsfähige Regierung an die Macht zu bringen“, sagte Galusin. Mit dieser Führung könnten dann ein Friedensvertrag und Dokumente über die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Länder unterzeichnet werden. Präsident Wladimir Putin habe einen solchen Vorschlag schon im März 2025 gemacht, sagte der stellvertretende Außenminister.

Galusins Äußerungen reihen sich ein in die Moskauer Versuche, die Ukraine als nicht handlungsfähigen Staat und die Führung von Präsident Wolodymyr Selenskyj als nicht legitim darzustellen. Internationale Übergangsverwaltungen durch die UN oder andere Kräfte gab es nach dem Ende von Kriegen oder Konflikten unter anderem in Osttimor, Kambodscha, im Irak oder im Kosovo. In der Ukraine sind aber alle staatlichen Stellen arbeitsfähig.

06:00 Uhr – Feuer nach Drohnenangriff in russischem Schwarzmeerhafen

Ein ‌Feuer im russischen Schwarzmeerhafen Taman ist den örtlichen Behörden zufolge gelöscht worden. Es war bei einem ukrainischen Drohnenangriff ausgebrochen. Dabei wurden nach Angaben ‌von Gouverneur ⁠Wenjamin Kondratjew ​ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals ⁠beschädigt. Die Oblast Krasnodar liegt im Südwesten Russlands am Schwarzen ‌Meer und gegenüber ⁠der ‌2014 ​von Russland ⁠annektierten ​ukrainischen Halbinsel Krim, mit der ‌sie ​durch die Brücke ‌von ‌Kertsch verbunden ist.

Sonntag, 15. Februar

21:23 Uhr – Ukrainer demonstrieren bei Nato-Übung Schlagkraft von Kampfdrohnen

Wären Nato-Bodentruppen im Ernstfall chancenlos gegen feindliche Drohnenangriffe? Diesen Eindruck erwecken Recherchen des amerikanischen „Wall Street Journal“ („WSJ“). Wie die Zeitung berichtet, schaltete im vergangenen Jahr bei einer Bündnisübung ein Team von etwa zehn eingeladenen Ukrainern innerhalb kürzester Zeit zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge und andere Ziele aus.

Ein Übungsteilnehmer sagte dem Blatt, die von Esten geführte gegnerische Einheit mit den Ukrainern habe „zwei Bataillone an einem Tag“ kampfunfähig gemacht. Der Nato-Seite sei es nicht gelungen, die gegnerischen Drohnenteams auszuschalten.

Für sie seien die Resultate „schrecklich“ gewesen. Die Nato-Truppen „liefen einfach durch die Gegend, ohne irgendwelche Tarnung zu nutzen, stellten ihre Zelte und Fahrzeuge einfach ab“, beschreibt es ein Teilnehmer der Übung gegenüber dem „WSJ“. Mehrere Quellen hätten der Zeitung von einem Kommandanten berichtet, der die Übung beobachtete und zu dem Schluss gekommen sei: „Wir sind am Arsch.“

An der Übung „Hedgehog 2025“ nahmen nach Angaben der estnischen Streitkräfte insgesamt mehr als 16.000 Soldaten aus rund einem Dutzend Nato-Staaten teil. Ein Bataillon besteht in der Regel aus einigen Hundert bis etwa 1000 Soldaten. Die Ukrainer waren als Gäste und Experten für Drohnenkampf eingeladen.

Die Nato wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht zu Details des Übungsverlaufs äußern. Eine Sprecherin wies allerdings darauf hin, dass Übungsszenarien gezielt so angelegt werden können, dass die gegnerische Seite im Vorteil ist. „Wir üben, um zu trainieren und zu lernen, damit wir auf Herausforderungen in der realen Welt vorbereitet sind“, sagte sie. Beim Thema Drohnen teile die Ukraine ihre umfangreichen Erfahrungen mit ihren Partnern in der Nato.

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12:15 Uhr – Ukrainischer Ex-Energieminister Haluschtschenko festgenommen

Der wegen Korruptionsverdacht entlassene frühere ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko ist bei einer versuchten Ausreise aus dem Land festgenommen worden. Das teilten die für Korruptionsbekämpfung zuständigen Kiewer Behörden SAP und Nabu auf ihren Telegram-Kanälen mit. Die Ermittlungen in dem weitverzweigten Fall von Bestechlichkeit dauerten an.

Im vergangenen November hatten ukrainische Korruptionsfahnder Vorwürfe gegen eine Gruppe mutmaßlich bestechlicher Staatsdiener direkt im Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj erhoben. Sie sollen sich im staatlichen Konzern Ernerhoatom an Geld vergriffen haben, das eigentlich für Schutzbauten um Energieanlagen gegen feindliche Luftangriffe bestimmt war. Haluschtschenko, einer der Beschuldigten, musste als Energieminister gehen.

11:28 Uhr – Clinton: Trumps Haltung zur Ukraine ist schändlich

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton bezeichnet Präsident Donald Trumps Haltung zur Ukraine als „schändlich“. „Ich halte den Versuch, die Ukraine zu einem Kapitulationsabkommen mit (dem russischen Präsidenten Wladimir) Putin zu zwingen, für beschämend“, sagte die 78-Jährige auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

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Entweder verstehe Trump das Leid der Ukrainer nicht, oder es sei ihm gleichgültig, sagte die einstige Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten. Die Ukraine kämpfe an der Front für Demokratie und Freiheit, verliere dabei Tausende Menschen und werde durch die Besessenheit eines einzelnen Mannes zerstört, sie zu kontrollieren, sagte Clinton. Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland begann vor fast vier Jahren auf Befehl Putins.

dpa/AFP/Reuters/Bloomberg/säd/sebe/nw

Source: welt.de

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