Die Gewerkschaft ver.di hat für diese Woche bundesweit zu einer „Streikwoche“ bei der Autobahn GmbH aufgerufen. Betroffen sind demnach Autobahnmeistereien sowie Verkehrs- und Tunnelleitzentralen, darunter der Hamburger Elbtunnel.
Autofahrer müssen in dieser Woche in manchen Regionen Deutschlands mit Behinderungen rechnen. Grund ist eine „Streikwoche“ der Gewerkschaft ver.di in den laufenden Tarifverhandlungen bei der Autobahn GmbH des Bundes.
Die Gewerkschaft sprach von einem „inakzeptablen“ Verhandlungsstand in der Tarifrunde. Für heute sind daher in den Niederlassungen, den zehn Verwaltungszentralen der GmbH plus der Bundeszentrale, „Pausen-Aktionen“ von Beschäftigten geplant.
Bundesweite Verkehrseinschränkungen
Am Mittwoch sollen Autobahnmeistereien im gesamten Netz bestreikt werden, so dass laut ver.di Dienstleistungen entfallen, eingeschränkt oder verzögert sein können – etwa im Raum Göttingen, Braunschweig, Bremen und Hannover, im Raum München (Rosenheim, Siegsdorf) und Freiburg (Rottweil, Efringen-Kirchen), aber auch etwa in Nordrhein-Westfalen (Duisburg, Wünnenberg, Gelsenkirchen), Thüringen (rund um Erfurt) und Sachsen-Anhalt (Weißenfels).
Am Donnerstag ruft Verdi zum Arbeitskampf in wichtigen Tunnelleitzentralen auf, etwa die Tunnelanlagen Rennsteig, Hochwald, Alte Burg und Berg Bock (A 71). Hier werde es zu Einschränkungen durch Spursperrungen in beiden Richtungen kommen. Auch am Emstunnel (A 31) bei Leer in Niedersachsen würden Beschäftigte die Arbeit niederlegen.
Ab Freitag auch der Elbtunnel betroffen
Am Freitag sowie am Montag seien die Beschäftigten in der Leitzentrale des Elbtunnels in Hamburg zum Streik aufgerufen. Gesperrt werde je eine Fahrspur pro Richtung, so dass mit erheblichen Auswirkungen im Umfeld zu rechnen sei. Gestreikt wird dann auch in Nordrhein-Westfalen, etwa in der Verkehrszentrale Leverkusen.
In der laufenden Tarifrunde war es bereits zu Aktionen der Gewerkschaft gekommen. Ver.di fordert für die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr.
Source: tagesschau.de