„Verstoß gegen Völkerrecht“Russland und China prangern Tötung von Chamenei an
01.03.2026, 13:47 Uhr
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Mit dem Tod Chameneis verliert Putin einen wichtigen Verbündeten. Aus Moskau schickt der Kremlchef eine unterstützende Nachricht an den iranischen Präsidenten – und Kritik an den Angreifern. Auch Peking verurteilt das US-israelische Vorgehen aufs Schärfste.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Tötung des iranischen Religionsführers Ali Chamenei als einen „zynischen Verstoß gegen alle Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts“ kritisiert. In einem vom Kreml veröffentlichten Schreiben bekundete er dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian sein Beileid. Der 86 Jahre alte Religionsführer war am Samstag bei einem israelischen Luftangriff getötet worden.
Chamenei werde in Russland als „herausragender Staatsmann“ in Erinnerung bleiben, der einen enormen persönlichen Beitrag für die freundschaftlichen russisch-iranischen Beziehungen geleistet und sie auf die Ebene einer umfassenden strategischen Partnerschaft gebracht habe. Putin bat darum, der Familie und Freunden Chameneis sowie der Regierung und dem iranischen Volk sein Beileid zu übermitteln und seine Unterstützung zuzusichern.
Moskau hatte bereits am Vortag Angriffe der USA und Israels auf Ziele im Iran verurteilt. Russland und der Iran arbeiten vor allem wegen der westlichen Sanktionen, die beide Länder belasten, eng zusammen. Teheran steht in der Kritik, weil es Moskau in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen Kiew unterstützt.
China lehnt Vorgehen ab
Auch in China hat die Tötung von Chamenei scharfe Kritik ausgelöst. Das Vorgehen verletze die Souveränität Irans in schwerwiegender Weise und missachte die Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, teilte das Außenministerium in Peking mit.
China lehne ein solches Vorgehen entschieden ab und verurteile es nachdrücklich, hieß es weiter. Peking rufe dazu auf, alle militärischen Handlungen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden und Frieden sowie Stabilität im Nahen Osten und in der Welt zu wahren.
Source: n-tv.de