US-Angriff aufwärts Venezuela: US-Präsident Trump stellt Subventionen zum Besten von Ölkonzerne in Aussicht



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Die USA seien aber vorbereitet auf eine "zweite Welle" gegen Venezuela. Diese würde "so viel größer" als die erste sein. Die US-Regierung habe viele Male bereits mit Rodríguez gesprochen und diese habe Verständnis gezeigt.

Zuvor hatte Trump auf einer Pressekonferenz gesagt, die USA würden "das Land führen", um einen demokratischen Übergang einzuleiten. Diese Aussage hatte Spekulationen über eine mögliche US-Besatzung Venezuelas ausgelöst. Auf die Nachfrage, ob US-Truppen vor Ort sein würden, um das Land zu verwalten, sagte Trump: Dies sei nicht geplant, sofern Rodríguez "das tut, was wir wollen". In diesem Fall sei eine Stationierung amerikanischer Soldaten nicht notwendig.

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Interimspräsidentin Rodríguez will nicht mit den USA zusammenarbeiten

Die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez will nicht mit den USA kooperieren. Damit widersprach sie Aussagen von US-Präsident Donald Trump, sie sei bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten. "Wir werden nie wieder eine Kolonie, egal von welchem Imperium“, sagte Rodríguez laut der venezolanischen staatlichen Zeitung Correo del Orinoco in einer Fernsehansprache. Sie stehe weiter fest hinter Nicolás Maduro als Präsidenten.

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Die wichtigsten Fakten über Delcy Rodríguez 

Nach ‌der Festsetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte rückt seine Stellvertreterin Delcy Rodríguez an die Spitze der Regierung. Der Oberste Gerichtshof ernannte sie gestern zur Interimspräsidentin. Doch wer ist diese Frau?
  • Rodríguez ist 56 Jahre alt. Sie wurde 1969 in Caracas geboren und ist die Tochter des linksgerichteten Guerillakämpfers Jorge Antonio Rodríguez, der in ⁠den 1970er-Jahren die revolutionäre Partei ​Liga Socialista gegründet hatte.
  • 2017 leitete sie ‌die regierungstreue verfassunggebende Versammlung, die Maduros Machtbefugnisse erweiterte. Das Parlament wurde damals entmachtet. Ein Jahr später ernannte Maduro Rodríguez zur Vizepräsidentin. Er beschrieb sie bei der Bekanntgabe ⁠als "Revolutionärin und ‍in tausend Schlachten erprobt".
  • Bisher war Rodríguez nicht nur Vizepräsidentin, sondern auch Finanz- und Ölministerin. Dadurch ist sie eine Schlüsselfigur in der venezolanischen Wirtschaftspolitik und hat großen Einfluss auf den geschwächten Privatsektor ​des Landes. Mit orthodoxen wirtschaftspolitischen Maßnahmen versucht sie, die Hyperinflation zu bekämpfen.
Mehr zur neuen venezolanischen Interimspräsidentin lesen Sie hier:

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Papst mahnt Souveränität Venezuelas an

Papst Leo XIV. hat sich besorgt über das Vorgehen der USA in Venezuela gezeigt. Der erste US-amerikanische Papst forderte, das Land solle unabhängig bleiben, die Menschenrechte müssten geachtet werden. Den Sturz von Machthaber Nicolás Maduro habe er mit einer "Seele voller Sorge" verfolgt. 

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Der Großteil der Bevölkerung in Venezuela ist katholisch. Zuletzt hatte Maduro auch die katholische Kirche im Land attackiert. So wurde einem Kardinal beispielsweise der Reisepass abgenommen, nachdem dieser im Vatikan über die schweren Menschenrechtsverletzungen in Venezuela berichtet und gefordert hatte, alle politischen Gefangenen freizulassen.

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Luftraumbeschränkung soll ab Mitternacht Ortszeit aufgehoben werden

Die USA haben angekündigt, dass der Luftraum über der Karibik ab Mitternacht Ortszeit (6 Uhr mitteleuropäischer Zeit) wieder geöffnet wird. Fluggesellschaften seien informiert und würden ihre Pläne entsprechend umstellen, teilte Verkehrsminister Sean Duffy auf X mit. Zuvor hatten die USA den Luftraum gesperrt. 

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UPDATE: The original restrictions around the Caribbean airspace are expiring at 12:00am ET and flights can resume.

Airlines are informed, and will update their schedules quickly. Please continue to work with your airline if your flight was affected by the restrictions. https://t.co/5Cv46Xnjy4

— Secretary Sean Duffy (@SecDuffy) January 4, 2026

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Rubio schließt weitere Angriffe auf Boote nicht aus

In einem Interview mit dem Sender NBC hat US-Außenminister Marco Rubio weitere Angriffe auf Boote in der Karibik und sogar eine Intervention in Kuba nicht ausgeschlossen. "Wir werden weiterhin auf Drogenboote zielen, falls sie versuchen, in Richtung der Vereinigten Staaten zu gelangen“, sagte Rubio. Soldaten seien aktuell nicht mehr in Venezuela, versicherte Rubio. Trump hatte gestern gesagt, man habe keine Angst davor, Soldaten in das Land zu schicken. 

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Auf die Frage, ob Kuba das nächste Ziel der US-Regierung sei, antwortete Rubio, dass die Regierung in Kuba in großen Schwierigkeiten stecke. Er nannte die kubanische Regierung "ein riesiges Problem" und wies darauf hin, dass es Kubaner waren, die Nicolás Maduro vor seiner Gefangennahme bewachten.  Er werde nicht über konkrete Schritte in der Zukunft sprechen, sagte Rubio, aber es sei kein Geheimnis, dass "wir keine großen Fans des Kuba-Regimes sind“. 

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Militär Venezuelas steht hinter Vizepräsidentin

Das venezolanische Militär hat sich hinter Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gestellt. Die Streitkräfte erkennen sie als vorübergehende Staatschefin an. Nach der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch die USA übernehme sie verfassungsgemäß die Führung des Landes, sagte Verteidigungsminister Wladimir Padrino.

Padrino bezeichnete den US-Einsatz als "feige Entführung“. Seine Landsleute rief er auf, "in den kommenden Tagen alle Aktivitäten wieder aufzunehmen, sei es in der Wirtschaft, im Arbeitsleben oder im Bildungswesen". Sie sollten Frieden und Ordnung wahren und nicht "Drohungen und der Angst nachgeben, die man uns aufzwingen will".

Rodríguez hatte in ihrer ersten Stellungnahme mitgeteilt, Maduro sei "der einzige Präsident Venezuelas". Von den USA forderte sie dessen Freilassung und erklärte zugleich, ihre Regierung werde Venezuela und seine "natürlichen Ressourcen verteidigen"

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Trump droht Venezuelas neuer Staatschefin Delcy Rodríguez

In einem Interview mit The Atlantic hat US-Präsident Donald Trump der neuen venezolanischen Staatschefin Delcy Rodríguez gedroht. Sollte sie "nicht das Richtige" tun, werde sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich sogar größer als der von Maduro, sagte Trump mit Anspielung auf die Entführung von Staatsoberhaupt Nicolás Maduro, der sich nun in Haft in New York befindet. In dem Gespräch habe er den Autoren zufolge deutlich gemacht, dass er eine Ablehnung der US-Intervention von Rodríguez nicht hinnehmen werde.

Venezuela werde vielleicht nicht das einzige Land bleiben, in dem die USA intervenieren. "Wir brauchen Grönland, auf jeden Fall“, zitierte das Magazin den US-Präsidenten. Zuvor war aus der US-Regierung zudem eine mögliche Intervention in Kuba angesprochen worden. 

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EU-Staaten dringen auf Selbstbestimmungsrecht der Venezolaner 

In einer gemeinsamen Erklärung fordern 26 der 27 EU-Mitgliedstaaten, den Willen der Menschen in Venezuela zu respektieren. Nur so könne die aktuelle Krise überwunden und Demokratie hergestellt werden. Das Papier wurde von EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas und allen EU-Staaten, mit Ausnahme von Ungarn, unterzeichnet.

Die EU-Länder teilen demnach die Einschätzung, dass internationaler Drogenhandel und organisiertes Verbrechen eine große Bedrohung für die Sicherheit darstellten. Sie forderten gleichzeitig alle Beteiligten, insbesondere die USA und Venezuela, dazu auf, eine Eskalation des Konflikts zu vermeiden. Die EU sei dazu in engem Kontakt mit der US-Regierung. 

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Oppositionspolitiker González sieht sich als Präsident der Venezolaner

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Der im Exil lebende venezolanische Oppositionspolitiker und ehemalige Präsidentschaftskandidat Edmundo González Urrutia hat sich erstmals zur Entmachtung von Staatschef Nicolás Maduro durch die USA geäußert. Die Geschehnisse seien "ein wichtiger Schritt, der aber nicht ausreicht", teilte er mit. Die politische Lage in Venezuela könne sich erst normalisieren, wenn politische Gefangene freigelassen würden und das Wahlergebnis von 2024 respektiert werde.

Er richte "als Präsident der Venezolaner" einen "ruhigen und klaren Appell an die nationalen Streitkräfte und Strafverfolgungsbehörden", sagte der Oppositionelle: 

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Der venezolanische Politiker war im Juli 2024 bei der Präsidentschaftswahl gegen Maduro angetreten. Die Opposition erklärte ihn mit 67 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger. Die regierungstreue Wahlbehörde rief hingegen Maduro mit 52 Prozent zum erneuten Wahlsieger aus, ohne dafür detaillierte Berechnungen vorzulegen. González floh daraufhin nach Spanien ins Exil.  

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Trump droht Kolumbien mit Militärschlag

US-Präsident Donald ​Trump kann sich nach dem Blitzangriff in Venezuela einen ähnlichen Militäreinsatz auch in Kolumbien vorstellen. Eine Militäroperation gegen die kolumbianische Regierung "hört sich für mich gut an", sagt Trump zu Journalisten an Bord seiner Präsidentenmaschine Air Force One.

Weiter sagte er in Anspielung auf den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro:

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Die Ereignisse der Nacht im Überblick

  • US-Vizepräsident JD Vance hat den US-Militäreinsatz in Venezuela mit dem Kokainhandel gerechtfertigt. Kokain, nicht Fentanyl, sei die wichtigste Droge, die aus Venezuela geschmuggelt werde. Die USA versuchten, lateinamerikanischen Kartellen diese Einnahmequelle zu schmälern. 
  • 26 der 27 EU-Staaten haben in einer gemeinsamen Erklärung mit der EU-Kommission darauf gepocht, dass "der Wille des Volkes" in Venezuela respektiert werden müsse. Ungarn enthielt sich.
  • Der im Exil lebende venezolanische Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia hat die Entmachtung von Nicolás Maduro als wichtigen Schritt bezeichnet, der aber nicht ausreiche. Er sieht sich selbst als "Präsident der Venezolaner".
  • Der Iran hat die US-Regierung vor ähnlichen Militärschlägen gewarnt. Banner in der iranischen Hauptstadt Teheran drohen den USA und Israel mit der Tötung ihrer Soldaten, sollten sie den Iran attackieren.
  • Die Unsicherheit um den Ölhandel in Venezuela belastet die Märkte. Die Ölpreise sind leicht gefallen.
  • US-Präsident Donald Trump hat vor Journalisten angedeutet, dass er sich einen ähnlichen Militärschlag auch in Kolumbien vorstellen kann.
  • Bei dem US-Militäreinsatz sind nach Angaben der kubanischen Regierung 32 kubanische Staatsbürger getötet worden.
  • China kritisiert, ohne die USA namentlich zu nennen, dass sich kein Land als "Weltpolizei" aufspielen dürfe.
  • Viele Republikaner und Konservative in den USA begrüßen das Vorgehen der Trump-Regierung in Venezuela. 
  • Die Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat sich zur Kooperation mit der US-Regierung bereit erklärt.
  • Trump hat seinen Willen bekräftigt, Grönland unter US-Kontrolle zu stellen.

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Außenminister Wadephul will US-Angriff nicht bewerten

Johann Wadephul will den US-Angriff auf Venezuela nach eigenen Worten völkerrechtlich nicht bewerten. Die USA müssten die internationale Rechtslage beachten und darlegen, auf welcher Grundlage der Angriff erfolgte, sagte der Außenminister im Deutschlandfunk. Doch die Gesamtlage sei "außerordentlich komplex".

So habe etwa Venezuelas Präsident Nicolás Maduro an der Spitze eines Unrechtsregimes gestanden und sei für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. Zugleich gebe es in der Region ein "starkes chinesisches, iranisches, auch russisches Engagement", gab Wadephul zu bedenken – und deutete Verständnis für die US-Intervention an: "Also geopolitisch haben wir auch ein Interesse, haben die USA ein Interesse, das zurückzudrängen."

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US-Angriff lässt Aktien von Rüstungskonzernen steigen

Die von den USA ausgelöste Eskalation führt bei deutschen Rüstungskonzernen zu steigenden Aktienkursen. Die Aktie von Rheinmetall stieg zum Wochenstart um knapp sieben Prozent, Hensoldt legte ebenso um sieben Prozent zu, Renk um knapp fünf Prozent. Der Dax stieg auf ein neues Rekordhoch. 

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Kolumbiens Präsident erteilt Schießbefehl für Fall eines Angriffs

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump als "illegitim" zurückgewiesen. Er werde sie genau prüfen, schrieb Petro auf X. Sollte gegen ihn selbst vorgegangen werden, warnte Petro vor schweren Folgen.

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Damit dürfte Petro den Zorn des Volkes meinen – der Jaguar, die größte Raubkatze Südamerikas, ist in den Regenwäldern des Landes beheimatet.

Zugleich rief der Staatschef die Sicherheitskräfte zur Loyalität auf. "Jeder Soldat in Kolumbien hat ab sofort einen Befehl: Jeder Kommandant der Sicherheitskräfte, der die Flagge der USA der Flagge Kolumbiens vorzieht, wird auf Befehl der Basis, der Truppe und mir sofort aus der Institution entlassen." Außerdem sagte er: "Der Befehl an die Sicherheitskräfte lautet, nicht auf das Volk zu schießen, sondern auf den Angreifer."

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Venezolanische Staatsanleihen steigen deutlich

Die Gefangennahme von Nicolás Maduro hat zu einem Kurssprung bei Venezuelas Staatsanleihen geführt. Der Wert der Anleihen stieg um rund 20 Prozent. Die Aktion des US-Militärs in Caracas am Wochenende nährt an ⁠den Finanzmärkten die Hoffnung auf ​eine umfassende Umschuldung.

Der Preis für die fast wertlosen venezolanischen Schuldscheine ist bereits seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar ⁠2025 gestiegen. Spekulanten setzten auf einen Machtwechsel und wetten darauf, dass eine neue Regierung ihre ​Schulden eher zurückzahlen wird.

Nach jahrelanger Wirtschaftskrise und US-Sanktionen, die das Land ‍von den internationalen Kapitalmärkten abschnitten, wurde Venezuela Ende 2017 zahlungsunfähig. Das Land konnte seine Schulden bei internationalen Investoren nicht ​mehr bedienen. Es stellte die Zinszahlungen für Staatsanleihen und für Anleihen des staatlichen Ölkonzerns PDVSA ein.

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Maduro und Flores in Gerichtsgebäude angekommen

Sicherheitskräfte haben Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores in ein New Yorker Gerichtsgebäude gebracht. US-Medien übertrugen live, wie die beiden gefesselt aus einem Helikopter geführt und anschließend in ein gepanzertes Fahrzeug gebracht wurden. In einer Kolonne von Einsatzfahrzeugen wurden die beiden dann zum Gerichtsgebäude in Manhattan gefahren. Um 18 Uhr deutscher Zeit soll in dem Gericht des Southern District eine Anhörung Maduros beginnen.

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Rund um das Gebäude in Manhattan gibt es zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Absperrungen säumen die Straßen über mehrere Blocks um den Haupteingang, während Polizisten zu Fuß und in Streifenwagen in der Umgebung patrouillieren. Im Gerichtsgebäude sichern Mitglieder des U.S. Marshals Service in taktischer Ausrüstung die Lobby.

Vor dem Gebäude warten Dutzende Menschen, darunter Reporter und Fotografen, um einen Platz im Gerichtssaal zu ergattern. Einige haben Zelte, Stühle und Handwärmer dabei, um die lange Wartezeit in der Kälte zu ertragen.

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Vom Gericht bestellter Anwalt vertritt Maduro

Gegen die Klage der US-Regierung an einem New Yorker Gericht wird der gestürzte venezolanische Machthaber Nicolás Maduro US-Medienberichten zufolge von einem langjährigen Strafverteidiger unterstützt. Es handele sich dabei um David Wikstrom, berichten die New York Times und eine CNN-Journalistin. Er sei vom Gericht bestellt worden.

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Venezuela will Helfer der US-Intervention aufspüren

Seit Samstag gilt in Venezuela der Ausnahmezustand. Das entsprechende Dekret ist nun veröffentlicht worden. Darin werde die venezolanische Polizei aufgerufen, "jeden festzunehmen, der an der Hilfe und Unterstützung des bewaffneten Angriffs beteiligt ist", berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Es werde zu einer "landesweiten Suche und Festnahme" der Beteiligten aufgerufen.

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Was von dem Gerichtstermin zu erwarten ist

Der entführte venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wird in New York vor Gericht erwartet. Vorgeworfen wird ihm unter anderem "Verschwörung zum Drogenterrorismus“. Teil des heutigen Gerichtstermins ist, dass Maduro die Vorwürfe vorgetragen werden. Dabei wird ihm die Möglichkeit eingeräumt, schuldig oder nicht schuldig zu plädieren.

Darüber hinaus wird der Richter sicherstellen, dass Maduro ein Anwalt zugewiesen wurde. Üblich ist es zudem, dass eine mögliche Kaution geprüft wird. In diesem Fall ist es jedoch höchst unwahrscheinlich, dass Maduro gegen eine Kaution auf freien Fuß kommen könnte. Zum Schluss wird der Richter einen Zeitplan für den Prozess vorlegen

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Maduro plädiert auf nicht schuldig

Der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat vor Gericht nicht schuldig plädiert. "Ich bin nicht schuldig. Ich bin ein anständiger Mann“, sagte der Venezolaner. Auf Spanisch sagte der von den USA in Caracas gefangen genommene Staatschef zudem, er sei "entführt“ worden.

Richter Hellerstein unterbrach Maduro daraufhin. Es werde "Zeit und Gelegenheit" geben, die Umstände genauer zu betrachten.

Der Richter fragte zudem nach dem Zeitpunkt der Festsetzung Maduros, worauf der Staatsanwalt antwortete, Maduro sei am 3. Januar um 11.30 Uhr in Gewahrsam genommen worden – ohne die Militäraktion der USA in Venezuela dabei zu erwähnen, bei der Maduro entführt wurde. Auch Maduros Ehefrau Cilia Flores, der die USA Kokainschmuggel vorwerfen, plädierte auf nicht schuldig.

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Die Ereignisse des Tages im Überblick 

  • Der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro und seine Frau, Cilia Flores, haben vor Gericht nicht schuldig plädiert. Der nächste Gerichtstermin wurde für den 17. März angesetzt.
  • UN-Sicherheitsrat berät über den US-Einsatz in Venezuela. UN-Vertreter zahlreicher Länder sowie UN-Generalsekretär António Guterres kritisierten das Vorgehen der USA. 
  • In Caracas ist heute die Nationalversammlung zum ersten Mal seit dem US-Angriff zusammengekommen. Die USA wurden dabei scharf kritisiert. Auch Maduros Sohn war anwesend.
  • Die Führung in Venezuela hat angekündigt, Helfer der USA aufspüren zu wollen
  • Wegen der Aussichten auf Zugriff auf die venezolanischen Ölreserven sind die Aktien von US-Energiekonzernen gestiegen. Auch venezolanische Staatsanleihen stiegen deutlich sowie die Preise für Gold und Silber. 
  • In Kuba wurde wegen in Venezuela getöteter Soldaten Staatstrauer ausgerufen. 
  • Die EU-Kommission hofft auf einen demokratischen Wandel in Venezuela. 
  • Die Schweiz hat mögliche Vermögenswerte Maduros eingefroren. 
  • Deutschland zeigt sich weiterhin bedeckt: Die Bundesregierung wolle den US-Einsatz noch nicht bewerten. 

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"Das ist unsere Hemisphäre"

Das US-Außenministerium hat ein Foto mit der Aufschrift "Das ist unsere Hemisphäre“ auf X gepostet. Unterlegt ist ein Bild von US-Präsident Donald Trump. Dieser werde nicht zulassen, dass die Sicherheit der USA bedroht werde, heißt es weiter. Der Beitrag unterstreicht das Selbstverständnis dieser US-Regierung, mit dem sie den Angriff auf Venezuela am Wochenende rechtfertigt. 

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Delcy Rodríguez als Interimspräsidentin vereidigt

Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez ist offiziell als Interimspräsidentin vereidigt worden. Bei der ersten Sitzung der Nationalversammlung seit dem US-Angriff am Wochenende gab sie vor ihrem Bruder in Caracas den Eid ab

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US-Regierung will sich laut Bericht mit Ölfirmen treffen

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet mit Verweis auf eine anonyme Quelle, dass sich Vertreter der Trump-Regierung Ende der Woche mit US-Ölkonzernen treffen wollen. Dabei soll es um die Frage gehen, wie die Ölproduktion in Venezuela gesteigert werden kann.

Die drei größten US-Ölkonzerne – ExxonMobil, ConocoPhillips und Chevron – haben laut mehreren Managern der Ölindustrie noch keine Gespräche mit der Regierung geführt. Das widerspricht der Aussage von US-Präsident Trump vom Wochenende, er habe bereits vor und nach Maduros Sturz Treffen mit "allen" US-Ölkonzernen abgehalten.

Laut Expertinnen dürfte es Milliarden kosten und Jahre dauern, die Ölproduktion in Venezuela effektiv neu aufzustellen.

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Bleibt das "System Maduro" in Venezuela bestehen?

In Venezuela ist die Bevölkerung nach dem US-Angriff zerrissen, schreibt mein Kollege Alexander Kauschanski. In der Luft hänge Ungewissheit über die Zukunft des Landes. Zwar ist Machthaber Nicolás Maduro in Gefangenschaft, aber seine Verbündeten sind noch in Venezuela. Und damit auch das autoritäre System, die politischen Gefangenen und die Misswirtschaft.

Viele Venezolaner sind geschockt und haben Angst vor der Ungewissheit, vor härteren Repressionen, neuen Festnahmen, einem weiteren Angriff oder Chaos.

Lesen Sie hier mehr über die Lage in Venezuela: 

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Tausende Demonstranten in Caracas fordern Maduros Freilassung 

Zwei Tage nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro durch die USA haben Tausende Anhänger des langjährigen Staatschefs dessen Freilassung gefordert. Die Demonstranten versammelten sich während der Vereidigung von Interimspräsidentin Delcy Rodríguez vor dem Parlament in der Hauptstadt Caracas, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Zu der Kundgebung hatte die Regierung aufgerufen.

Maduros Sohn, der Abgeordnete Nicolás Maduro Guerra, hielt eine Rede vor den Demonstranten. Er stehe mit seinem in New York inhaftierten Vater über einen "indirekten" Kommunikationskanal in Kontakt, sagte er. Mehr könne er nicht dazu sagen.

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Erdoğan warnt Trump vor Chaos in Venezuela

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat nach dem US-Angriff in Venezuela vor Chaos gewarnt. Er habe US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat gesagt, dass Venezuela nicht in politische Instabilität gestürzt werden dürfe, sagte Erdoğan in einer Fernsehansprache. Die Türkei dulde keine Aktionen, die die politische Legitimität oder das Völkerrecht verletzen. Solche Schritte seien riskant und könnten "zu ernsthaften Komplikationen auf globaler Ebene führen".

Die Türkei pflegt gute Beziehungen zu Venezuela. Der festgenommene Staatschef Nicolás Maduro war mehrfach in der Türkei. Erdoğan versicherte: "Die Türkei und das türkische Volk werden dem befreundeten venezolanischen Volk in seinem Kampf um Wohlstand, Frieden und Entwicklung weiterhin zur Seite stehen."

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US-Verteidigungsminister Hegseth spricht von 200 beteiligten amerikanischen Einsatzkräften

Bei dem US-Angriff auf Venezuela sind etwa 200 amerikanische Einsatzkräfte im Zentrum der Hauptstadt Caracas gewesen. Das sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Virginia. Hegseth sagte nicht, ob es sich dabei ausschließlich um Soldaten handelte. Früheren Angaben zufolge waren unter anderem das FBI und Eliteeinheiten der Streitkräfte an der Gefangennahme des Staatschefs Nicolás Maduro und dessen Ehefrau beteiligt.

Hegseth machte sich außerdem über die venezolanische Luftabwehr lustig. "Offenbar funktionieren die russischen Luftabwehrsysteme nicht so gut", sagte er mit Blick auf die Militärtechnik aus Russland und China, die die Luftabwehr Venezuelas nach eigenen Angaben nutzt. 

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US-Präsident Trump verheißt Ölfirmen Subventionen für Arbeit in Venezuela

US-Präsident Donald ​Trump stellt staatliche Beihilfen für Ölkonzerne in Aussicht. Damit sollen sie dabei unterstützt werden, ⁠die Energieinfrastruktur Venezuelas wieder aufzubauen. Ein solches Projekt könne in weniger als 18 Monaten abgeschlossen werden, sagte Trump in einem Interview ​mit dem Sender NBC. 

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Venezuelas Polizei fahndet nach Kollaborateuren

Nach der Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen in Venezuela sucht die venezolanische Polizei nach Kollaborateuren. Alle Polizeidienststellen auf Bundes-, Staats- und Gemeindeebene sollten nach Personen suchen, die den Angriff der Vereinigten Staaten unterstützten, hieß es in dem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Dekret zur Verkündung des Ausnahmezustands. 

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Republikanischer Senator Rand Paul kritisiert Vorgehen in Venezuela

Seltene Kritik aus den Reihen der Republikanischen Partei: Es gebe vermutlich ein Dutzend Staats- und Regierungschefs weltweit, von denen die USA behaupten könnten, dass sie gegen internationales Recht oder Menschenrechte verstießen, sagte der republikanische Senator Rand Paul am Montag (Ortszeit). "Und wir sind noch nie in das Land gegangen und haben sie da einfach herausgeholt."
Die US-Aktion schaffe also einen "sehr schlechten Präzedenzfall, und es ist verfassungswidrig", sagte der Republikaner aus Kentucky vor Reportern. 

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Berichte über Schüsse nahe Präsidentenpalast in Caracas

Offenbar ist es in der Nähe des venezolanischen Präsidentenpalastes Miraflores zu Schusswechseln gekommen. In im Internet veröffentlichten Videos waren Schüsse zu hören, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Auch die Nachrichtenagentur AFP meldet unter Berufung auf Augenzeugen Schusswechsel in Caracas.  

Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Auch die Hintergründe blieben zunächst unklar. In Venezuela gibt es eine Reihe bewaffneter Gruppen, darunter kriminelle Organisationen und der Regierung nahestehende Paramilitärs, die sogenannten Colectivos. In manchen Vierteln von Caracas kann es dadurch ab und an zu Schusswechseln kommen.

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US-Ölaktien gewinnen nach Angriff in Venezuela an Wert

Offenbar setzen Anleger auf einen möglichen Zugang zu den riesigen venezolanischen Ölreserven. Die Aktien ​mehrerer US-Ölkonzerne haben nach dem Militärschlag gegen Staatschef Nicolás Maduro jedenfalls zugelegt: Die Papiere von Chevron, ​dem einzigen großen US-Konzern, der derzeit noch in Venezuela tätig ist, stiegen ⁠um fünf Prozent. Die Aktien der Raffineriebetreiber Marathon Petroleum, Phillips 66 und Valero Energy legten zwischen drei und neun Prozent zu. Auch die Papiere der Öldienstleister Baker Hughes, Halliburton und SLB gewannen zwischen vier und ​neun Prozent. Der Ölpreis stieg um einen Dollar je Barrel.

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US-Senatsausschuss beklagt Ausschluss aus Venezuelasitzung

Führende Mitglieder des Justizausschusses im US-Senat haben sich über ihren Ausschluss von einer vertraulichen Sitzung zum Militäreinsatz in Venezuela beschwert. Dass der Justizausschuss ausgeschlossen wurde, sei inakzeptabel, kritisierten der republikanische Ausschussvorsitzende Chuck Grassley und der ranghöchste Demokrat im Gremium, Dick Durbin. Schließlich habe die US-Regierung angegeben, dass es sich beim Einsatz in Venezuela um eine Strafverfolgungsoperation unter Beteiligung des Justizministeriums gehandelt habe.

Das Briefing wurde von Außenminister Marco Rubio geleitet und war für die vier Spitzen im US-Kongress, die Vorsitzenden der Geheimdienstausschüsse in Repräsentantenhaus und Senat sowie Leiter verschiedener Ausschüsse für nationale Sicherheit vorgesehen. 

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Venezolanische Oppositionsführerin Machado hat seit Oktober nicht mit Trump gesprochen

Die venezolanische Oppositionelle und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat nach eigener Aussage seit Oktober 2025 nicht mehr mit US-Präsident Donald Trump gesprochen. Das sagte Machado in einem Programm des US-Senders Fox News.

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Trump lehnt zeitnahe Wahlen in Venezuela erneut ab

Nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump wird es in Venezuela in den nächsten 30 Tagen keine Neuwahl geben. "Wir müssen das Land zuerst wieder in Ordnung bringen. Man kann keine Wahlen abhalten", sagte er dem US-Sender NBC News.

Laut der venezolanischen Verfassung übernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des Präsidenten zunächst die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und setzt innerhalb von 30 Tagen eine Neuwahl an. Ob die neue Staatsführung die aktuelle Lage als eine solche dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist allerdings unklar.

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Die Demonstranten versammelten sich während der Vereidigung von Interimspräsidentin Delcy Rodríguez vor dem Parlament in der Hauptstadt Caracas, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Zu der Kundgebung hatte die Regierung aufgerufen. Maduros Sohn, der Abgeordnete Nicolás Maduro Guerra, hielt eine Rede vor den Demonstranten. Er stehe mit seinem in New York inhaftierten Vater über einen "indirekten" Kommunikationskanal in Kontakt, sagte er. 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Dabei soll es um die Frage gehen, wie die Ölproduktion in Venezuela gesteigert werden kann.Die drei größten US-Ölkonzerne – ExxonMobil, ConocoPhillips und Chevron – haben laut mehreren Managern der Ölindustrie noch keine Gespräche mit der Regierung geführt. Das widerspricht der Aussage von US-Präsident Trump vom Wochenende, er habe bereits vor und nach Maduros Sturz Treffen mit "allen" US-Ölkonzernen abgehalten.Laut Expertinnen dürfte es Milliarden kosten und Jahre dauern, die Ölproduktion in Venezuela effektiv neu aufzustellen.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-05T20:41:07.000Z","dateModified":"2026-01-05T23:07:14.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Leon Ginzel"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Bleibt das "System Maduro" in Venezuela bestehen?","articleBody":"Bleibt das "System Maduro" in Venezuela bestehen?In Venezuela ist die Bevölkerung nach dem US-Angriff zerrissen, schreibt mein Kollege Alexander Kauschanski. In der Luft hänge Ungewissheit über die Zukunft des Landes. Zwar ist Machthaber Nicolás Maduro in Gefangenschaft, aber seine Verbündeten sind noch in Venezuela. Und damit auch das autoritäre System, die politischen Gefangenen und die Misswirtschaft. 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Das sagte Machado in einem Programm des US-Senders Fox News.","video":[]}"}“>

Petrina Engelke

Venezolanische Oppositionsführerin Machado hat seit Oktober nicht mit Trump gesprochen

Die venezolanische Oppositionelle und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat nach eigener Aussage seit Oktober 2025 nicht mehr mit US-Präsident Donald Trump gesprochen. Das sagte Machado in einem Programm des US-Senders Fox News.

Simon Sales Prado

Trump lehnt zeitnahe Wahlen in Venezuela erneut ab

Nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump wird es in Venezuela in den nächsten 30 Tagen keine Neuwahl geben. „Wir müssen das Land zuerst wieder in Ordnung bringen. Man kann keine Wahlen abhalten“, sagte er dem US-Sender NBC News.

Laut der venezolanischen Verfassung übernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des Präsidenten zunächst die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und setzt innerhalb von 30 Tagen eine Neuwahl an. Ob die neue Staatsführung die aktuelle Lage als eine solche dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist allerdings unklar.

Simon Sales Prado

US-Senatsausschuss beklagt Ausschluss aus Venezuelasitzung

Führende Mitglieder des Justizausschusses im US-Senat haben sich über ihren Ausschluss von einer vertraulichen Sitzung zum Militäreinsatz in Venezuela beschwert. Dass der Justizausschuss ausgeschlossen wurde, sei inakzeptabel, kritisierten der republikanische Ausschussvorsitzende Chuck Grassley und der ranghöchste Demokrat im Gremium, Dick Durbin. Schließlich habe die US-Regierung angegeben, dass es sich beim Einsatz in Venezuela um eine Strafverfolgungsoperation unter Beteiligung des Justizministeriums gehandelt habe.

Das Briefing wurde von Außenminister Marco Rubio geleitet und war für die vier Spitzen im US-Kongress, die Vorsitzenden der Geheimdienstausschüsse in Repräsentantenhaus und Senat sowie Leiter verschiedener Ausschüsse für nationale Sicherheit vorgesehen. 

Simon Sales Prado

US-Ölaktien gewinnen nach Angriff in Venezuela an Wert

Offenbar setzen Anleger auf einen möglichen Zugang zu den riesigen venezolanischen Ölreserven. Die Aktien ​mehrerer US-Ölkonzerne haben nach dem Militärschlag gegen Staatschef Nicolás Maduro jedenfalls zugelegt: Die Papiere von Chevron, ​dem einzigen großen US-Konzern, der derzeit noch in Venezuela tätig ist, stiegen ⁠um fünf Prozent. Die Aktien der Raffineriebetreiber Marathon Petroleum, Phillips 66 und Valero Energy legten zwischen drei und neun Prozent zu. Auch die Papiere der Öldienstleister Baker Hughes, Halliburton und SLB gewannen zwischen vier und ​neun Prozent. Der Ölpreis stieg um einen Dollar je Barrel.

Simon Sales Prado

Berichte über Schüsse nahe Präsidentenpalast in Caracas

Offenbar ist es in der Nähe des venezolanischen Präsidentenpalastes Miraflores zu Schusswechseln gekommen. In im Internet veröffentlichten Videos waren Schüsse zu hören, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Auch die Nachrichtenagentur AFP meldet unter Berufung auf Augenzeugen Schusswechsel in Caracas.  

Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Auch die Hintergründe blieben zunächst unklar. In Venezuela gibt es eine Reihe bewaffneter Gruppen, darunter kriminelle Organisationen und der Regierung nahestehende Paramilitärs, die sogenannten Colectivos. In manchen Vierteln von Caracas kann es dadurch ab und an zu Schusswechseln kommen.

Petrina Engelke

Republikanischer Senator Rand Paul kritisiert Vorgehen in Venezuela

Seltene Kritik aus den Reihen der Republikanischen Partei: Es gebe vermutlich ein Dutzend Staats- und Regierungschefs weltweit, von denen die USA behaupten könnten, dass sie gegen internationales Recht oder Menschenrechte verstießen, sagte der republikanische Senator Rand Paul am Montag (Ortszeit). „Und wir sind noch nie in das Land gegangen und haben sie da einfach herausgeholt.
Die US-Aktion schaffe also einen „sehr schlechten Präzedenzfall, und es ist verfassungswidrig“, sagte der Republikaner aus Kentucky vor Reportern. 
„Man kann unmöglich behaupten, dass die Bombardierung einer Hauptstadt und die Absetzung des Präsidenten eines fremden Landes keine Kriegshandlung ist.“

Petrina Engelke

Venezuelas Polizei fahndet nach Kollaborateuren

Nach der Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen in Venezuela sucht die venezolanische Polizei nach Kollaborateuren. Alle Polizeidienststellen auf Bundes-, Staats- und Gemeindeebene sollten nach Personen suchen, die den Angriff der Vereinigten Staaten unterstützten, hieß es in dem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Dekret zur Verkündung des Ausnahmezustands. 

Petrina Engelke

US-Präsident Trump verheißt Ölfirmen Subventionen für Arbeit in Venezuela

US-Präsident Donald ​Trump stellt staatliche Beihilfen für Ölkonzerne in Aussicht. Damit sollen sie dabei unterstützt werden, ⁠die Energieinfrastruktur Venezuelas wieder aufzubauen. Ein solches Projekt könne in weniger als 18 Monaten abgeschlossen werden, sagte Trump in einem Interview ​mit dem Sender NBC. 

Hannah Prasuhn

US-Verteidigungsminister Hegseth spricht von 200 beteiligten amerikanischen Einsatzkräften

Bei dem US-Angriff auf Venezuela sind etwa 200 amerikanische Einsatzkräfte im Zentrum der Hauptstadt Caracas gewesen. Das sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Virginia. Hegseth sagte nicht, ob es sich dabei ausschließlich um Soldaten handelte. Früheren Angaben zufolge waren unter anderem das FBI und Eliteeinheiten der Streitkräfte an der Gefangennahme des Staatschefs Nicolás Maduro und dessen Ehefrau beteiligt.

Hegseth machte sich außerdem über die venezolanische Luftabwehr lustig. „Offenbar funktionieren die russischen Luftabwehrsysteme nicht so gut“, sagte er mit Blick auf die Militärtechnik aus Russland und China, die die Luftabwehr Venezuelas nach eigenen Angaben nutzt. 

Leon Ginzel

Erdoğan warnt Trump vor Chaos in Venezuela

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat nach dem US-Angriff in Venezuela vor Chaos gewarnt. Er habe US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat gesagt, dass Venezuela nicht in politische Instabilität gestürzt werden dürfe, sagte Erdoğan in einer Fernsehansprache. Die Türkei dulde keine Aktionen, die die politische Legitimität oder das Völkerrecht verletzen. Solche Schritte seien riskant und könnten „zu ernsthaften Komplikationen auf globaler Ebene führen“.

Die Türkei pflegt gute Beziehungen zu Venezuela. Der festgenommene Staatschef Nicolás Maduro war mehrfach in der Türkei. Erdoğan versicherte: „Die Türkei und das türkische Volk werden dem befreundeten venezolanischen Volk in seinem Kampf um Wohlstand, Frieden und Entwicklung weiterhin zur Seite stehen.“

Leon Ginzel

Tausende Demonstranten in Caracas fordern Maduros Freilassung 

Zwei Tage nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro durch die USA haben Tausende Anhänger des langjährigen Staatschefs dessen Freilassung gefordert. Die Demonstranten versammelten sich während der Vereidigung von Interimspräsidentin Delcy Rodríguez vor dem Parlament in der Hauptstadt Caracas, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Zu der Kundgebung hatte die Regierung aufgerufen.

Maduros Sohn, der Abgeordnete Nicolás Maduro Guerra, hielt eine Rede vor den Demonstranten. Er stehe mit seinem in New York inhaftierten Vater über einen „indirekten“ Kommunikationskanal in Kontakt, sagte er. Mehr könne er nicht dazu sagen.

Leon Ginzel

US-Regierung will sich laut Bericht mit Ölfirmen treffen

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet mit Verweis auf eine anonyme Quelle, dass sich Vertreter der Trump-Regierung Ende der Woche mit US-Ölkonzernen treffen wollen. Dabei soll es um die Frage gehen, wie die Ölproduktion in Venezuela gesteigert werden kann.

Die drei größten US-Ölkonzerne – ExxonMobil, ConocoPhillips und Chevron – haben laut mehreren Managern der Ölindustrie noch keine Gespräche mit der Regierung geführt. Das widerspricht der Aussage von US-Präsident Trump vom Wochenende, er habe bereits vor und nach Maduros Sturz Treffen mit „allen“ US-Ölkonzernen abgehalten.

Laut Expertinnen dürfte es Milliarden kosten und Jahre dauern, die Ölproduktion in Venezuela effektiv neu aufzustellen.

Hannah Prasuhn

Bleibt das „System Maduro“ in Venezuela bestehen?

In Venezuela ist die Bevölkerung nach dem US-Angriff zerrissen, schreibt mein Kollege Alexander Kauschanski. In der Luft hänge Ungewissheit über die Zukunft des Landes. Zwar ist Machthaber Nicolás Maduro in Gefangenschaft, aber seine Verbündeten sind noch in Venezuela. Und damit auch das autoritäre System, die politischen Gefangenen und die Misswirtschaft.

Viele Venezolaner sind geschockt und haben Angst vor der Ungewissheit, vor härteren Repressionen, neuen Festnahmen, einem weiteren Angriff oder Chaos.

Lesen Sie hier mehr über die Lage in Venezuela: 

David Rech

Delcy Rodríguez als Interimspräsidentin vereidigt

Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez ist offiziell als Interimspräsidentin vereidigt worden. Bei der ersten Sitzung der Nationalversammlung seit dem US-Angriff am Wochenende gab sie vor ihrem Bruder in Caracas den Eid ab
Interimspräsidentin Delcy Rodríguez und ihr Bruder Jorge Rodríguez in Caracas. Jesus Vargas/Getty Images

David Rech

„Das ist unsere Hemisphäre“

Das US-Außenministerium hat ein Foto mit der Aufschrift „Das ist unsere Hemisphäre“ auf X gepostet. Unterlegt ist ein Bild von US-Präsident Donald Trump. Dieser werde nicht zulassen, dass die Sicherheit der USA bedroht werde, heißt es weiter. Der Beitrag unterstreicht das Selbstverständnis dieser US-Regierung, mit dem sie den Angriff auf Venezuela am Wochenende rechtfertigt. 

AbgeordneteAktienAlexanderAllenArbeitAuslandAußenministeriumBakerBevölkerungBeziehungenBildCaracasChevronChinaDickDollarDonalddpaDreiEndeEntwicklungExplosionenFBIFestnahmenFoxFriedenHegsethHörenInternetInterviewIranKongressKostenKritikLuftMachadoMaduroMANMarathonMarcoMenschenrechteMilitärNewsNotÖlÖlindustrieÖltankerOppositionelleParlamentPaulPersonenPetePete HegsethPolizeiRandRecep TayyipRechtRegierungRubioRusslandSenatSicherheitSoftwareSoldatenSubventionenSuchtTrumpTürkeiTwitterUNUN-SicherheitsratUSUSAVenezuelaVerteidigungsministerVerwandteVirginiaWahlenWillXZeitZukunft