Welthandel: USA und Taiwan unterzeichnen Vereinbarung im Zollstreit


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US-Präsident Donald Trump hatte mit seinen Zöllen auch Taiwan ins Visier genommen. Nach langen Verhandlungen einigen sich beide Seiten. Was das für das asiatische Hightech-Land bedeutet.

Nach monatelangen Zollverhandlungen hat Taiwan mit seinem wichtigen Verbündeten USA ein Handelsabkommen besiegelt. „Dies ist ein neues Kapitel für Taiwans Außenhandel“, sagte Präsident Lai Ching-te in Taipeh. Das Abkommen werde die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen Taiwan und den USA vertiefen, erklärte er. Die Vereinbarung muss noch durch das taiwanische Parlament.

Vor dem von US-Präsident Donald Trump avisierten China-Besuch im April soll das Abkommen den USA helfen, Handelsungleichgewichte zu beseitigen, zuverlässige Lieferketten außerhalb Chinas sicherzustellen und die wirtschaftlichen Beziehungen zu einem wichtigen Partner im indopazifischen Raum zu stärken.

Was beide Seiten vereinbart haben

Das Abkommen sieht eine Obergrenze von US-Zöllen auf taiwanische Produkte von bis zu 15 Prozent vor und gewährt den USA bevorzugten Zugang, um Industrie- und Agrarwaren wie Autos oder Rindfleisch nach Taiwan zu exportieren. Der ostasiatische Inselstaat, dessen Energieversorgung maßgeblich von Importen abhängt, soll den USA außerdem Flüssigerdgas und Rohöl im Wert von 44,4 Milliarden US-Dollar (etwa 37 Milliarden Euro) abkaufen. 

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte, das Abkommen werde die Widerstandsfähigkeit der US-Lieferketten, vor allem im Hightech-Bereich, „erheblich verbessern“. Lai kündigte an, sein Land werde ein „Taiwan-Modell“ für die technologische Zusammenarbeit in den USA etablieren, indem es seine Halbleiter- sowie Informations- und Kommunikationstechnik-Branche mit dem KI-Sektor in den USA integriere. Taiwanische Halbleiter und verwandte Produkte erhalten mit dem Deal eine „bevorzugte Behandlung“, erklärte das Büro des US-Handelsbeauftragten.

dpa

Source: stern.de