„Virtuell vergewaltigt“ – Collien Fernandes zeigt Ex-Mann Christian Ulmen an

Collien Fernandes hat laut einem Medienbericht Strafanzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erstattet. Es geht um digitale Gewalt und körperliche Übergriffe während ihrer Ehe.

Die Schauspielerin Collien Fernandes hat beim Bezirksgericht in Palma de Mallorca Strafanzeige gegen ihren Ex-Mann, den Schauspieler und Produzenten Christian Ulmen, eingereicht. Das berichtet der „Spiegel“. Der Schriftsatz liegt dem Nachrichtenmagazin vor.

Fernandes wirft Ulmen darin unter anderem Anmaßung des Personenstandes, öffentliche Beleidigung und Körperverletzung vor. So soll Ulmen über Jahre auf sozialen Medien wie LinkedIn im Namen von Fernandes Profile erstellt und darüber mit Männern gechattet und geflirtet haben. Er soll pornografisches Material verschickt haben, das offenbar den Eindruck erwecken sollte, es zeige seine damalige Frau.

Die Anzeige ging bei dem spanischen Gericht Ende 2025 ein. Die dafür zuständige Abteilung für Gewalttaten gegen Frauen hat nach Informationen des Magazins Vorermittlungen eingeleitet. Ob es zu einer Anklage gegen Ulmen kommt oder das Verfahren eingestellt wird, ist derzeit offen. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Fernandes wirft Ulmen auch körperliche Übergriffe vor

Fernandes wirft ihrem Ex-Mann zudem vor, sie während der Ehe durch Wutausbrüche eingeschüchtert und bei Auseinandersetzungen mitunter körperlich angegriffen zu haben. Nach „Spiegel“-Informationen wurde Ulmen im Januar 2023 auf Mallorca wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt kurzzeitig festgenommen, die Behörden stellten das Verfahren später ein.

Lesen Sie auch

Fernandes sagte dem „Spiegel“ zum Thema digitale Gewalt: „Mir wurde über Jahre mein Körper geklaut.“ Sie habe das Gefühl, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, öffentlich darüber zu sprechen, damit sich etwas verändere. Es gehe um ein Unrecht, das vielen Frauen widerfahre: „Die allermeisten werden damit alleingelassen, ich möchte, dass das aufhört.“

Lesen Sie auch

Der „Spiegel“ zitiert aus einer Handynachricht, die Fernandes vor einiger Zeit an Ulmen geschrieben haben soll: „Du tust so, als sei das hier eine ganz normale Trennung unter zwei Eheleuten. Das ist sie nicht, du hast mich virtuell vergewaltigt.“

Ulmen äußerte sich nicht gegenüber dem „Spiegel“. Die Redakteure führten nach eigenen Angaben ein Hintergrundgespräch mit Ulmens Anwälten, die Juristen machten es vorab zur Bedingung, dass über ihre Einlassungen nicht berichtet werden darf.

Die Zeitung konnte nach eigenen Angaben eine E-Mail von Ulmen an einen Berliner Strafverteidiger aus dem Dezember 2024 einsehen. Darin habe Ulmen zugegeben, in den vergangenen zehn Jahren „leider einen sexuellen Fetisch“ entwickelt zu haben. Immer wieder habe er auf den Namen seiner Frau Fakeprofile auf sozialen Medien angemeldet, über die Accounts habe er mit Männern gechattet, geflirtet, „bis hin zum Sex-Talk“.

Fernandes wurde als Moderatorin bei Viva und MTV bekannt und ist derzeit als Ärztin in der ZDF-Reihe „Das Traumschiff“ zu sehen. Ulmen erfand und produzierte unter anderem die preisgekrönte Serie „Jerks“. Das Paar heiratete 2011. Vor wenigen Jahren zogen Fernandes und Ulmen gemeinsam nach Mallorca, kürzlich wurde die Ehe geschieden.

jho

Source: welt.de

ChristianCollien (Ehefrau)FernandesNewsteamUlmenVergewaltigung