Venezuela: Venezuela lässt führende Mitglieder dieser Opposition unbesetzt



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Trump kündigt Öllieferungen aus Venezuela an die USA an

US-Präsident Donald Trump greift in die venezolanische Ölindustrie ein. Das südamerikanische Land werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl an die USA liefern, kündigte der Präsident auf sozialen Netzwerken an. "Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird", schrieb er. Das Öl soll demnach mit Schiffen direkt in US-Häfen gebracht werden. Energieminister Chris Wright sei angewiesen, diesen Plan "sofort" umzusetzen, teilte Trump mit. 

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Bundesregierung meldet Zweifel an Legitimität des US-Angriffs an 

Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben bislang nicht davon überzeugt, dass der US-Angriff auf Venezuela völkerrechtlich legitimiert ist. Die US-Regierung habe "nicht überzeugend dargelegt, dass ihr Vorgehen völkerrechtskonform war", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius.

Zudem verwies Kornelius auf den UN-Sicherheitsrat, in dem es keinen Konsens über die Bewertung des US-Militärschlags gebe. Weiter sagte der Regierungssprecher, es bleibe aus rechtlicher Sicht schwierig, die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zu bewerten. 

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Die Bundesregierung hat sich bislang deutlich vorsichtiger als mehrere andere europäische Regierungen zum US-Angriff auf Venezuela positioniert. Mehrere Oppositionsparteien haben Kanzler Friedrich Merz zu einer deutlicheren Kritik an der US-Regierung aufgefordert.

Die USA hatten im UN-Sicherheitsrat argumentiert, Maduros Gefangennahme sei eine "chirurgische Strafverfolgungsmaßnahme" gegen einen "Drogenterroristen" gewesen. Maduro sei nicht das legitime Staatsoberhaupt Venezuelas. So verwiesen die USA darauf, dass mehr als 50 Länder Maduros Wahlsieg 2024 anzweifelten und ihn nicht als rechtmäßig gewählten Präsidenten Venezuelas anerkennen.

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USA wollen venezolanische Ölindustrie "auf unbestimmte Zeit" kontrollieren

Der US-amerikanische Energieminister Chris Wright hat angekündigt, dass die USA die Ölindustrie Venezuelas "auf unbestimmte Zeit" kontrollieren werden. Das berichtet die New York Times. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sagte Wright außerdem, dass er mit US-Ölkonzernen in Kontakt sei, um die Bedingungen für deren Eintritt in die venezolanische Ölindustrie zu besprechen. "Anstatt das Öl wie derzeit zu blockieren, werden wir es fließen lassen", sagte Wright. Man werde das Öl an Abnehmer in den USA und weltweit verkaufen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, dass Venezuela den USA 30 bis 50 Millionen Barrel Öl zum Marktpreis liefern werde. Ein Barrel Rohöl kostet derzeit etwa 60 US-Dollar. Das Geld aus dem Ölgeschäft werde von ihm als Präsident kontrolliert, "um sicherzustellen, dass es den Menschen in Venezuela und den Vereinigten Staaten zugutekommt", schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform.

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US-Regierung hebt Sanktionen gegen Venezuela selektiv auf

Die US-Regierung hebt selektiv gegen Venezuela erlassene Sanktionen auf, um den Verkauf von venezolanischem Öl auf dem Weltmarkt zu ermöglichen. Die Ölverkäufe sollten umgehend beginnen, hieß es in einer vom Energieministerium veröffentlichten Übersicht von Maßnahmen. 

Die Erlöse sollen demnach auf von den USA kontrollierte Konten bei "weltweit anerkannten Banken" fließen. Die Auszahlung an die US- und venezolanische Bevölkerung erfolge dann nach dem Ermessen der Regierung von US-Präsident Donald Trump.

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Verdächtiger Tanker soll Öl aus Venezuela und Iran verschifft haben

Der von den USA beschlagnahmte und unter russischer Flagge fahrende Tanker soll nicht nur Erdöl aus Venezuela, sondern auch aus dem Iran transportiert haben. Das schreibt US-Justizministerin Pam Bondi auf X. Wohin das Öl verschifft werden sollte, wird aus Bondis Mitteilung nicht deutlich.  

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Die USA hatten den ursprünglich als Bella 1 bekannten Tanker im Nordatlantik beschlagnahmt. Er soll zu "einem Netzwerk zur Umgehung von Sanktionen" gehören, das "für die Unterstützung ausländischer terroristischer Organisationen verantwortlich ist", schreibt die US-Justizministerin. 

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USA beanspruchen Kontrolle über Venezuelas Einnahmen

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Nach Aussage von US-Vizepräsident JD Vance kontrollieren die USA jetzt "Venezuelas Geldströme": 

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Venezuela dürfe das Öl nicht verkaufen, "wenn ihr Amerikas nationalem Interesse nicht dienen könnt", sagt Vance in einem Interview mit dem Sender Fox News weiter. Die Auszüge aus dem Interview wurden vor der offiziellen Ausstrahlung veröffentlicht.

US-Präsident Donald Trump teilt derweil auf seiner Plattform Truth Social mit, Venezuela habe zugestimmt, die Erlöse aus dem Verkauf seines Öls ausschließlich für den Kauf von Waren aus amerikanischer Produktion zu verwenden – etwa für Produkte aus der Landwirtschaft, Medikamente, medizinische Geräte sowie Ausrüstung zur Verbesserung des Stromnetzes und der Energieanlagen. 

Mehr zu den Ankündigungen der US-Regierung lesen Sie hier:

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Trump lädt Kolumbiens Staatschef Petro ein

US-Präsident Donald Trump hat einen versöhnlichen Ton gegenüber Kolumbien angeschlagen und den Präsidenten des Landes, Gustavo Petro, ins Weiße Haus eingeladen. Anfang der Woche hatte Trump dem Staatschef noch indirekt mit einem Militärschlag gedroht.

Er habe mit Petro ein freundliches Telefonat geführt, heißt es in einem Post Trumps auf seiner Online-Plattform. Es sei eine große Ehre gewesen, mit dem kolumbianischen Präsidenten zu sprechen. Petro habe ihn angerufen, um "die Drogensituation zu erklären und andere Differenzen, die wir gehabt haben". 

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Nach der Entmachtung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro hatte Trump zu Journalisten gesagt, er könne sich eine US-Intervention auch in Kolumbien vorstellen, weil das Land und sein Präsident "krank" seien.

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Delcy Rodríguez spricht sich für ausgeglichene Energiebeziehungen aus

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat mitgeteilt, ihr Land sei offen für Energiebeziehungen, von denen alle Seiten profitieren. Die US-Regierung hatte zuvor angekündigt, die Erdöleinnahmen von Venezuela kontrollieren zu wollen. Bei einem Treffen mit der Führung der Nationalversammlung des Landes sagte Rodríguez:

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Venezuelas Innenminister meldet 100 Tote bei US-Angriff vom Wochenende

Bei der Verschleppung von Nicolás Maduro durch US-Truppen sind nach Angaben des venezolanischen Innenministers, Diosdado Cabello, 100 Menschen getötet worden. Etwa genau so viele seien bei dem "schrecklichen Angriff" verletzt worden, sagte Cabello. Die Opferzahl könne noch weiter ansteigen. Unter den Getöteten seien auch Zivilisten

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Venezolanische Behörden hatten zuvor von 24 bei dem Einsatz getöteten Soldaten gesprochen. Kuba bestätigte zudem den Tod von 32 seiner in Venezuela eingesetzten Sicherheitskräfte. Sie waren unter anderem als Leibwächter für die Sicherheit Maduros verantwortlich. Die US-Regierung hat öffentlich keine Opferzahl genannt. US-Medien berichteten unter Berufung auf informierte Beamte von insgesamt schätzungsweise 75 Toten

Maduros Ehefrau Cilia Flores, die zusammen mit ihm festgenommen wurde, erlitt während des US-Angriffs laut Cabello eine Kopfverletzung. Maduro sei am Bein verletzt worden. 

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Die Ereignisse der Nacht im Überblick

Bei der Verschleppung von Nicolás Maduro durch US-Truppen sind nach Angaben des venezolanischen Innenministers, Diosdado Cabello, 100 Menschen getötet worden. Venezuela soll Einnahmen aus Ölgeschäften mit den USA laut US-Präsident Donald Trump ausschließlich in US-Produkte investieren. Interimspräsidentin Delcy Rodríguez teilte mit, ihr Land sei offen für Energiebeziehungen, von denen alle Seiten profitieren.
Lesen Sie mehr dazu in unserem Nacht-Überblick:

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SPD-Bundestagsfraktion wirft Trump-Regierung Missachtung des Völkerrechts vor

Die Bundesregierung hat sich bisher zurückhaltend zu den US-Angriffen auf Venezuela geäußert. Die SPD-Bundestagsfraktion wird jetzt deutlicher. "Die Trump-Administration missachtet mit dem Vorgehen in Venezuela das Völkerrecht", heißt es in einem Entwurf für die Jahresauftaktklausur der Fraktion, der der ZEIT vorliegt. Auch die "unverhohlenen Drohungen" gegenüber Grönland kritisiert die SPD.

Die ganze Meldung zur Kritik der SPD-Bundestagsfraktion lesen Sie hier:

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Donald Trump hält lange US-Kontrolle über Venezuela für denkbar

Die USA könnten nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump noch jahrelang die Kontrolle über Venezuela ausüben. In einem Interview mit der New York Times sagte Trump, dass nur die Zukunft zeigen werde, wie lange die USA über das südamerikanische Land bestimmen

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Venezuelas Regierung kündigt Freilassung von Häftlingen an

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Die venezolanische Führung hat die Freilassung einer großen Zahl venezolanischer und ausländischer Gefangener angekündigt. Laut Parlamentspräsident Jorge Rodríguez handelt es sich dabei um eine Geste "auf der Suche nach Frieden". Der Freilassungsprozess laufe bereits. Weitere Details – etwa um welche und wie viele Häftlinge es sich handelt – nannte Rodríguez, der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez, nicht.

Die venezolanische Opposition fordert bereits seit Langem die Entlassung politischer Gefangener. Die Menschenrechtsorganisation Foro Penal gibt deren Zahl mit rund 800 an. Viele waren bei den Protesten gegen die von Betrugsvorwürfen überschattete Wiederwahl des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro 2024 festgenommen worden.

"Wir wissen, dass einige Personen bereits auf dem Weg in die Freiheit sind, darunter Ausländer", schrieb Alfredo Romero, Leiter von Foro Penal, auf X. Man werde jede einzelne Freilassung überprüfen.

Bereits an Weihnachten und Neujahr hatte die venezolanische Regierung politische Häftlinge freigelassen. Damals teilte die Gefängnisverwaltung mit, dies sei ein Beitrag zu Frieden, Dialog und Gerechtigkeit.

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Senat votiert für Einschränkung von Trumps Militärbefugnissen in Venezuela

Eine Resolution, die US-Präsident Donald Trump bei weiteren militärischen Aktionen gegen Venezuela einschränken soll, hat im Senat eine erste Abstimmung erfolgreich bestanden. 52 Senatoren stimmten dafür, 47 dagegen. Unter den Befürwortern waren auch fünf Republikaner, die sich gemeinsam mit den Demokraten gegen Trumps Alleingang positionierten.

Die Initiative sieht vor, dass Präsident Trump für künftige Angriffe auf Venezuela die Zustimmung des Kongresses einholen muss. Für ein endgültiges Inkrafttreten ist jedoch eine weitere Abstimmung notwendig. Selbst bei einer Mehrheit im Repräsentantenhaus gilt es als unwahrscheinlich, dass die Resolution Gesetz wird, da dafür die Unterschrift des US-Präsidenten erforderlich wäre.

Zu den republikanischen Befürwortern zählten Rand Paul (Kentucky), Lisa Murkowski (Alaska), Josh Hawley (Missouri), Susan Collins (Maine) und Todd Young (Indiana). Der demokratische Senator Tim Kaine, Initiator der Abstimmung, sagte: "Es ist an der Zeit, dass der Kongress seine Kontrolle über Militäraktionen dieser Art geltend macht und mehr Transparenz schafft.“

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Venezuelas Regierung lässt laut Berichten auch Oppositionelle frei

Unter den Gefangenen, die die venezolanische Regierung freilässt, sind Medienberichten zufolge auch mehrere prominente Oppositionelle. Parlamentspräsident Jorge Rodríguez hatte zuvor die Freilassung einer großen Zahl venezolanischer und ausländischer Gefangener angekündigt, ohne nähere Details zu nennen. Wie die Zeitung El Nacional und andere lokale Medien berichteten, wurden etwa der Oppositionspolitiker Juan Pablo Guanipa und die Menschenrechtlerin Rocío San Miguel freigelassen. Die Freilassung San Miguels wurde auch aus spanischen Regierungskreisen bestätigt.

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Regierungschefs von Mexiko, Brasilien und Kanada sprechen über Venezuela

Die brasilianische Regierung hat sich mit Mexikos Präsidentin über die Lage in Venezuela ausgetauscht. In einem Telefonat hätten Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum sich darauf verständigt, dass beide Länder Interesse an einer Zusammenarbeit mit Venezuela "zugunsten von Frieden, Dialog und Stabilität" hätten, hieß es aus Brasilien.

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Lula hatte am Donnerstag bereits mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney über die Lage in Venezuela gesprochen. Carney ließ anschließend mitteilen, dass beide Gesprächspartner ihre Unterstützung für einen "friedlichen, verhandelten und von Venezuela geführten Übergangsprozess” bekräftigten.
Die Staats- und Regierungschefs betonten, dass alle Parteien "das Völkerrecht und den Grundsatz der Souveränität achten" müssten, hieß es in der Stellungnahme aus Kanada.

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Zwei Oppositionelle freigelassen

In der Nacht sind die Namen weiterer Gefangener bekannt geworden, die von der venezolanischen Regierung freigelassen worden sind. Die lokale Menschenrechtsgruppe Foro Penal und venezolanische Journalisten teilten Videos, die zeigen, wie zwei führende Mitglieder der politischen Opposition Venezuelas freikommen.
 
Aus dem Gefängnis entlassen wurde demnach der 62-jährige Politiker Enrique Márquez, der den Oppositionskandidaten Edmundo González als Sieger der Präsidentschaftswahlen 2024 unterstützt hatte. Außerdem kam den Berichten zufolge in der Nacht Biagio Pilieri frei, ein Oppositionsführer und Abgeordneter, der sich in der Vergangenheit kritisch gegenüber der Regierung geäußert hatte.

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Friedensnobelpreisträgerin Machado soll nach Washington kommen

US-Präsident Donald Trump hat einen Besuch ‌der venezolanischen Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado in Washington, D. C. in der kommenden Woche in Aussicht gestellt. "Soweit ich weiß, kommt sie irgendwann nächste Woche, und ich freue mich darauf, sie ‍zu begrüßen", sagte Trump ​dem konservativen US-Sender Fox News.

Zum Thema Wahlen in Venezuela ⁠sagte Trump, in Venezuela wisse man zurzeit nicht einmal, wie man Wahlen durchführen solle.

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Trump erwartet hohe Investitionen durch US-Ölkonzerne

US-Ölkonzerne werden nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump mindestens 100 Millionen US-Dollar in Venezuela investieren. Das sagte Trump dem konservativen US-Sender Fox News. Am Freitag soll Trump die Chefs von US-Ölfirmen treffen.

Bisher war davon ausgegangen worden, dass die Ölkonzerne wegen der unsicheren politischen Lage in Venezuela sowie dem großen Ölangebot auf dem Weltmarkt und den entsprechend niedrigen Preisen wenig Interesse an großen Investitionen in dem südamerikanischen Land haben könnten.

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Lesen Sie mehr dazu in unserem Nacht-Überblick:","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-08T04:38:53.000Z","dateModified":"2026-01-08T04:38:53.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Sophia Boddenberg"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/venezuela-ueberblick-tote-trump-petro","headline":"Venezuelas Regierung meldet 100 Tote, USA erheben Anspruch auf Ölgeld","description":"Bei der Verschleppung von Nicolás Maduro sollen 100 Menschen gestorben sein. Die USA verpflichten Venezuela, mit Ölerlösen US-Waren zu kaufen. 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Das sagte Trump dem konservativen US-Sender Fox News. Am Freitag soll Trump die Chefs von US-Ölfirmen treffen.Bisher war davon ausgegangen worden, dass die Ölkonzerne wegen der unsicheren politischen Lage in Venezuela sowie dem großen Ölangebot auf dem Weltmarkt und den entsprechend niedrigen Preisen wenig Interesse an großen Investitionen in dem südamerikanischen Land haben könnten.","video":[]}"}“>

Bastian Hartig

Trump erwartet hohe Investitionen durch US-Ölkonzerne

US-Ölkonzerne werden nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump mindestens 100 Millionen US-Dollar in Venezuela investieren. Das sagte Trump dem konservativen US-Sender Fox News. Am Freitag soll Trump die Chefs von US-Ölfirmen treffen.

Bisher war davon ausgegangen worden, dass die Ölkonzerne wegen der unsicheren politischen Lage in Venezuela sowie dem großen Ölangebot auf dem Weltmarkt und den entsprechend niedrigen Preisen wenig Interesse an großen Investitionen in dem südamerikanischen Land haben könnten.

Bastian Hartig

Friedensnobelpreisträgerin Machado soll nach Washington kommen

US-Präsident Donald Trump hat einen Besuch ‌der venezolanischen Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado in Washington, D. C. in der kommenden Woche in Aussicht gestellt. „Soweit ich weiß, kommt sie irgendwann nächste Woche, und ich freue mich darauf, sie ‍zu begrüßen“, sagte Trump ​dem konservativen US-Sender Fox News.

Zum Thema Wahlen in Venezuela ⁠sagte Trump, in Venezuela wisse man zurzeit nicht einmal, wie man Wahlen durchführen solle.

Julica Jungehülsing

Zwei Oppositionelle freigelassen

In der Nacht sind die Namen weiterer Gefangener bekannt geworden, die von der venezolanischen Regierung freigelassen worden sind. Die lokale Menschenrechtsgruppe Foro Penal und venezolanische Journalisten teilten Videos, die zeigen, wie zwei führende Mitglieder der politischen Opposition Venezuelas freikommen.
 
Aus dem Gefängnis entlassen wurde demnach der 62-jährige Politiker Enrique Márquez, der den Oppositionskandidaten Edmundo González als Sieger der Präsidentschaftswahlen 2024 unterstützt hatte. Außerdem kam den Berichten zufolge in der Nacht Biagio Pilieri frei, ein Oppositionsführer und Abgeordneter, der sich in der Vergangenheit kritisch gegenüber der Regierung geäußert hatte.

Julica Jungehülsing

Regierungschefs von Mexiko, Brasilien und Kanada sprechen über Venezuela

Die brasilianische Regierung hat sich mit Mexikos Präsidentin über die Lage in Venezuela ausgetauscht. In einem Telefonat hätten Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum sich darauf verständigt, dass beide Länder Interesse an einer Zusammenarbeit mit Venezuela „zugunsten von Frieden, Dialog und Stabilität“ hätten, hieß es aus Brasilien.
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva . Jorge Silva/Reuters
Lula hatte am Donnerstag bereits mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney über die Lage in Venezuela gesprochen. Carney ließ anschließend mitteilen, dass beide Gesprächspartner ihre Unterstützung für einen „friedlichen, verhandelten und von Venezuela geführten Übergangsprozess” bekräftigten.
Die Staats- und Regierungschefs betonten, dass alle Parteien „das Völkerrecht und den Grundsatz der Souveränität achten“ müssten, hieß es in der Stellungnahme aus Kanada.

Susanne Ködel

Venezuelas Regierung lässt laut Berichten auch Oppositionelle frei

Unter den Gefangenen, die die venezolanische Regierung freilässt, sind Medienberichten zufolge auch mehrere prominente Oppositionelle. Parlamentspräsident Jorge Rodríguez hatte zuvor die Freilassung einer großen Zahl venezolanischer und ausländischer Gefangener angekündigt, ohne nähere Details zu nennen. Wie die Zeitung El Nacional und andere lokale Medien berichteten, wurden etwa der Oppositionspolitiker Juan Pablo Guanipa und die Menschenrechtlerin Rocío San Miguel freigelassen. Die Freilassung San Miguels wurde auch aus spanischen Regierungskreisen bestätigt.

Eric Voigt

Senat votiert für Einschränkung von Trumps Militärbefugnissen in Venezuela

Eine Resolution, die US-Präsident Donald Trump bei weiteren militärischen Aktionen gegen Venezuela einschränken soll, hat im Senat eine erste Abstimmung erfolgreich bestanden. 52 Senatoren stimmten dafür, 47 dagegen. Unter den Befürwortern waren auch fünf Republikaner, die sich gemeinsam mit den Demokraten gegen Trumps Alleingang positionierten.

Die Initiative sieht vor, dass Präsident Trump für künftige Angriffe auf Venezuela die Zustimmung des Kongresses einholen muss. Für ein endgültiges Inkrafttreten ist jedoch eine weitere Abstimmung notwendig. Selbst bei einer Mehrheit im Repräsentantenhaus gilt es als unwahrscheinlich, dass die Resolution Gesetz wird, da dafür die Unterschrift des US-Präsidenten erforderlich wäre.

Zu den republikanischen Befürwortern zählten Rand Paul (Kentucky), Lisa Murkowski (Alaska), Josh Hawley (Missouri), Susan Collins (Maine) und Todd Young (Indiana). Der demokratische Senator Tim Kaine, Initiator der Abstimmung, sagte: „Es ist an der Zeit, dass der Kongress seine Kontrolle über Militäraktionen dieser Art geltend macht und mehr Transparenz schafft.“

Mathis Gann

Venezuelas Regierung kündigt Freilassung von Häftlingen an

Venezuelas Parlamentspräsident Jorge Rodríguez. Federico Parra/AFP/Getty Images
Die venezolanische Führung hat die Freilassung einer großen Zahl venezolanischer und ausländischer Gefangener angekündigt. Laut Parlamentspräsident Jorge Rodríguez handelt es sich dabei um eine Geste „auf der Suche nach Frieden“. Der Freilassungsprozess laufe bereits. Weitere Details – etwa um welche und wie viele Häftlinge es sich handelt – nannte Rodríguez, der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez, nicht.

Die venezolanische Opposition fordert bereits seit Langem die Entlassung politischer Gefangener. Die Menschenrechtsorganisation Foro Penal gibt deren Zahl mit rund 800 an. Viele waren bei den Protesten gegen die von Betrugsvorwürfen überschattete Wiederwahl des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro 2024 festgenommen worden.

„Wir wissen, dass einige Personen bereits auf dem Weg in die Freiheit sind, darunter Ausländer“, schrieb Alfredo Romero, Leiter von Foro Penal, auf X. Man werde jede einzelne Freilassung überprüfen.

Bereits an Weihnachten und Neujahr hatte die venezolanische Regierung politische Häftlinge freigelassen. Damals teilte die Gefängnisverwaltung mit, dies sei ein Beitrag zu Frieden, Dialog und Gerechtigkeit.

Hannah Prasuhn

Donald Trump hält lange US-Kontrolle über Venezuela für denkbar

Die USA könnten nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump noch jahrelang die Kontrolle über Venezuela ausüben. In einem Interview mit der New York Times sagte Trump, dass nur die Zukunft zeigen werde, wie lange die USA über das südamerikanische Land bestimmen
„Ich würde sagen, viel länger.“

Die Antwort von US-Präsident Donald Trump auf die Frage, ob die aktuelle Situation in Venezuela nach dem US-Angriff noch drei, sechs oder zwölf Monate andauern werde.

Yannick von Eisenhart Rothe

SPD-Bundestagsfraktion wirft Trump-Regierung Missachtung des Völkerrechts vor

Die Bundesregierung hat sich bisher zurückhaltend zu den US-Angriffen auf Venezuela geäußert. Die SPD-Bundestagsfraktion wird jetzt deutlicher. „Die Trump-Administration missachtet mit dem Vorgehen in Venezuela das Völkerrecht“, heißt es in einem Entwurf für die Jahresauftaktklausur der Fraktion, der der ZEIT vorliegt. Auch die „unverhohlenen Drohungen“ gegenüber Grönland kritisiert die SPD.

Die ganze Meldung zur Kritik der SPD-Bundestagsfraktion lesen Sie hier:

Sophia Boddenberg

Die Ereignisse der Nacht im Überblick

Bei der Verschleppung von Nicolás Maduro durch US-Truppen sind nach Angaben des venezolanischen Innenministers, Diosdado Cabello, 100 Menschen getötet worden. Venezuela soll Einnahmen aus Ölgeschäften mit den USA laut US-Präsident Donald Trump ausschließlich in US-Produkte investieren. Interimspräsidentin Delcy Rodríguez teilte mit, ihr Land sei offen für Energiebeziehungen, von denen alle Seiten profitieren.
Lesen Sie mehr dazu in unserem Nacht-Überblick:

Sophia Boddenberg

Venezuelas Innenminister meldet 100 Tote bei US-Angriff vom Wochenende

Bei der Verschleppung von Nicolás Maduro durch US-Truppen sind nach Angaben des venezolanischen Innenministers, Diosdado Cabello, 100 Menschen getötet worden. Etwa genau so viele seien bei dem „schrecklichen Angriff“ verletzt worden, sagte Cabello. Die Opferzahl könne noch weiter ansteigen. Unter den Getöteten seien auch Zivilisten
Venezuelas Innenminister Diosdado Cabello . Javier Campos/dpa
Venezolanische Behörden hatten zuvor von 24 bei dem Einsatz getöteten Soldaten gesprochen. Kuba bestätigte zudem den Tod von 32 seiner in Venezuela eingesetzten Sicherheitskräfte. Sie waren unter anderem als Leibwächter für die Sicherheit Maduros verantwortlich. Die US-Regierung hat öffentlich keine Opferzahl genannt. US-Medien berichteten unter Berufung auf informierte Beamte von insgesamt schätzungsweise 75 Toten

Maduros Ehefrau Cilia Flores, die zusammen mit ihm festgenommen wurde, erlitt während des US-Angriffs laut Cabello eine Kopfverletzung. Maduro sei am Bein verletzt worden. 

Sophia Boddenberg

Delcy Rodríguez spricht sich für ausgeglichene Energiebeziehungen aus

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat mitgeteilt, ihr Land sei offen für Energiebeziehungen, von denen alle Seiten profitieren. Die US-Regierung hatte zuvor angekündigt, die Erdöleinnahmen von Venezuela kontrollieren zu wollen. Bei einem Treffen mit der Führung der Nationalversammlung des Landes sagte Rodríguez:
„Venezuela ist offen für Energiebeziehungen, von denen alle Seiten profitieren.“

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez. Ariana Cubillos/AP

Vera Sprothen

Trump lädt Kolumbiens Staatschef Petro ein

US-Präsident Donald Trump hat einen versöhnlichen Ton gegenüber Kolumbien angeschlagen und den Präsidenten des Landes, Gustavo Petro, ins Weiße Haus eingeladen. Anfang der Woche hatte Trump dem Staatschef noch indirekt mit einem Militärschlag gedroht.

Er habe mit Petro ein freundliches Telefonat geführt, heißt es in einem Post Trumps auf seiner Online-Plattform. Es sei eine große Ehre gewesen, mit dem kolumbianischen Präsidenten zu sprechen. Petro habe ihn angerufen, um „die Drogensituation zu erklären und andere Differenzen, die wir gehabt haben“. 

„Ich wusste seinen Anruf und seinen Ton zu schätzen und freue mich darauf, ihn in naher Zukunft zu treffen.“

US-Präsident Donald Trump über den kolumbianischen Staatschef Gustavo Petro

Nach der Entmachtung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro hatte Trump zu Journalisten gesagt, er könne sich eine US-Intervention auch in Kolumbien vorstellen, weil das Land und sein Präsident „krank“ seien.

Vera Sprothen

USA beanspruchen Kontrolle über Venezuelas Einnahmen

US-Vizepräsident JD Vance. Jon Cherry/AP
Nach Aussage von US-Vizepräsident JD Vance kontrollieren die USA jetzt „Venezuelas Geldströme“: 
„Wir kontrollieren die Energieressourcen, und wir sagen dem Regime: Ihr dürft das Öl verkaufen, solange ihr Amerikas nationalem Interesse dient.“

US-Vizepräsident JD Vance

Venezuela dürfe das Öl nicht verkaufen, „wenn ihr Amerikas nationalem Interesse nicht dienen könnt„, sagt Vance in einem Interview mit dem Sender Fox News weiter. Die Auszüge aus dem Interview wurden vor der offiziellen Ausstrahlung veröffentlicht.

US-Präsident Donald Trump teilt derweil auf seiner Plattform Truth Social mit, Venezuela habe zugestimmt, die Erlöse aus dem Verkauf seines Öls ausschließlich für den Kauf von Waren aus amerikanischer Produktion zu verwenden – etwa für Produkte aus der Landwirtschaft, Medikamente, medizinische Geräte sowie Ausrüstung zur Verbesserung des Stromnetzes und der Energieanlagen. 

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Vera Sprothen

Verdächtiger Tanker soll Öl aus Venezuela und Iran verschifft haben

Der von den USA beschlagnahmte und unter russischer Flagge fahrende Tanker soll nicht nur Erdöl aus Venezuela, sondern auch aus dem Iran transportiert haben. Das schreibt US-Justizministerin Pam Bondi auf X. Wohin das Öl verschifft werden sollte, wird aus Bondis Mitteilung nicht deutlich.  
Der unter russischer Flagge fahrende Öltanker „Marinera“ (vormalig „Bella 1“) steht bereits seit Wochen im Visier der US-Behörden. Hakon Rimmereid/AFP/Getty Images
Die USA hatten den ursprünglich als Bella 1 bekannten Tanker im Nordatlantik beschlagnahmt. Er soll zu „einem Netzwerk zur Umgehung von Sanktionen“ gehören, das „für die Unterstützung ausländischer terroristischer Organisationen verantwortlich ist“, schreibt die US-Justizministerin. 

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