Vance erläutert „rote Linien“ im Iran-Krieg – Teheran spricht von „übertriebenen Forderungen“

Nach den ergebnislosen Verhandlungen zwischen USA und Iran spricht der US-Vizepräsident dennoch von einem Vorankommen. US-Kriegsschiffe blockieren ab sofort die Straße von Hormus. Mehr im Liveticker.

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Am 28. Februar begannen die USA und Israel, den Iran anzugreifen. Führungsfiguren des Regimes in Teheran wurden ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nahmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockierten weitgehend die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Nach der Einigung auf eine Waffenruhe scheiterten am Wochenende die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

Das Wichtigste zur Seeblockade in Kürze:

  • Kriegsschiffe der USA blockieren ab sofort die Straße von Hormus.
  • US-Präsident Trump drohte mit Angriffen auf iranische Schnellboote: „Wenn sich eines dieser Schiffe unserer Blockade auch nur nähert, wird es sofort eliminiert“, erklärte er.
  • Der Iran warf den USA „Piraterie“ vor und drohte seinerseits mit Angriffen auf Häfen in der Region.
  • Trotz der vorerst gescheiterten Friedensgespräche und der begonnenen Blockade scheinen die Märkte auf eine baldige Einigung in Nahost zu setzen. Die Leitindizes der ostasiatischen Börsen sind mit deutlichen Kursgewinnen in den Handelstag gestartet.

06:18 Uhr – Teheran: US-Teilblockade der Straße von Hormus verletzt Souveränität des Iran

Die US-Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus stellt nach den Worten des iranischen Botschafters an die Vereinten Nationen eine „schwere Verletzung“ der „Souveränität und territorialen Integrität“ des Iran dar. Die „rechtswidrige“ Blockade sei außerdem „eine schwerwiegende Verletzung der grundlegenden Prinzipien des internationalen Seerechts“, schrieb Irans UN-Botschafter Amir Saeid Iravani in einem an UN-Generalsekretär António Guterres adressierten Brief, der der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

03:11 Uhr – Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht. „Übertriebene Forderungen“ und der „mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter“ hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

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02:01 Uhr – Vance: Haben in Iran-Gesprächen „große Fortschritte“ gemacht

Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach der Darstellung von US-Vizepräsident J.D. Vance zu echten Fortschritten geführt. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. „Wir haben große Fortschritte gemacht.“

Er fügte allerdings hinzu: „Wir haben tatsächlich sehr klargemacht, wo unsere roten Linien verlaufen“. Jetzt sei Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen – nämlich deren Atomprogramm. Die USA hatten den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Die Gespräche in Islamabad am Wochenende endeten jedoch ohne greifbares Ergebnis.

00:45 Uhr – Russland bietet Vermittlung an

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sieht es als wichtig an, eine ⁠Wiederaufnahme ​der ‌Kampfhandlungen im Nahen Osten zu verhindern. Dies sagt er seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araqchi in einem Telefonat, wie das russische Außenministerium mitteilt. ‌Lawrow ⁠bekräftigt zudem Russlands Bereitschaft, ​bei einer Lösung der ⁠Krise zu helfen. Diese habe keine militärische Lösung. Araqchi informiert ‌Lawrow ⁠den Angaben zufolge ‌über ​die ⁠am Wochenende ​gescheiterten amerikanisch-iranischen Gespräche in ‌Pakistan.

Montag, 13. April

23:45 Uhr – Trump droht mit Zerstörung iranischer Boote

US-Präsident Donald Trump hat nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen mit Teheran den Beginn einer Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus verkündet und mit Angriffen auf iranische Schnellboote gedroht. „Wenn sich eines dieser Schiffe unserer Blockade auch nur nähert, wird es sofort eliminiert“, erklärte Trump. Der Iran warf den USA „Piraterie“ vor und drohte seinerseits mit Angriffen auf Häfen in der Region. Zahlreiche Länder riefen zu weiteren Verhandlungen über ein Kriegsende auf.

23:03 Uhr – Israel bestellt italienischen Botschafter nach Kritik an israelischen Angriffen ein

Nach der Kritik von Italiens Außenminister Antonio Tajani an den israelischen Angriffen im Libanon hat Israel den italienischen Botschafter einbestellt. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus diplomatischen Kreisen in Rom. Tajani hatte in Beirut deutliche Kritik am Vorgehen der israelischen Armee geübt. Er sei in die libanesische Hauptstadt gereist, um „die Solidarität Italiens nach den inakzeptablen Angriffen Israels auf die Zivilbevölkerung“ zum Ausdruck zu bringen, erklärte Tajani im Onlinedienst X.

22:59 Uhr – USA fordern laut Berichten 20 Jahre keine Urananreicherung von Iran

Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal „Axios“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Uran-Anreicherung geben – ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.

21:28 Uhr – UN-Generalsekretär Guterres fordert freie Schifffahrt durch Straße von Hormus

UN-Generalsekretär António Guterres hat „alle Parteien“ im Iran-Krieg dazu aufgefordert, eine freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Im Einklang mit dem Völkerrecht müsse „die Freiheit der Schifffahrt auch in der Straße von Hormus“ respektiert werden, erklärte Guterres laut seinem Sprecher Stéphane Dujarric. Der UN-Generalsekretär forderte zudem ein Ende jeglicher Verstöße gegen den geltenden Waffenstillstand und eine Fortsetzung der Verhandlungen.

20:49 Uhr – Trump bestätigt Hormus-Blockade

US-Präsident Donald Trump hat den Beginn einer von den USA angekündigten Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus bestätigt. Er äußerte sich bei einem Auftritt im Oval Office.

19:36 Uhr – Iran will laut Trump „unbedingt“ ein Abkommen schließen

Der Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nach den gescheiterten Verhandlungen in Pakistan seine Bereitschaft für ein Friedensabkommen mit den USA bekundet. „Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden“, sagte Trump am Montag im Weißen Haus. „Sie möchten ein Abkommen schließen. Unbedingt, unbedingt.“ Weitere Angaben zu den iranischen Vertretern, die nach seiner Aussage die USA kontaktiert haben, machte er nicht.

18:30 Uhr – Mehr als 15 US-Kriegsschiffe könnten Einsatz unterstützen

Das „Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten, dass mehr als 15 US-Kriegsschiffe bereit seien, den Einsatz zu unterstützen. Laut Vertretern des Militärs hätten die USA einen Flugzeugträger, mehrere Lenkwaffenzerstörer, ein amphibisches Angriffsschiff sowie weitere Kriegsschiffe im Nahen Osten, schreibt die Zeitung.

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Einige der Schiffe seien dazu in der Lage, Handelsschiffe in bestimmte Gebiete zu eskortieren, um sie dort festzuhalten. Das Blatt zitiert einen ehemaligen hochrangigen Soldaten der US-Marine mit der Einschätzung, dass die Kriegsschiffe wahrscheinlich außerhalb der Straße von Hormus eingesetzt würden, um eine Bedrohung durch den Iran zu vermeiden.

dpa/AFP/Reuters/ceb/saha/mol/jmr/doli/jho/rct/säd

Source: welt.de

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