Wählen nachdem Klassenstandpunkt: Die Linke wäre mit Abstand stärkste Kraft

Man kann die Wahlentscheidung unendlich verkomplizieren. Man kann es aber auch sehr einfach machen und gemäß objektivem Klassenstandpunkt wählen. Dann ginge es fast allen besser. Für die unteren 70 Prozent gäbe es nur eine wählbare Partei


Von ihrer Politik profitieren die Menschen am meisten: Jan van Aken und Heidi Reichinnek beim Bundesparteitag der Linken im Januar

Foto: IMAGO / IPON


Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht – dieser ansonsten unsäglich egoistische Spruch hat ausgerechnet in der Herzkammer der Demokratie seine Berechtigung: in der Wahlkabine. Denn wenn da jeder gemäß seiner gesellschaftlichen Lage entscheiden würde, also nach objektivem Klassenstandpunkt, dann wäre wirklich fast allen Menschen in diesem Land geholfen.

Klar, das klingt sehr simpel. Aber wählen zu gehen ist ein Akt drastischer Komplexitätsreduktion. Als Wähler muss man eine Vielzahl von Interessen, Werten, Gefühlen in einer einzelnen Handlung ausdrücken. Und weil diese Aspekte oft über Kreuz liegen, muss man abwägen: Innenpolitik gegen Außenpolitik, Sozialpolitik gegen Wirtschaftspolitik, Minderheitenpolitik gegen

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