USA will Schiff abfangenStromnetz in Kuba wiederhergestellt – Schattentanker bringt Öl
23.03.2026, 07:58 Uhr
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Zweimal innerhalb weniger Tage bricht das kubanische Stromnetz wegen Donald Trumps Ölembargo zusammen. Nun hat die Regierung gute Nachrichten für die Bevölkerung. Havannah hofft derweil auf einen russischen Schattentanker, den die USA allerdings auch im Blick haben.
Nach dem zweiten landesweiten Stromausfall in Kuba binnen weniger Tage ist das Stromnetz nach Angaben der Regierung des Landes vollständig wiederhergestellt worden. „Dank der Bemühungen unserer Elektriker wurde das nationale Stromsystem wiederhergestellt“, erklärte Kubas Regierungschef Manuel Marrero Cruz am Sonntagabend (Ortszeit) im Onlinedienst X. Die Behörden warnten jedoch, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteigen werde.
Am Samstag hatte das Energieministerium eine „vollständige Abschaltung“ des nationalen Stromsystems gemeldet. Auslöser des Stromausfalls war nach Behördenangaben der Ausfall eines Kraftwerkblocks in einem der acht Wärmekraftwerke des Landes. Der Ausfall führte demnach zu einem Dominoeffekt.
Kubas veraltetes Stromerzeugungssystem ist in einem schlechten Zustand. Der Inselstaat hat zudem mit Lebensmittel- und Medikamentenknappheit zu kämpfen. Verschärft wird die Wirtschaftskrise durch das Ausbleiben der Öllieferungen aus Venezuela, zurückzuführen auf gezielte Einflussnahme von US-Präsident Donald Trump..
Trump hatte Venezuelas linksgerichteten Staatschef Nicolás Maduro bei einer US-Militärintervention Anfang Januar gefangennehmen und in die USA bringen lassen, wo er wegen Vorwürfen des Drogenhandels inhaftiert wurde. Seither bleiben die Öllieferungen des bisher mit Kuba verbündeten Venezuela aus, was schwere Folgen für die Bevölkerung des Inselstaats hat.
Trump drohte überdies anderen Staaten mit Repressalien, sollten diese Öl an Kuba liefern. Am vergangenen Montag drohte der US-Präsident zudem erneut mit einer Übernahme des kommunistisch regierten Kuba.
Der Website cubaheute zufolge, liegt die Hoffnung der Kubaner auf einem Schiff, das der russischen Schattenflotte angehören soll und Richtung Inselstaat unterwegs sei. Der Öltanker „Anatoly Kolodkin“ transportiere zwischen 700.000 und 730.000 Barrel russisches Rohöl. Es wäre demnach die erste größere Treibstofflieferung seit über drei Monaten. Zwei Schiffe der US-Küstenwache seien vor der Nordküste Kubas positioniert, um das Schiff abzufangen.
Source: n-tv.de