Der Supreme Court wird die Zulassung der
gleichgeschlechtlichen Ehe in den USA nicht erneut verhandeln. Das Oberste
Gericht wies einen entsprechenden Einspruch der ehemaligen Standesbeamten Kim Davis zurück. Davis war 2015 bekannt geworden, weil sie sich weigerte,
gleichgeschlechtlichen Paaren Trauscheine auszustellen.
2015 wurden gleichgeschlechtliche Ehen durch den Supreme Court in den USA zugelassen. Davis hatte das Gericht nach einem Urteil gegen
sie eingeschaltet und forderte zugleich, dass die Entscheidung aus 2015
rückgängig gemacht wird.
Davis hatte gleichgeschlechtliche Paare mit der Begründung
abgewiesen, ihre religiöse Überzeugung verbiete es ihr, sich an die
Grundsatzentscheidung des Gerichts zu halten. Auch ignorierte sie eine
Richteranordnung, homosexuellen Paaren Heiratsurkunden auszustellen. Ein Paar,
dem sie die Heiratsurkunde verweigert hatte, verklagte Davis, die daraufhin zur
Zahlung von 360.000 Dollar (etwa 311.000 Euro) Schadenersatz plus Anwaltskosten
verurteilt wurde.
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