„Viele nach sich ziehen Trump belächelt, dasjenige war ein Fehler“, beklagt Schauspieler Bob Odenkirk

Es sei ein Fehler gewesen, den heutigen US-Präsidenten Trump belächelt zu haben, erklärt Schauspieler Odenkirk in einem Interview. 2016 hatte er den Präsidentschaftswahlkampf noch selbst als „wunderbare Show“ bezeichnet.

Der US-Schauspieler Bob Odenkirk („Breaking Bad“, „Better Call Saul“) äußert sich kritisch über den Einfluss großer Konzerne und ihren Umgang mit Donald Trump. „Viele haben Trump belächelt, das war ein Fehler“, sagt Odenkirk im Interview mit dem ZeitMagazin Mann.

Dazu dürfte der Schauspieler auch selbst gezählt haben. In Trumps erstem Präsidentschaftswahlkampf 2016 hatte er auf die Frage der britischen Tageszeitung „The Guardian“, was ihn zum Lachen bringe, geantwortet: „Dummheit, idiotisches Verhalten, Leute betrügen. Ich meine, Trump ist einfach urkomisch. Zu sehen, wie er sein Ego so freudig und gleichzeitig so destruktiv zur Schau stellt, ist einfach nur verrückt, zum Totlachen.“

Zugleich hatte er schon damals vor dem Unternehmer und Reality-TV-Star gewarnt. „Wenn er gewählt wird, dann ist es nicht mehr lustig, dann ist es kein Witz mehr“, sagte Odenkirk einst. „Aber bis du gewählt bist, mach weiter mit der Show, für uns alle, bitte, wir amüsieren uns alle prächtig, du bist der absolute Knaller, mach weiter so, Donald Trump, schreib nichts auf, bereite nichts vor, improvisiere einfach, es ist eine wunderbare Show.“

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Gegenüber ZeitMagazin Mann zeigte er sich auch von den Chefs großer Techkonzerne desillusioniert. „Ich bin enttäuscht von Tim Cook und Jeff Bezos und all diesen Leuten“, erklärte Odenkirk. „Sie könnten helfen, die Gesellschaft zu gestalten.“ Stattdessen argumentierten viele Konzernchefs lediglich, sie seien dafür da, Geld für Aktionäre zu verdienen.

Odenkirk blickte auch auf seine Erfolgsserie „Better Call Saul“ zurück. Bei seiner Arbeit an dieser habe er sich an Hollywood-Legende Humphrey Bogart orientiert. Als er die Hauptrolle des Anwalts Saul Goodman übernahm, sei er zunächst sehr unsicher gewesen, sagt der 63-Jährige. „Ich bekam Zweifel und fragte mich: Wer will mich schon sehen?“

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Auf der Suche nach einem Vorbild habe er sich intensiv mit Bogart beschäftigt. „Ohne Bogart wüsste ich nicht, zu wem ich aufschauen sollte“, sagt Odenkirk. Der klassische Filmstar habe ihm gezeigt, dass ein Schauspieler auch ohne perfektes Aussehen und ohne eine klassische Heldenfigur zu sein, das Publikum erreichen könne. Bogarts Figuren hätten immer eine innere Spannung und Verletzlichkeit gehabt – etwas, das Odenkirk auch in seine eigenen Rollen einzubringen versuche.

doli

Source: welt.de

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