Die rhetorische Gleichsetzung der US-amerikanischen Einwanderungsbehörde ICE mit der nationalsozialistischen Gestapo ist an sich nicht neu. In den USA kursiert sie bereits seit Monaten auf Anti-Trump-Demonstrationen. Doch in den vergangenen zwei Wochen gewann sie noch einmal an Bedeutung, da sie nun auch aus prominenten Mündern kommt.
So fragte am 13. Januar der konservative und eigentlich Trump-nahe Podcaster Joe Rogan mit Blick auf die brutalen ICE-Einsätze: „Wollen wir wirklich die Gestapo sein? (…) Ist es so weit gekommen?“ Robert Reich, von 1993 bis 1997 Arbeitsminister in der Regierung Bill Clintons, veröffentlichte am 16. Januar einen Text unter der Überschrift America’s Gestapo, in dem er bemerkte: ICE „wird Amerikas Gestapo. Das ist keine Übertreibung. Wir werden langsam zu Nazi-Deutschland.“ Der Musiker Bruce Springsteen kritisierte am 17. Januar auf einem Konzert in New Jersey wiederum die „Gestapo-Taktiken“ von ICE, während der Schriftsteller Stephen King am 23. Januar auf X postete: „ICE ist die amerikanische Gestapo.“