US-Zollpolitik: USA senken Zölle hinauf italienische Pasta

Die US-Regierung will auf die vorab angekündigte hohe Zölle auf Pasta aus Italien zu verzichten. Statt eines Zollsatzes von 91 Prozent, zusätzlich zu dem pauschalen Zoll von 15 Prozent auf italienische Waren bei der Einfuhr in die USA, sind für mehrere italienische Marken deutlich geringere Sätze fällig. Das gab das italienische Außenministerium bekannt. 

Für Pasta der Marke La Molisana wird der Aufschlag demnach auf 2,3 Prozent gesenkt. Für die Marke Garofalo liegt der Zollsatz demnach bei 14 Prozent, für weitere elf Produzenten bei 9,1 Prozent. Die reduzierten Zollsätze seien „ein Beweis dafür, dass die US-Behörden den tatsächlichen Willen unserer Unternehmen zur Zusammenarbeit anerkennen“, gab das Außenministerium in Rom bekannt. 

USA hatten Italien Dumpingpreise vorgeworfen

Für die italienischen Hersteller ist der US-Markt sehr bedeutend.
2024 setzten sie dort laut dem italienischen Landwirtschaftsverband
Coldiretti 671 Millionen Euro um, was 17 Prozent aller Pastaexporte
ausmacht. 

US-Präsident Donald Trump hatte den Pastazoll im September angekündigt. Seine Regierung warf Italien Preisdumping vor: Italienische Hersteller würden ihre Produkte in den USA unter Marktwert verkaufen. Mit Zöllen auf Importwaren will Trump US-Hersteller fördern. Allerdings tragen sie auch zur Inflation bei, was in den vergangenen Monaten die Beliebtheitswerte des Präsidenten sinken ließ. Eines der zentralen Wahlkampfversprechen Trumps war, Lebenshaltungskosten zu senken.

Der ursprünglich angekündigte Zollsatz von 91 Prozent sollte eigentlich bis 11. März gelten. Bis dahin sollte das US-Handelsministerium den Vorwurf näher untersuchen. Dies könnte nun offenbar überflüssig geworden sein. Ein Vertreter des Ministeriums sagte der Nachrichtenagentur Reuters, eine aktualisierte Analyse habe die ursprünglichen Vorwürfe teils ausgeräumt. Der Termin im März für die endgültige Entscheidung über die Zölle bestehe aber weiterhin.

Trump schiebt Zölle für Möbel um ein Jahr auf

Auch weitere Zölle haben die USA vorläufig, anders als erwartet, nicht eingeführt. So ließ Trump mitteilen, er habe an Silvester eine angepeilte Erhöhung von Zöllen auf Polstermöbel, Küchenschränke und Waschtische um ein Jahr verschoben. 

Der Zollsatz für bestimmte Produkte aus diesen Warenkategorien bleibe daher bei 25 Prozent. Ursprünglich waren Aufschläge von 30 bis 50 Prozent geplant. Die Zölle hätten vor allem Hersteller in Südostasien betroffen, wo viele Möbel im niedrigen Preissegment für den US-Markt hergestellt werden.

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