Kein US-Präsident vor Donald Trump hatte bisher eine solche
Macht über die globalen Energiemärkte. Dabei ist die jüngst erzwungene
Wiedereröffnung der venezolanischen Öl- und Gasvorkommen nur ein – wenn auch
langfristig bedeutender – Teil davon. Durch ihre militärische und wirtschaftliche Dominanz hat die US-Regierung de facto die Kontrolle über den
nach wie vor entscheidenden fossilen Brennstoffsektor von Alaska bis Feuerland
übernommen.
Den größten Teil stellt die Produktion im eigenen Land dar. Dank
des Frackings, einer von Umweltschützern kritisierten Fördermethode, sind die
USA über die vergangenen Jahrzehnte wieder der weltweit größte Rohölproduzent
geworden. Die tägliche Fördermenge erreicht knapp 14 Millionen Barrel Rohöl.
Zum Vergleich: Der zweitgrößte Produzent, Saudi-Arabien, pumpt derzeit etwa 9,5
Millionen Barrel pro Tag, die Nummer drei, Russland, knapp über neun Millionen.