Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Einigung auf eine Feuerpause im Irankrieg begrüßt und Verhandlungen für ein dauerhaftes Ende des Krieges gefordert. „Die Bundesregierung begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe, auf die sich die Vereinigten Staaten und Iran in der Nacht verständigt haben“, schrieb Merz auf der Plattform X. „Ziel muss nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln“, hieß es weiter. „Dies wird sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen.“
Entsprechende Verhandlungen dienten „dem Schutz der iranischen Zivilbevölkerung und der Sicherheit in der Region“ und könnten „eine schwere weltweite Energiekrise abwenden“, sagte der Kanzler. Die Bundesregierung unterstützt die diplomatischen Bemühungen und sei dazu im Austausch mit den USA und anderen Partnern. Deutschland danke zudem Pakistan „für die Vermittlung dieser wichtigen Vereinbarung“.
„Endlich eine frohe Botschaft auch in der Politik“, schrieb Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) auf der Plattform X. Die Einigung müsse „der entscheidende erste Schritt auf dem Weg hin zu einer dauerhaften Befriedung“ sein. „Die Folgen einer Fortsetzung des Krieges wären unübersehbar“, schrieb er. Wadephul dankte allen Beteiligten, die die Vereinbarung unterstützt hätten, „insbesondere Pakistan“. Deutschland werde den „Weg der Diplomatie nach Kräften unterstützen“.
Merz: Deutschland wird zur Sicherheit der Straße von Hormus beitragen
Zugleich kündigte Merz an, dass sich Deutschland an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligen wird. „Deutschland wird in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten“, sagte er. „Dazu steht sie in engem Austausch mit den USA und anderen Partnern“, sagte Merz. Details zum Zeitpunkt und Art der Hilfe ließ er offen. Während der laufenden Kampfhandlungen hatte Deutschland, wie andere europäische Staaten, eine Beteiligung abgelehnt.
Die Straße von Hormus ist von zentraler Bedeutung für den globalen Handel, da ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen durch sie transportiert wird. Der Iran hatte die Passage zuletzt durch Drohungen faktisch blockiert, bevor einzelnen Schiffen wieder die Durchfahrt erlaubt wurde.
Die USA und der Iran hatten kurz vor Ablauf des US-Ultimatums an den Iran einer zweiwöchigen Feuerpause im Irankrieg zugestimmt. US-Präsident Donald Trump verkündete die „beidseitige Waffenruhe“ in seinem Onlinedienst. Der Iran erklärte sich im Gegenzug bereit, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen. Die israelische Regierung teilte mit, die Feuerpause zu unterstützen, betonte jedoch, diese gelte nicht für den Libanon.