Vertreter der US-Regierung haben betont, dass es Präsident Donald Trump im Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer „perfekten Welt“ würden die USA es begrüßen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident JD Vance dem US-Sender Fox News. Trumps vorrangiges Ziel sei aber, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere.
In seiner ersten Videobotschaft zu den israelischen und US-Angriffen auf den Iran am Samstag hatte Trump die Iraner aufgerufen, die Führung des Landes in die Hand zu nehmen. „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung“, hatte der US-Präsident die 90 Millionen Menschen im Iran aufgefordert.
Zerstörung des Raketenprogramms im Fokus
US-Außenminister Marco Rubio legte nahe, dass es Unterschiede zwischen nachrangigen Wünschen der US-Regierung und konkreten Zielen ihres Einsatzes gebe. Zwar wünsche man sich eine neue Führung im Iran. Entscheidend sei aber, dass jedwede Regierung des Iran in einem Jahr nicht über Drohnen und ballistische Raketen verfüge. „Wir hoffen, dass das iranische Volk diese Regierung stürzen und eine neue Zukunft für dieses Land aufbauen kann“, sagte er.
Noch deutlicher formulierte es der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Iran-Briefing hochrangiger Vertreter der US-Regierung: „Das Ziel war nicht ein Regimewechsel.“ Vielmehr stünden die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms sowie der iranischen Marine im Fokus.
US-Präsident Donald Trump geht laut eigenen Aussagen davon aus, dass der Krieg mit dem Iran vermutlich noch bis zu vier Wochen dauert. Beim US-Militäreinsatz wurden bislang sechs US-Soldaten getötet. Bei Angriffen der USA und Israels auf den Iran sind mindestens 555 Menschen getötet worden.
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