Volkswagen: Gewinne im Zusammenhang Mercedes und VW entnerven um rund 40 Prozent ein

Volkswagen ist nach dem schwachen Vorjahr auch 2025 mit einem Gewinneinbruch gestartet. Unter dem Strich ging der Gewinn von Europas größtem Autobauer im ersten Quartal im Jahresvergleich um knapp 41 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen in Wolfsburg mitteilte. Der Konzernumsatz stieg
hingegen um knapp drei Prozent auf 77,6 Milliarden Euro. Auch Mercedes verzeichnete einen Gewinneinbruch von 43 Prozent.

Sonderbelastungen wie CO₂-Rückstellungen in Europa, der Umbau bei der Softwaretochter Cariad sowie
Rücklagen für den Dieselskandal sorgten für Sonderkosten von rund 1,1
Milliarden Euro. Sie ließen das operative Ergebnis um rund 37 Prozent auf 2,9
Milliarden Euro sinken. Daneben machte sich bemerkbar,
dass der Konzern auf dem wichtigen Markt China mit seinen dortigen
Gemeinschaftsunternehmen erneut spürbar weniger verdiente. Mit seinen
Batteriegeschäften verzeichnete VW einen höheren Verlust.

Der Volkswagen-Konzern sei wie erwartet „mit
gemischten Ergebnissen ins Geschäftsjahr gestartet“, sagte der Finanzchef der Volkswagen Group, Arno Antlitz. Der Auftragseingang sei in Westeuropa deutlich gestiegen. „Unsere Auftragsbücher füllen sich schnell„, sagte Antlitz. Auch in Südamerika gab es demnach ein deutliches Absatzplus. Den erwarteten Rückgang in China und Nordamerika habe man somit „mehr als ausgleichen“ können.

Der Anteil der E-Autos stieg weltweit von sechs auf zehn Prozent,
in Westeuropa von neun auf 19 Prozent. Doch mit Elektroautos verdienen
westliche Autohersteller nach wie vor weniger als mit Verbrennern. Der
„Erfolg unserer Elektroautos“ habe das Ergebnis belastet, sagte
Antlitz.

Einbruch auch bei Mercedes

Die Jahresprognose bestätigte der Konzern und rechnet weiter mit einer Rendite zwischen 5,5 und
6,5 Prozent. Allerdings geht der Autobauer davon aus, dass sie
sich am unteren Ende der Bandbreite bewegt. Herausforderungen
ergäben sich insbesondere aus einem Umfeld politischer
Unsicherheit, zunehmender Handelsbeschränkungen und
geopolitischer Spannungen, der steigenden Wettbewerbsintensität,
volatilen Rohstoff-, Energie- und Devisenmärkten sowie aus
verschärften emissionsbezogenen Anforderungen. Die
jüngsten Autozölle in den USA sind in der Prognose noch nicht
enthalten.

„Gerade, weil die weltweiten ökonomischen
Rahmenbedingungen gegenwärtig so unsicher sind, müssen wir uns auf die
Dinge konzentrieren, die wir selbst beeinflussen können“, sagte Antlitz. „Das heißt: Zu unserem starken Angebot an Fahrzeugen müssen wir eine
wettbewerbsfähige Kostenstruktur sicherstellen, damit wir auch in einer
sich schnell verändernden Welt erfolgreich bleiben.“  

Auch Mercedes verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinneinbruch von knapp 43 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro. Von Januar bis März war der Absatz auf dem
wichtigsten Markt China um zehn Prozent gesunken. Mercedes
kämpft wie die anderen deutschen Autobauer auf dem weltweit
größten Markt mit harter Konkurrenz durch heimische Hersteller.
Auch in Europa sanken die Verkäufe, in den USA waren sie
noch stabil. Der Umsatz sank um gut sieben Prozent auf 33,2
Milliarden Euro. Im Tagesgeschäft, sprich vor Zinsen und Steuern,
sank das Ergebnis fast 41 Prozent auf
2,29 Milliarden Euro. 

Unklarheit über US-Zölle

Wegen der US-Importzölle auf Autos geht der
Konzern in diesem Jahr von deutlichen Belastungen aus.
Derzeit seien die Auswirkungen auf die Nachfrage angesichts der
schwankungsanfälligen Entwicklungen und möglichen Gegenmaßnahmen jedoch
nicht verlässlich zu beurteilen, teilte der Konzern mit.

US-Präsident Donald Trump
hatte umfassende Zölle auf Importe in die USA angekündigt. Derzeit gilt aber eine dreimonatige Pause – für alle Handelspartner bis auf China. Wie es danach weitergeht, ist unklar. Zuletzt hatte Trump zwei Dekrete unterzeichnet, die Autohersteller in den Vereinigten
Staaten von Importzöllen entlasten sollen

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