Wahlergebnisse in Baden-Württemberg: Zwischen den Großen zerrieben

Für Nicole Büttner, Generalsekretärin der FDP, war dies nicht nur ein Abend zum Haareraufen. Sie könnte all ihre Locken verlieren. Die nämlich hatte Büttner in aller Öffentlichkeit auf einen Wiedereinzug ihrer Partei in den Stuttgarter Landtag verwettet. Und nun, angesichts von nur 4,4 Prozent für die FDP müssen die Haare wohl ab, wenn Büttner ihr Wort halten will.

Die FDP schwankt nach der Wahl in Baden-Württemberg zwischen solch schräger Selbstgeißelung und ernsthaftem Entsetzen: „Damit endet eine Tradition“, sagt ihr Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke über das Ergebnis. In der Tat hat die FDP noch nie den Einzug in den Stuttgarter Landtag verpasst: Baden-Württemberg ist das Stammland der Partei, hier hat sie im Jahr 1952 sogar den ersten Ministerpräsidenten gestellt, immer wieder starke Ergebnisse eingefahren und bis zuletzt die bundesweit größte Landtagsfraktion der Partei vorzuweisen.

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