Nach der Entmachtung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die USA hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gesagt, der Linksnationalist habe „sein Land ins Verderben geführt“. Mit „unseligen Allianzen weltweit und durch die Verstrickung Venezuelas in das Drogengeschäft“ habe Maduro „eine problematische Rolle“ gespielt, sagte Merz. „Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir – wie viele andere Staaten auf der Welt – daher nicht anerkannt.“
Für die „komplexe“ rechtliche Einordnung des US-Militäreinsatz will sich Merz Zeit nehmen. Grundsätzlich müssten „im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten“, sagte Merz. In Venezuela dürfe nun keine politische Instabilität entstehen. Der CDU-Politiker forderte einen „geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung“.
In der Nacht zum Samstag hatte das US-Militär bei einem groß angelegten Angriff Ziele in Venezuela attackiert. Dabei nahmen die Einsatzkräfte Maduro und dessen Frau Cilia Flores gefangen. Das Paar befindet sich laut US-Präsident Donald Trump auf einem Kriegsschiff, welches nach New York fährt.
Dort sollen Maduro und Flores wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ vor Gericht gestellt werden. Bis auf Weiteres wollen die USA die Regierungsgeschäfte in Venezuela übernehmen, kündigte Trump während einer Pressekonferenz in seinem privaten Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida an.
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