Unüblicher VorgangTrumps Unterschrift soll auf Dollarscheine gedruckt werden
27.03.2026, 05:15 Uhr
Der US-Präsident ist bestrebt, seinen Namen an möglichst vielen Stellen zu verewigen. Auch auf einer Sache, die er besonders mag: Geld. Anlässlich des 250. Geburtstags der USA sollen Dollarnoten gedruckt werden, die Trumps Signatur tragen.
Auf US-Banknoten wird in Zukunft die Unterschrift von US-Präsident Donald Trump zu sehen sein. „Es gibt keinen eindrucksvolleren Weg, die historischen Errungenschaften unseres großartigen Landes und von Präsident Donald J. Trump zu würdigen, als US-Dollar-Scheine, die seinen Namen tragen“, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent. Der Schritt stellt ein Novum für einen amtierenden US-Präsidenten dar.
Traditionell tragen Dollarscheine die Unterschriften des Schatzmeisters der USA und des Finanzministers. Die neuen Scheine soll jedoch neben Bessents auch Trumps Unterschrift zieren. Der US-Finanzminister begründete den Schritt mit Trumps Bilanz als Präsident: „Unter der Führung von Präsident Trump befinden wir uns auf einem Weg zu beispiellosem Wirtschaftswachstum, dauerhafter Dollar-Dominanz sowie fiskalischer Stärke und Stabilität“, erklärte er. Die Banknoten sollen anlässlich der diesjährigen Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA in Umlauf gebracht werden.
Der beispiellose Schritt ist Trumps jüngster Versuch, langjährige Gepflogenheiten zu umgehen und der US-Währung seinen Stempel aufzudrücken. In der vergangenen Woche hatte die Kommission für Schöne Künste die Herstellung einer 24-Karat-Goldmünze mit Trumps Konterfei gebilligt. Der Verkaufspreis der Münze ist bisher nicht bekannt. Ähnliche Gedenkmünzen der US-Prägeanstalt wurden in der Vergangenheit für mehr als 1000 Dollar verkauft. Daneben sind laut US-Schatzmeister Brandon Beach zwei weitere Trump-Münzen geplant: Eine Ein-Dollar-Münze sowie eine Goldmünze von einer Unze.
Der Trump-Tower war erst der Anfang
Auch mit anderen Projekten will Trump seinen Namen verweigern. Neben Immobilien wie dem Trump Tower in New York oder den Trump Golfplätzen weltweit hat der US-Präsident in seiner zweiten Amtszeit etwa die Trump Gold Card – eine Art Visum, das es bei Zahlung von fünf Millionen Dollar gibt – angekündigt. Über die Regierungswebseite „TrumpR“sollten Amerikaner günstiger an Medikamente gelangen.
Kürzlich hatte Trump zudem unter öffentlichem Protest das renommierte Kennedy Center in der US-Hauptstadt Washington in „Trump Kennedy Center“ umbenannt. Medienberichten zufolge war auch im Gespräch, die Penn Station in New York sowie den Hauptstadtflughafen Dulles in Virginia nach Trump zu benennen.
Source: n-tv.de