„Welcher Anteil dieser Öl-Lieferungen passiert Bab al-Mandab?“ – Iran nimmt weitere Meerenge ins Visier

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Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren weitgehend die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

11:48 Uhr – Keine erhöhte Strahlung nach Einschlag nahe AKW Buschehr

Nach dem Einschlag eines Projektils in der Nähe des iranischen Kernkraftwerks Buschehr gibt es der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ​zufolge keine erhöhten Strahlungswerte. Wie die IAEA auf der Plattform X mitteilt, kam ein Wachmann durch Splitter ums Leben.

Zuvor hatte bereits die iranische Nachrichtenagentur Tasnim über das Todesopfer und Schäden an einem Nebengebäude ⁠berichtet. Die IAEA erklärt dazu, dass die Schäden durch Druckwellen und Trümmerteile entstanden seien.

11:33 Uhr – Iranische Staatsmedien: Erneuter Angriff auf Atomkraftwerk Buschehr – ein Toter

Die USA und Israel haben nach Angaben iranischer Staatsmedien am Samstag erneut einen Luftangriff auf das Atomkraftwerk Buschehr geflogen. Dabei sei in der Nähe der Anlage ein Sicherheitsmann getötet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Irna. An den Atominstallationen seien keine Schäden entstanden.

„Nach den kriminellen Angriffen“ sei „am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr ein Geschoss in der Nähe des Atomkraftwerks Buschehr“ eingeschlagen, berichtete Irna. Bei dem Todesopfer handele es sich um einen Sicherheitsmann der Anlage. Das Atomkraftwerk war seit Beginn des Iran-Krieges bereits mehrmals von den USA und Israel angegriffen worden.

Das Kraftwerk im Südwesten des Iran verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden war.

10:44 Uhr – Irans Parlamentspräsident deutet Angriffe auf weitere Meerenge an

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat die Möglichkeit von Angriffen auf eine weitere strategisch wichtige Seestraße im Nahen Osten angedeutet. In einem Beitrag auf X stellte Ghalibaf die Frage, wie viele Tank- und Containerschiffe durch die Meerenge Bab al-Mandab fahren und welche Länder und Unternehmen sie besonders viel nutzten.

Sein Posting wurde von Beobachtern als versteckte Drohung aufgefasst, dass die Meerenge unter Beschuss genommen werden könnte. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean und ist einer der verkehrsreichsten Engpässe im globalen Handel, den mehr als ein Zehntel des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls und ein Viertel der Containerschiffe passieren. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz aus dem Jemen, der an die Meerenge Bab al-Mandab angrenzt, hat dort in der Vergangenheit schon Angriffe auf den internationalen Schiffsverkehr verübt.

Eine Unterbrechung des Transits durch die Straße von Bab al-Mandab würde Reedereien zwingen, ihre Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas zu leiten, was die Preise weiter in die Höhe treiben würde.

10:05 Uhr – Iran vollstreckt erneut Todesurteile gegen Dissidenten

Im Iran sind zwei weitere Männer im Zuge einer Hinrichtungswelle exekutiert worden. Laut Justizportal Mizan sollen Abolhassan Montaser und Vahid Bani-Amerian im Auftrag der oppositionellen Volksmudschaheddin Anschläge und Explosionen in Teheran geplant und durchgeführt haben. Die Justiz wirft ihnen außerdem vor, dabei auch Raketenwerfer eingesetzt zu haben.

Menschenrechtsgruppen kritisieren jedoch, dass „Regimegegner“ regelmäßig mit diesem Vorwurf konfrontiert werden. Amnesty International spricht in den Fällen Montaser und Bani-Amerian von unfairen Verfahren und möglichen Foltergeständnissen. Sie hätten wiederholt alle Vorwürfe zurückgewiesen, gegen den Staat zu den Waffen gegriffen zu haben.

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Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher „ohne Gnade und Nachsicht“ zu vollstrecken. Außer Spionage für die USA, Israel oder andere „feindliche Staaten“ sollen künftig auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die „Angst und Schrecken“ in der Bevölkerung auslösen, mit der Todesstrafe geahndet werden.

10:03 Uhr – Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an

Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah dauern an. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Morgen einen israelischen Drohnenangriff im Südlibanon mit zwei Toten. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.

Das libanesische Gesundheitsministerium meldete zudem elf Verletzte bei israelischen Luftangriffen im Süden des Landes in der Nacht. Demnach soll es dabei auch Schäden an einem Krankenhaus gegeben haben. Von israelischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für die Angriffe.

In der Nacht hatte die israelische Armee neue Bombardements auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut verkündet. Augenzeugen berichteten von insgesamt sieben Angriffen in den südlichen Vororten der Stadt. Diese gelten als Hochburg der Hisbollah, sind aber auch dicht besiedeltes Wohngebiet. Israels Armee hatte die Bewohner bereits mehrfach zur Flucht aufgerufen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

09:27 Uhr – USA und Iran suchen weiterhin nach zweitem Besatzungsmitglied von abgestürztem US-Kampfjet

Nach Berichten über zwei abgestürzte US-Kampfjets in der Golfregion suchen iranische und US-Streitkräfte fieberhaft nach dem zweiten Crewmitglied eines der Flugzeuge. Der Iran erklärte am Freitagabend, ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-15 abgeschossen zu haben. US-Medienberichten zufolge konnte eines der beiden Besatzungsmitglieder von US-Spezialeinheiten gerettet worden, nach dem zweiten werde noch gesucht. Kurze Zeit später meldete Teheran dann den Abschuss eines US-Kampfjets vom Typ F-10. US-Präsident Donald Trump erklärte, der Verlust der Flugzeuge wirke sich nicht auf die US-iranischen Verhandlungen aus.

Zunächst hatten iranische Staatsmedien von dem Abschuss des F-15-Kampfjets berichtet. Ein örtlicher TV-Sender zeigte Bilder, die den zerstörten Jet am Boden zeigen sollen. Laut dem TV-Bericht unter Berufung auf eine Polizei-Mitteilung wurde das Flugzeug über dem Zentraliran ins Visier genommen und stürzte daraufhin ab.

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„Ein feindlicher amerikanischer Kampfjet ist im zentraliranischen Luftraum von dem Luftverteidigungssystem der Luftwaffe der iranischen Revolutionsgarden getroffen und zerstört worden“, erklärte die Kommandozentrale der iranischen Streitkräfte. „Der Jet wurde vollständig vernichtet, die weitere Suche dauert an.“

05:45 Uhr – Dubai: Trümmerteile treffen US-Niederlassung nach Luftabwehreinsatz

Nach einem Luftabwehreinsatz ​in Dubai stürzen Trümmerteile auf ein Gebäude des US-Technologiekonzerns Oracle. Bei dem Vorfall im Technologiepark Internet City gibt es nach Angaben der Behörden ⁠des Emirats keine Verletzten. Oracle steht auf einer Liste von 18 US-Unternehmen, die die iranischen Revolutionsgarden als Vergeltung für Angriffe auf ihr Land zu Zielen erklärt haben.

02:45 Uhr – Israel greift Ziele in Beirut an – Sirenen in Bahrain

Das israelische Militär attackiert nach eigenen Angaben Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz in Beirut. Unterdessen ⁠heulen in Bahrain dem dortigen Innenministerium zufolge die Warnsirenen.

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02:15 Uhr – Wirtschaftsweise Grimm warnt vor Stagnation wegen Iran-Krieg

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt vor den ökonomischen Folgen des Iran-Krieges ⁠und hält eine Stagnation in Deutschland für möglich. „Die Auswirkungen werden länger spürbar sein, als es zunächst erwartet wurde“, sagt die Ökonomin einem Vorabbericht der „Rheinischen Post“ zufolge. Dass die Forschungsinstitute für 2026 noch mit einem Wachstum von 0,6 Prozent rechnen, nennt sie optimistisch. So passieren ⁠20 Prozent der ​Öl- und Flüssiggastransporte ‌sowie ein Drittel der Düngemittellieferungen die Straße von Hormus, zudem seien viele Förderanlagen zerstört. Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft seien daher gravierend.

01:34 Uhr – Votum über Hormus-Resolution im UN-Sicherheitsrat verschoben

Eine für diesen Samstag geplante Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine von Bahrain eingebrachte Resolution zur Sicherung der Straße von Hormus ist kurzfristig verschoben worden. Das Votum solle kommende Woche stattfinden, teilten zwei Diplomaten am Freitag (Ortszeit) in New York mit. Der Resolutionsentwurf, in dem zunächst vom Einsatz „aller notwendigen Mittel“ für den Schutz der kommerziellen Schifffahrt in der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus die Rede war, wurde nach Widerstand der Veto-Mächte China und Russland deutlich abgeschwächt.

01:10 Uhr – Israelisches Militär: erneute Raketenangriffe aus dem Iran

Das israelische Militär hat in der Nacht mehrfach Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte die Armee auf Telegram mit. Die Bewohner der betroffenen Gebiete seien per Handy-Mitteilung angewiesen worden, Schutzräume aufzusuchen und diese erst auf ausdrückliche Anweisung wieder zu verlassen.

00:27 Uhr – Trump: Hoffe, dass Crew-Mitglied keinen Schaden nimmt

US-Präsident Trump hofft laut einem Medienbericht, dass ein gesuchtes Besatzungsmitglied eines im Iran abgestürzten US-Kampfjets keinen Schaden nimmt. Nach einem Telefoninterview zitierte die britische Zeitung „The Independent“ Trump auf die Frage, was er tun würde, falls das Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, mit den Worten: „Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.“

Die USA haben laut mehreren Medienberichten bestätigt, dass ein US-Kampfjet vom Typ F-15E im Iran abgeschossen worden ist. Eines von zwei Besatzungsmitgliedern soll demnach von US-Spezialkräften gerettet worden sein, während die Suche nach einem zweiten laufe. Es wäre demnach der erste Verlust eines US-Kampfflugzeuges im Iran seit Kriegsbeginn am 28. Februar.

Freitag, 3. April

23:57 Uhr – Insider: Iran dürfte Straße von Hormus vorerst geschlossen halten

US-Geheimdienstberichte kommen Insidern zufolge zu dem Schluss, dass der Iran die Straße von Hormus vorerst nicht wieder öffnen wird. Die Kontrolle über die wichtigste Ölroute der Welt sei das einzige echte Druckmittel der Islamischen Republik gegen die USA, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Regierung in Teheran wolle die Energiepreise hoch halten, um US-Präsident Donald Trump zu einem raschen Ende des seit fast fünf Wochen andauernden Krieges zu drängen. Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärt dagegen, Trump sei zuversichtlich, dass die Meerenge „sehr bald“ wieder befahrbar sein werde.

23:09 Uhr – Erneut schwere Angriffe auf Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist es am späten Abend (Ortszeit) zu neuen schweren Angriffen gekommen. Anwohner im Norden der Stadt berichteten von massiven Explosionen, die ganze Gebäude zum Zittern gebracht hätten. Menschen seien in Panik auf die Straße gelaufen. Einem lokalen Medienbericht zufolge wurden Ziele im wohlhabenden Stadtteil Niawaran angegriffen.

22:50 Uhr – Abschuss von US-Kampfjet hat laut Trump keinen Einfluss auf Verhandlungen

US-Präsident Donald Trump lehnt einen Kommentar zum Such- und Rettungseinsatz nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Südwesten des Irans ab. In einem kurzen Telefoninterview mit NBC News antwortete er jedoch auf die Frage, ob der Vorfall Verhandlungen mit dem Iran beeinflussen werde: „Nein, überhaupt nicht. Nein, es ist Krieg.“

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22:17 Uhr – US-Quellen bestätigen Absturz eines zweiten Jets

Nach dem von iranischen Staatsmedien vermeldeten Abschuss eines US-Kampfjets im Südwesten der Islamischen Republik ist in der Nahost-Region ein weiteres US-Kampfflugzeug zu Boden gegangen, meldet die Nachrichtenagentur AP mit Verweis auf US-Kreise. Es ist noch unklar, ob die zweite Maschine abgeschossen wurde oder aus anderen Gründen abstürzte. Zuerst berichtete die „New York Times“ über den Vorfall.

22:04 Uhr – Iran behauptet, zweiten Kampfjet abgeschossen zu haben

Der Iran hat nach eigenen Angaben einen weiteren US-Kampfjet abgeschossen. Das iranische Staatsfernsehen berichtet unter Berufung auf die Streitkräfte der Islamischen Republik, ein Kampfjet vom Typ A-10 sei von der iranischen Luftabwehr getroffen worden. Die Maschine sei in den Persischen Golf gestürzt.

22:00 Uhr – Iranischer Parlamentspräsident verspottet USA

Der Sprecher des iranischen Parlaments Mohammed Bagher Ghalibaf spottet über die USA. Der „brillante Krieg ohne Strategie“ sei nun von der Zielsetzung eines „Regimewechsels“ im Iran heruntergestuft worden auf die Frage: „Hey! Kann jemand bitte unsere Piloten finden?“, kommentierte Ghalibaf den Abschuss eines US-Jets auf der Plattform X. „Was für ein unglaublicher Fortschritt. Absolute Genies“, schrieb Ghalibaf.

19:31 Uhr – Bericht: Iran lehnt Treffen mit USA ab

Der Iran ist dem „Wall Street Journal“ zufolge in den kommenden Tagen nicht zu einem Treffen mit US-Vertretern in Islamabad bereit. Die Regierung in Teheran habe Vermittlern offiziell mitgeteilt, dass die Forderungen der USA inakzeptabel seien, berichtete die Zeitung. Damit stecken die aktuellen Bemühungen regionaler Staaten unter Führung Pakistans um einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran dem Blatt zufolge in einer Sackgasse.

19:20 Uhr – Eines von zwei Besatzungsmitgliedern von US-Soldaten gerettet

US-Medien wie die Sender CNN und CBS berichten, eines der beiden Besatzungsmitglieder des abgeschossenen Kampfjets sei von US-Soldaten gerettet worden. Nach dem zweiten Crewmitglied werde noch gesucht. US-Medien zufolge handelte es sich bei der abgeschossenen Maschine um einen Kampfjet vom Typ F-15E. Dieser hat zwei Besatzungsmitglieder: den Piloten und einen Waffensystemoffizier. Zunächst hatten iranische Staatsmedien von dem Abschuss berichtet. Ein örtlicher TV-Sender zeigte Bilder, die den zerstörten Jet am Boden zeigen sollen.

Die US-Armee startete US-Medienberichten zufolge umgehend eine großangelegte Such- und Rettungsaktion. Bilder und Videos auf Onlineplattformen zeigten mutmaßlich tief fliegende US-Hubschrauber in der Region. Laut CNN wurde das gerettet Crewmitglied medizinisch versorgt.

Piloten, die über feindlichem Territorium abgeschossen werden und sich mit dem Schleudersitz aus der Maschine befreien können, sind darauf trainiert, sich zu verstecken und ihre Position durchzugeben. Piloten tragen in der Regel eine Weste mit einem Peilsender, einer Schusswaffe, Wasser und Verbandszeug bei sich, wie ein westlicher Kampfpilot der Nachrichtenagentur AFP sagte.

18:42 Uhr – USA rufen Amerikaner zur Ausreise aus Libanon auf

Die USA rufen ihre Staatsbürger zur Ausreise aus dem Libanon auf. Die US-Botschaft in Beirut teilte zudem mit, der Iran und verbündete Milizen könnten Angriffe auf Universitäten im Land planen. Die Ausreise solle erfolgen, solange noch kommerzielle Flüge verfügbar seien.

17:12 Uhr – Bericht: Nach Kampfjet-Abschuss zwei Besatzungsmitglieder vermisst

Es wird nach zwei Besatzungsmitgliedern gesucht, berichtet die „Washington Post“. Ob die Besatzung überlebt hat, ist unklar. An der Suche im Westen Irans seien ein Tankflugzeug und zwei Helikopter des Typs HH-60G beteiligt, berichtet die Zeitung. Laut CNN handelt es sich um die Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes.

Auch die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf Informationen aus israelischen Militärkreisen von einem Rettungseinsatz.

Iranische Medien hatten berichtet, dass das Kampflugzeug über dem Südwesten des Landes zu Boden gegangen sei. Aufnahmen, die in sozialen Medien kursierten, zeigten Drohnen und Hubschrauber des US-Militärs, die über der ländlich geprägten Provinz Bojer Ahmadi und Kohkilujeh kreisten.

16:22 Uhr – US-Kampfjet über Iran abgeschossen – Pilot soll Schleudersitz ausgelöst haben

Bei einem Einsatz über dem Iran ist ein US-Kampfjet abgeschossen worden. Zunächst hatte das iranische Staatsfernsehen berichtet. Der „New York Times“ zufolge bestätigten amerikanische und israelische Offizielle gegenüber der Zeitung den Abschuss.

Laut iranischem Fernsehen hat der US-Pilot über dem Südwesten des Landes seinen Schleudersitz ausgelöst. Der „New York Times“ zufolge ist eine Rettungsmission geplant, um Überlebende in Sicherheit zu bringen, bevor sie iranischen Kräften in die Hände fallen. In der Region gibt es demnach mehrere Basen, um derartige Missionen zu starten, etwa im Irak und in Syrien. Iranischen Medien zufolge musste ein amerikanischer Helikopter auf der Suche nach Überlebenden bereits unter Feuer umdrehen.

„Wenn Sie den oder die feindlichen Piloten lebend gefangen nehmen und der Polizei übergeben, erhalten Sie eine wertvolle Belohnung“, sagte ein Moderator in einem örtlichen Sender in der Provinz Bojer Ahmadi und Kohkilujeh. Zuvor war auf dem Bildschirm ein Banner mit dem Aufruf zu sehen: „Schießt auf sie, wenn ihr sie seht!“, das sich auf Aufnahmen mutmaßlicher US-Kampfflugzeuge in dem ländlichen Gebiet bezog, die in sozialen Medien kursierten.

15:05 Uhr – Erster europäischer Frachter passiert über neue Route Straße von Hormus

Ein Containerschiff des französischen Schifffahrtskonzerns CMA CGM hat als wohl erster Frachter eines europäischen Eigners seit Beginn des Iran-Kriegs die Straße von Hormus passiert. Das unter der Flagge Maltas fahrende Schiff sandte anstelle seines Fahrtzieles die Botschaft „französischer Eigentümer“ aus, wie aus den am Freitag ausgewerteten Daten der Website MarineTraffic hervorgeht.

Die Navigationsdaten des Schiffes zeigten, dass es am Donnerstag über eine neue, vom Iran genehmigte Route durch dessen Hoheitsgewässer fuhr. Mehrere Frachter nutzten bereits diese Route in der Nähe der iranischen Insel Larak. Nach Angaben von Experten der Schifffahrtszeitschrift „Lloyd’s List“ bezahlten mindestens zwei Schiffe dafür Gebühren.

Die meisten Schiffe, die seit Anfang März durch die vom Iran eigentlich blockierte Straße von Hormus fuhren, stammten aus dem Iran oder hatten Verbindungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien, China oder Saudi-Arabien. Peking äußerte am Dienstag seinen „Dank“, nachdem drei chinesische Frachter die Meerenge passiert hatten.

dpa/AFP/Reuters/jmr/sebe/säd/lay/doli

Source: welt.de

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