US-Präsident Trump ist der Auslandssender Voice of America ein Dorn im Auge, und er machte ihn praktisch dicht. Nun hat ein Richter angeordnet, dass die etwa 1.000 Mitarbeiter ihre Arbeit wieder aufnehmen.
Der US-Auslandssender Voice of America (VOA) soll nach einem Jahr Zwangspause wieder senden. Ein US-Bundesrichter hat die Wiederaufnahme des Betriebs angeordnet und damit der Regierung von Präsident Donald Trump eine Abfuhr erteilt.
Die für den US-Auslandssender zuständige Behörde USAGM solle bis nächste Woche einen Plan zur Wiederaufnahme der internationalen Sendungen vorlegen, und zudem müsse die Regierung die mehr als 1.000 Mitarbeiter des Senders zu ihrer Arbeit zurückkehren lassen, ordnete Richter Royce Lamberth an.
Richtet sich an Staaten mit eingeschränkter Pressefreiheit
Voice of America war 1942 als Gegengewicht zur Propaganda der Nationalsozialisten gegründet worden und hatte schließlich in fast 50 Sprachen Millionen Menschen erreicht.
Der Sender richtet sich primär an Staaten mit eingeschränkter Pressefreiheit. Voice of America ist als Auslandssender in etwa mit der Deutschen Welle vergleichbar.
Trump empfindet Voice of America und andere öffentlich finanzierte Sender als zu kritisch gegenüber seiner konservativen Politik. Er hatte im März 2025 erhebliche Kürzungen bei der Muttergesellschaft des Senders, United States Agency for Global Media (USAGM), angeordnet.
Infolge des Sparprogramms wurden 1.042 der 1.147 Vollzeitbeschäftigten der Behörde beurlaubt. Vor zehn Tagen hatte der Richter bereits geurteilt, dass die Ernennung von Kari Lake, einer ehemaligen TV-Moderatorin, zur Leiterin von USAGM unrechtmäßig war. Die von Lake beaufsichtigten Massenentlassungen bei VOA waren demnach ungültig.
Source: tagesschau.de