Wachstumsprognose pro 2026 mehr qua halbiert


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Stand: 01.04.2026 • 10:19 Uhr

Die deutsche Wirtschaft kommt nicht in Tritt: Der Energiepreisschock wegen des Iran-Kriegs verhindert den Aufschwung, melden Wirtschaftsforschungsinstitute. Sie senken ihre Prognose für 2026 drastisch.

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr wegen des Iran-Kriegs und der infolgedessen stark gestiegenen Energiepreise deutlich gesenkt. 2026 wird nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 0,6 Prozent erwartet, wie die Institute mitteilten – vor rund einem halben Jahr hatten sie noch mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet.

„Der Energiepreisschock im Zuge des Iran-Krieges trifft die Erholung hart, gleichzeitig stützt aber die expansive Fiskalpolitik die Binnenwirtschaft und verhindert ein stärkeres Abrutschen“, sagte ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. 2027 erwarten die Institute ein Wachstum von 0,9 Prozent. Auch das ist deutlich pessimistischer: Zuvor hatten sie mit 1,4 Prozent gerechnet.

Staatsausgaben sollten Wirtschaft ankurbeln

Nach Jahren der Flaute und einem Mini-Wachstum 2025 sollte es in diesem Jahr eigentlich wieder deutlich bergauf gehen für die deutsche Wirtschaft – auch wenn das Wachstum getrieben wird vor allem durch die staatlichen Milliardenausgaben für Verteidigung und zur Modernisierung der Infrastruktur.

Der Energiepreisschock entfache vorübergehend die Inflation, heißt es in der Prognose. Der Anstieg des Erdgaspreises verteuere nicht zuletzt auch Düngemittel, was auf die Nahrungsmittelpreise ausstrahle. Zudem dürfen auch höhere Produktions- und Transportkosten auf die Preise für Waren durchschlagen. Die gestiegene Inflation dämpfe den privaten Konsum. Vor einem halben Jahr noch hatten die Institute für 2026 einen Anstieg der Verbraucherpreise um 2,0 Prozent und für 2027 um 2,3 Prozent vorhergesagt.

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Source: tagesschau.de