USA und Venezuela: Venezuela hält Militärübungen ab

Als Reaktion auf die zunehmenden Spannungen im Verhältnis mit den USA haben in Venezuela Militärmanöver stattgefunden. In den Bundesstaaten Sucre und Falcón wurden am Samstag in Küstennähe zahlreiche Übungen abgehalten. Das berichtete der venezolanische Sender VTV. Die Streitkräfte transportierten demnach militärische Ausrüstung in die Nähe der Küstenstadt Cape San Román, feuerten Kanonen ab und setzten Amphibienfahrzeuge ein.

Das Militär veranstaltete zudem eine probeweise Besetzung der unbewohnten Insel Patos nahe der Grenze zu Trinidad und Tobago. Dabei kamen Hubschrauber und Fallschirmjäger zum Einsatz. Die Militärübungen fielen mit einer von der Regierung angeordneten Übung zur Vorbereitung auf Naturkatastrophen zusammen.

Hintergrund sind Spannungen mit den USA: Die Trump-Regierung wirft Venezuelas linksnationalistischem Staatschef Nicolás Maduro vor, ein Drogenkartell anzuführen und die USA mit Rauschmitteln zu fluten. Vor rund einem Monat hatten die USA ihren Anti-Drogen-Einsatz in der
Karibik
ausgeweitet. US-Präsident Donald Trump entsandte Kriegsschiffe
in internationale Gewässer vor der Küste Venezuelas. Bei wiederholten
Angriffen auf mutmaßliche Drogenboote durch das US-Militär wurden
bislang mehr als ein Dutzend Menschen getötet.

Maduro bezeichnete seinerseits den US-Militäreinsatz als „die größte Bedrohung“ für Lateinamerika seit hundert Jahren. Zuvor hatte er bereits Reservisten, Milizionäre und junge Venezolaner zu Schießübungen in den Kasernen aufgerufen und Militärübungen für Zivilisten abgehalten.

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