US-Präsident Donald Trump hat den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat als entscheidend für die nationale Sicherheit und die Lebensmittelsicherheit der USA eingestuft. Er unterschrieb eine Verordnung – eine sogenannte Executive Order –, die dem Mittel einen besonderen Status verleiht und vorgibt, dass eine ausreichende Produktion innerhalb der USA sichergestellt werden muss.
Bislang gebe es nur einen Produzenten glyphosathaltiger Unkrautvernichtungsmittel in den USA, heißt es in Trumps Verordnung – gemeint ist Monsanto, die US-Tochter des deutschen Agrarchemie-Konzerns Bayer. Damit seien die Verteidigungsindustrie der USA und die Ernährungssicherheit gefährdet, schrieb der US-Präsident: Jede Unterbrechung der Versorgung mache das Land anfällig für „feindliche, ausländische Akteure“.
Mit Monsanto gehört Bayer zu den weltweit größten Herstellern von Glyphosatprodukten. Besonders hoch ist die Nachfrage nach dem glyphosathaltigen Monsanto-Produkt Roundup.
Bayer kündigte an, der Verordnung des US-Präsidenten Folge zu leisten. Sie unterstreiche „die dringende Notwendigkeit, dass US-Landwirte Zugang zu wichtigen, im Inland hergestellten Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat haben“, sagte ein Konzernsprecher.
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