„Wären immer zu Händen sie da gewesen, demgegenüber jetzt…“ – Trump stellt Unterstützung zu Händen Nato erneut infrage

Die Nato begehe einen „gewaltigen Fehler“, kritisiert US-Präsident Donald Trump – und greift auch Bundeskanzler Friedrich Merz an. Nach israelischen Angaben wurde erstmals seit Kriegsbeginn eine Rakete aus dem Jemen abgefeuert. Mehr im Liveticker.

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

05:12 Uhr – Israel: Erstmals Rakete aus dem Jemen abgefeuert

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben den ⁠Start einer Rakete aus dem Jemen erfasst. Dies sei das erste Mal seit Ausbruch des Krieges, dass ein Geschoss von dort abgefeuert werde, teilen die Streitkräfte mit. Zuvor hatten die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen mit einem Eingreifen ⁠in ​den Konflikt gedroht.

03:38 Uhr – Explosionen über Damaskus – Israel fängt iranische Raketen ab

In ⁠der syrischen Hauptstadt Damaskus und ihrer Umgebung sind Explosionen zu hören. Dabei handele es sich um Einsätze der israelischen Luftabwehr, die im syrischen Luftraum iranische Raketen abfange, berichtet das Staatsfernsehen.

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03:23 Uhr – Nouripour: Iran könnte Würgegriff um gesamte Weltwirtschaft legen

Einen Monat nach Kriegsbeginn sieht Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour von den Grünen die Möglichkeiten des Irans noch längst nicht ausgeschöpft. „Der Iran hat ja noch gar nicht die volle Eskalationsstufe ausgenutzt“, sagte Nouripour der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Sie könnten zum Beispiel durch ihre Verbündeten im Jemen die Straße von Aden schließen. Das bedeutet, dass nicht nur kein Öl mehr kommt, sondern gar keine Güter mehr aus Ostasien. Damit hätten sie ihren Würgegriff um den Hals der gesamten Weltwirtschaft gelegt.“

02:49 Uhr – US-Präsident nennt Straße von Hormus „Straße von Trump“

Donald Trump hat die Straße von Hormus „Straße von Trump“ genannt. Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: „Sie müssen die Straße von Trump öffnen – ich meine Hormus.“ Im Publikum wurde daraufhin gelacht.

Trump ergänzte dann: „Entschuldigung – es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler.“ Er schob nach, dass die „Fake News“ berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: „Bei mir gibt es keine Versehen – zumindest nicht viele.“ Einige Medien kamen anschließend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe.

01:23 Uhr – Trump kritisiert Merz für Haltung im Iran-Krieg

US-Präsident Trump hat Bundeskanzler Merz (CDU) für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien – und kam dann auf Deutschland zu sprechen: „Der deutsche Bundeskanzler – das sind alles meine Freunde – Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: „Das ist nicht unser Krieg“.“ Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei.

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Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland kritisiert. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg.“ Trump nannte dabei allerdings keinen konkreten Namen und schrieb die Äußerung der Spitze zu („the head of Germany“). Der Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Pistorius. Merz hatte sich unlängst bei einem Besuch in Norwegen so geäußert: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“

01:04 Uhr – Saudi-Arabien: Zwölf US-Soldaten bei iranischem Raketenangriff verletzt

Bei einem iranischen Raketenangriff auf die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien sind zwölf US-Soldaten verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Dies sagt ein ⁠US-Beamter ​der Nachrichtenagentur ‌Reuters. Damit steigt die Zahl der verletzten US-Soldaten seit Beginn des Krieges gegen den Iran am 28. Februar auf mehr als 300. Zuvor teilte das US-Militär mit, dass 273 von ‌ihnen bereits wieder ⁠im Dienst sind. ​In dem Konflikt sind bislang 13 US-Soldaten ⁠ums Leben gekommen.

00:46 Uhr – VAE fangen iranische Geschosse ab – Sirenen auch in Bahrain

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) fangen nach Angaben ihres Verteidigungsministeriums anfliegende Raketen und Drohnen ‌aus dem ⁠Iran ab. ​Im benachbarten ⁠Inselstaat Bahrain heulen zudem Sirenen, wie ‌das ⁠dortige Innenministerium ‌mitteilt.

00:34 Uhr – Witkoff hofft auf Gespräche mit Teheran „in dieser Woche“

US-Unterhändler Steve Witkoff geht davon aus, dass der Iran in der kommenden Woche zu Gesprächen mit Washington über eine Beendigung des Iran-Krieges bereit sein wird. „Wir sind auf jeden Fall zuversichtlich“, dass es „ein Treffen in dieser Woche geben wird“, sagte Witkoff auf einem Wirtschaftsforum in Miami. Die USA erwarteten nun eine Antwort Teherans auf einen vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges.

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00:25 Uhr – Trump stellt Unterstützung für Nato-Partner infrage

US-Präsident Donald Trump hat die Unterstützung anderer Nato-Partner durch die USA infrage gestellt. „Wir wären immer für sie da gewesen, aber jetzt, angesichts ihres Verhaltens, müssen wir das wohl nicht mehr, oder?“, sagte Trump in Miami. Trump kritisierte das Bündnis scharf dafür, dass es den USA im Krieg mit dem Iran nicht zur Seite stehe. „Ich glaube, es war ein gewaltiger Fehler, dass die Nato einfach nicht da war.“

Trump zufolge zahlen die USA Hunderte Milliarden Dollar jährlich für die Sicherheit der Verbündeten. „Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?“, fragte er.

Freitag, 27. März

23:01 Uhr – AKW Buschehr laut Medienberichten von Geschoss getroffen

Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist örtlichen Medien zufolge von einem Geschoss getroffen worden. Es habe weder Verletzte noch finanziellen oder technischen Schaden gegeben, heißt es weiter

22:59 Uhr – Mann stirbt durch iranischen Raketenangriff in Jerusalem

Iranischer Raketenangriff auf den Großraum Jerusalem: Nach israelischen Angaben sind mindestens ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt worden. Ein älterer Mann sei seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Zuvor hatte die israelische Armee vor iranischen Raketenangriffen gewarnt, in Jerusalem waren Sirenen zu hören.

22:31 Uhr – Huthi-Rebellen drohen mit Eintritt in Krieg

Die Huthi-Rebellen im Jemen drohen mit einem militärischen Eingreifen in den Krieg. Dies gelte, falls sich neue Verbündete den USA und Israel gegen den Iran anschließen oder das Rote Meer für Angriffe auf den Iran genutzt werde, sagt ein Sprecher in einer Fernsehansprache. Ein mögliches Ziel wäre die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Die vom Iran unterstützte Bewegung hatte bereits während des Gaza-Krieges mit Angriffen auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer für Chaos im Welthandel gesorgt.

21:50 Uhr – „Illegal und inakzeptabel“ – Rubio lehnt iranische Maut für Hormus ab

US-Außenminister Marco Rubio tritt iranischen Plänen für eine Maut zur Nutzung der Straße von Hormus entschieden entgegen. „Das ist nicht nur illegal, sondern auch inakzeptabel und gefährlich für die Welt, und es ist wichtig, dass die Welt einen Plan hat, um dem entgegenzutreten“, sagte er nach Gesprächen der G-7-Außenminister bei Paris.

20:05 Uhr – Merz offen für Minenräumung durch die Bundeswehr

Der Bundeskanzler kann sich einen Einsatz der Bundeswehr zur Räumung von Minen in der Straße von Hormus vorstellen – allerdings erst nach Kriegsende. „Das können wir. Und wenn wir danach gefragt werden und das im Rahmen eines wirklichen Mandates kollektiver Sicherheit geschieht – also Vereinte Nationen, Nato, Europäische Union – mit einem Bundestagsbeschluss, ist das eine Option“, sagte er in einem Interview auf einer Veranstaltung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Bundeswehr verfügt über mehrere Minenjagdboote.

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19:31 Uhr – Mehr als 20 Menschen sterben bei Luftangriffen in Teheran

Bei Angriffen auf Wohngebiete in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Kurdenprovinz Kermanschah sind Medienberichten zufolge mehr als 20 Zivilisten ums Leben gekommen. In Teheran starben im Stadtviertel Schahr-e Rey zehn Bewohner eines Wohnkomplexes bei einem Raketenangriff der amerikanisch-israelischen Streitkräfte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher berichtete.

18:01 Uhr – Merz: USA und Israel verstricken sich jeden Tag tiefer in den Krieg

Friedrich Merz hat nach eigenen Worten wenig Hoffnung, dass der Iran-Krieg schnell endet. „Zurzeit verstricken sich die Amerikaner und die Israelis in diesem Konflikt jeden Tag tiefer“, sagt der Kanzler bei einer Veranstaltung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Er bezweifele, dass es eine wirkliche Strategie gebe. Wenn „Regime Change“, also der Sturz der Regierung in Teheran das Ziel sei, glaube er nicht, dass dieses Ziel erreicht werde. „Ich habe große Zweifel, ob es eine Strategie gibt und ob diese Strategie dann tatsächlich auch erfolgreich ​ausgeübt wird“, sagt Merz. „Insofern könnte es auch noch etwas länger dauern. Es wird wahrscheinlich nicht besser.“

17:23 Uhr – Rubio stellt Kriegsende in den „nächsten zwei Wochen“ in Aussicht

US-Außenminister Marco Rubio hat Insidern zufolge seinen G-7-Kollegen bei einem Treffen in Frankreich mitgeteilt, dass der Iran-Krieg innerhalb von Wochen zu Ende sein dürfte. Der französische Sender BFMTV berichtet konkret von den „nächsten zwei Wochen“, in denen der Krieg zu Ende sei. Rubio zufolge sei der Einsatz von Bodentruppen nicht nötig.

Zugleich sagte Rubio, dass er deren Einsatz nicht kategorisch ausschließe. Die USA würden sich diese Flexibilität vorbehalten, um Präsident Donald Trump „maximale Handlungsfreiheit und maximale Möglichkeiten zu geben, sich auf Eventualitäten einzustellen“.

Zudem habe Rubio die anderen Minister nicht gebeten, Schiffe zur Öffnung der Straße von Hormus zu entsenden, sagen drei mit den Gesprächen vertraute Personen zudem der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings sollten sie sich auf ein Engagement nach Kriegsende vorbereiten.

dpa/AFP/rtr/ll/sebe/jmr

Source: welt.de

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