US-Präsident Trump hatte zuletzt schon angekündigt, wegen der gestiegenen Energiepreise Sanktionen lockern zu wollen. Nun erlaubt Washington 30 Tage lang den Kauf von russischem Öl, das sich bereits auf Schiffen befindet.
Die US-Regierung will dem stark gestiegenen Ölpreis entgegenwirken: Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, soll in den kommenden 30 Tagen der Kauf von russischem Öl, das sich auf See befindet, erlaubt werden. Dies sei ein Schritt zur Stabilisierung der globalen Energiemärkte, die durch den Iran-Krieg erschüttert wurden, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent.
In einer auf der Plattform X veröffentlichten Erklärung gab er an, die Maßnahme sei „eng begrenzt“ und „kurzfristig“ und werde der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen. „Der vorübergehende Anstieg der Ölpreise ist eine kurzfristige und vorübergehende Störung, die langfristig zu einem massiven Nutzen für unsere Nation und unsere Wirtschaft führen wird“, sagte Bessent und wiederholte damit die Worte von US-Präsident Donald Trump.
Maßnahme bis zum 11. April geplant
Die USA genehmigen demnach die Lieferung und den Verkauf von russischem Rohöl und Ölprodukten, die ab dem 12. März auf Schiffe verladen wurden. Die Genehmigung bleibt nach Angaben des Finanzministeriums bis zum 11. April um Mitternacht Washingtoner Zeit gültig. Bessent kündigte die Maßnahme wenige Stunden nach dem Anstieg der Ölpreise auf mehr als 100 Dollar pro Barrel an.
Trump hatte am Dienstag angesichts der gestiegenen Ölpreise im Iran-Krieg angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. Trump äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten – der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Source: tagesschau.de