Nach Angaben des pakistanischen Außenministers Ishaq Dar sollen bald schon Gespräche zwischen dem Iran und den USA über den Krieg im Nahen Osten stattfinden. Pakistan
werde Gastgeberland der Gespräche sein, teilte Dar am Sonntag mit. Er machte zunächst keine Angaben dazu, ob es sich um ein
direktes oder ein indirektes Gesprächsformat handeln werde. Aus den USA und dem Iran lagen zunächst keine Stellungnahmen vor.
Pakistan freue sich sehr darüber, dass sowohl der Iran als auch die USA Vertrauen in die Rolle Pakistans
bei der Vermittlung der Gespräche geäußert hätten, die in den
„kommenden Tagen“ stattfinden würden, sagte Dar in einer
Fernsehansprache. Zuvor hatten sich mehrere Außenminister der Nahostregion
in Islamabad zu Gesprächen über den Konflikt getroffen.
Die Außenminister Saudi-Arabiens, der Türkei, Ägyptens und Pakistans berieten am Sonntag über Wege zur Beendigung des Irankrieges. Das
Treffen in Islamabad sei einberufen worden, „um die sich entwickelnde
Lage in der Region zu erörtern und Fragen von gemeinsamem Interesse zu
besprechen“, teilte das pakistanische Außenministerium mit. Im Irankrieg hat Pakistan zuletzt eine Vermittlerrolle zwischen dem Iran und den USA eingenommen. Es wird mit einem weiteren Treffen am Montag gerechnet.
Regionaler Rückhalt für Pakistans Bemühungen
Vor dem Vierertreffen empfing Pakistans
Außenminister Ishaq Dar seine jeweiligen Kollegen separat zu
bilateralen Gesprächen. Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty und sein
türkischer Kollege Hakan Fidan trafen zudem mit Pakistans
einflussreichem Armeechef Asim Munir zusammen. Vertreter der USA oder
Israels waren nicht zugegen, wie es aus Ministeriumskreisen hieß.
In Islamabad herrschten verschärfte
Sicherheitsvorkehrungen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Mehrere Straßen nahe wichtigen Regierungsgebäuden und
diplomatischen Vertretungen waren abgesperrt. Die Regierung in Islamabad
verfügt über gute Beziehungen zum Iran und zu den Golfstaaten sowie den USA.