Weltberühmtes Festival: Warum Bayreuth ein kleines Festspielhaus errichtet


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Die Opern Wagners sind schwere Kost für die kulturelle Elite? Zum Festspieljubiläum will Intendantin Katharina Wagner dagegenhalten – und installiert ein eigenes Programm für Kinder und Jugendliche.

Ein eigenes kleines Festspielhaus, der „Ring“ als Kinderoper, mehr als 100 weitere Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche – und einen Escape-Room, um das Rheingold zu retten: Die Bayreuther Festspiele widmen sich im Jubiläumsjahr ausgiebig dem Nachwuchs. Festival-Chefin Katharina Wagner sagte, das Education-Programm sei massiv ausgebaut worden. Das weltberühmte Festival feiert in diesem Sommer 150 Jahre Festspiele in Bayreuth.

Mehr als 100 Veranstaltungen für Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler sowie Familien – das habe es bisher bei den Festspielen noch nie gegeben, sagte Victor Seraphin Feuchte, der das Programm verantwortet. Es sei das Ziel, Wagners Opernschaffen Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen. Sitzkissenformate für Kindergärten, Workshops mit Comics und Filmmusik – für diese Aktionen steht in diesem Jahr ein eigenes kleines Festspielhaus zur Verfügung. 199 Plätze gibt es in diesem Zeltbau, dazu eine große Bühne. Aktuell laufen die Bauarbeiten. 

Der „Ring“ für Kinder

Die Kinderoper, die es inzwischen schon seit vielen Jahren am Grünen Hügel gibt, will im Jubiläumsjahr den kompletten vierteiligen „Ring des Nibelungen“ kindgerecht zusammenfassen. Auch sie wird heuer im kleinen Festspielhaus aufgeführt.

Der Komponist Richard Wagner (1813-1883) verwirklichte in Bayreuth vor 150 Jahren seine Festspielidee mit einem eigens gebauten Opernhaus.

dpa

Source: stern.de