US-Einsatz in Venezuela: Zeitenwende pro Lateinamerika

Die völkerrechtswidrige US-Attacke auf Venezuela markiert für Lateinamerika eine geopolitische Zäsur. Erstmals seit Jahrzehnten greifen US-Truppen ein südamerikanisches Land an. Es trifft keine kleine Nation, sondern den Staat mit den größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt.

Zwar hatten die USA 1989 in Panama militärisch eingegriffen, doch die Tragweite des aktuellen Vorgehens ist ungleich größer. In Lateinamerika wird es als klares Signal verstanden: Die Regierung in Washington beansprucht das Recht, in ihrer vermeintlichen Einflusssphäre nach Belieben zu handeln – mit Rohstoffen als Motiv und bekannten Vorwänden wie Drogenbekämpfung oder Freiheitsrhetorik.

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