USA und Iran verhandeln in Genf – US-Flugzeugträger verlässt Kreta Richtung Nahost

US-Präsident Donald Trump hat dem iranischen Regime ein Ultimatum gestellt. In Genf kommen nun Regierungsvertreter beider Staaten zusammen. Parallel erhöhen die USA den militärischen Druck.

Die Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran gehen in eine entscheidende Phase. Vertreter beider Staaten kamen am Donnerstag in Genf für eine dritte und wohl entscheidende Verhandlungsrunde zusammen. Die Gespräche unter Vermittlung des Golfstaats Oman wurden am frühen Nachmittag für eigene Beratungen der jeweiligen Delegationen unterbrochen. Sie sollten am Abend fortgesetzt werden.

Bei den Verhandlungen geht es vor allem um das iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Am Mittwoch übermittelte der Iran einen ersten Entwurf für ein neues Abkommen – Details des Entwurfs wurden nicht bekannt.

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Vor rund einer Woche setzte US-Präsident Donald Trump der Führung in Teheran ein Ultimatum bis Anfang März. „Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich“, sagte er. Im Raum steht, dass Trump zu einem militärischen Angriff auf die Führung in Teheran und ihren Machtapparat ausholt.

Oman vermittelt

Auch der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, ist in die Gespräche involviert. Bilder iranischer Medien zeigten ihn am Donnerstagmorgen bei einem Treffen mit Omans Außenminister Badr al-Bussaidi.

Al-Bussaidi traf sich vor den Gesprächen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff sowie Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Sie hätten „Perspektiven und Vorschläge der iranischen Seite“ und Antworten der US-Seite dazu besprochen, teilte das omanische Außenministerium mit. Al-Bussaidi sagte demnach, die Gesprächspartner seien „entschlossen“ und die Stimmung sei „konstruktiv“. Der Oman sei dabei „auf beispiellose Weise offen für neue und kreative Ideen und Lösungen“.

Über andere von den USA eingebrachte Themen will die Islamische Republik Iran nicht sprechen – darunter eine Begrenzung ihres Raketenarsenals oder ein Ende der Unterstützung militanter Gruppen wie der Hisbollah im Libanon.

US-Flugzeugträger verlässt Kreta – Weiterfahrt Richtung Nahost

Unterdessen ist der größte Flugzeugträger der US-Marine, die USS Gerald R. Ford, am Donnerstag aus der Souda-Bucht auf Kreta ausgelaufen. Nach Angaben aus Militärkreisen diente der Aufenthalt auf dem dortigen Marine- und Luftwaffenstützpunkt der Versorgung und logistischen Unterstützung des Schiffs.

Nach bisherigen Informationen griechischer Medien könnten der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe ihr mögliches Einsatzgebiet im Nahen Osten innerhalb von 24 Stunden erreichen. Noch ist unklar, ob der Verband im östlichen Mittelmeer verbleibt oder den Suezkanal passiert, um über das Rote Meer weiter in Richtung Golfregion zu fahren. Ebenso sei es möglich, dass die Einheiten in der Region Zypern und Israel bleiben, schätzten Militärexperten in Griechenland.

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Die Stationierung hatte angesichts wachsender Spannungen im Streit zwischen den USA und dem Iran über dessen Atom- und Raketenprogramm internationale Aufmerksamkeit erregt. Washington hatte seine militärische Präsenz in der Region zuletzt deutlich verstärkt, unter anderem mit dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln. Zudem befinden sich weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Kampfflugzeuge im erweiterten Einsatzgebiet.

dpa/nw

Source: welt.de

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