USA dementieren Schiffstreffer: Mehrere US-Soldaten für Iran-Einsatz getötet oder zerschunden

USA dementieren SchiffstrefferMehrere US-Soldaten bei Iran-Einsatz getötet oder verletzt

01.03.2026, 17:38 Uhr

Artikel anhören(03:23 min)

Die Angriffe im Iran hinterlassen Spuren in der US-Armee. (Foto: AP)

Am ersten Tag der Beschüsse auf und durch den Iran heißt es, die Revolutionsgarden hätten die „USS Abraham Lincoln“ mit vier Raketen getroffen. Das US-Regionalkommando dementiert das nun. Es muss allerdings menschliche Verluste verzeichnen.

Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden. „Einige andere erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen – und befinden sich auf dem Weg zurück in den Dienst“, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Die umfangreichen Kampfhandlungen dauern weiter an.

Am gestrigen Samstag hatte das US-Militär mitgeteilt, dass bei Gegenangriffen des Irans keine Toten und Verletzten auf amerikanischer Seite verzeichnet worden seien. Zudem sei der Schaden an US-Einrichtungen minimal gewesen und habe keine Auswirkungen auf den Einsatz gehabt. Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen unter anderem US-Militärstützpunkte in der Golfregion ins Visier genommen, nachdem Israel und die USA das Land attackiert hatten.

Centcom teilte auch mit, dass die US-Streitkräfte bei dem Einsatz namens „Gewaltiger Zorn“ ein iranisches Kriegsschiff ins Visier genommen hätten. „Das Schiff sinkt derzeit an einem Pier in Tschahbahar auf den Grund des Golfes von Oman.“ Das Militär hatte angekündigt, Ziele priorisiert zu haben, „von denen eine unmittelbare Bedrohung ausging“. Unter anderem seien Kommando- und Kontrollzentren der Islamischen Revolutionsgarden, iranische Luftverteidigungsanlagen, Raketen- und Drohnenstartplätze sowie Militärflugplätze ins Visier genommen worden, hieß es.

„‚USS Abraham Lincoln‘ nicht getroffen“

Aus Washington kam derweil ein Dementi zu Angaben der Iraner. Das US-Verteidigungsministerium nannte Angaben der Revolutionsgarden unwahr, wonach der US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ bei einem Angriff getroffen worden sein soll. „Die ‚Lincoln‘ wurde nicht getroffen“, teilte Centcom nun mit. „Lüge“, erklärte es weiter. „Die abgeschossenen Raketen sind ihr nicht einmal nahe gekommen.“

Die Revolutionsgarden hatten zuvor mitgeteilt, den US-Flugzeugträger im Persischen Golf attackiert und getroffen zu haben. „Der US-Flugzeugträger ‚USS Abraham Lincoln‘ wurde von vier ballistischen Raketen getroffen“, teilten die Revolutionsgarden laut örtlichen Medien mit. „Land und Meer werden mehr und mehr zum Friedhof der terroristischen Aggressoren“, warnten sie demnach.

Die Revolutionsgarden hatten zuvor Vergeltung für die US-israelischen Angriffe angedroht und „die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran“ angekündigt.

Die US-Regierung hatte in den vergangenen Wochen parallel zu neuen Atomgesprächen mit Vertretern des Iran ihre Militärpräsenz in der Region massiv verstärkt und zwei Flugzeugträger sowie mehr als ein Dutzend Kriegsschiffe in die Region verlegt.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa/AFP

Source: n-tv.de