Nach erneuten Ausfällen bei der App und der Website meldet die Deutsche Bahn einen Cyberangriff als Ursache. Die Buchungs- und Auskunftssysteme waren zeitweise gestört, sind inzwischen wieder verfügbar. Russische Hacker könnten hinter dem Angriff stecken.
Die Störungen der Auskunfts- und Buchungssysteme der Deutschen Bahn sind nach Unternehmensangaben auf einen Cyberangriff zurückzuführen. Inzwischen stehen die Systeme wieder zur Verfügung, wie die Bahn mitteilte.
Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums wollte sich zu den bisherigen Ermittlungen nicht äußern. „Das ist jetzt ein sehr, sehr früher Zeitpunkt, um jetzt schon Ergebnisse von Aufklärung und Ermittlungen zu erwarten“, sagte sie. Die Bahn arbeite unter anderem mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammen.
Die „Bild“-Zeitung berichtete unter Verweis auf ungenannte Quellen, russische Hacker steckten hinter dem Angriff. Auch der „Tagesspiegel“ berichtet über entsprechende Hinweise aus Konzernkreisen. Spekulationen in diese Richtung kommentierte Plattner nicht, es sei jedoch richtig, dass derartige Cyberattacken in Deutschland seit dem russischen Angriff auf die Ukraine stark zugenommen hätten.
„Das Ausmaß ist erheblich“, erklärte der Konzern. Der Angriff hatte demnach am Dienstag begonnen und hielt auch am Mittwoch weiter an. Im Laufe des Tages konnte die Bahn nach eigenen Angaben ihre Systeme aber stabilisieren.
Die Bahn hatte am Dienstagnachmittag erstmals über die Störungen der Auskunfts- und Buchungssysteme auf der Website und in der Navigator-App informiert. Am Abend hieß es dann, die Systeme liefen wieder weitgehend stabil. Am Mittwochmorgen kam es erneut zu Problemen, später nannte der Konzern einen Cyberangriff als Ursache.
„Die aktuelle Attacke ist gezielt auf die DB gerichtet und ist in Wellen erfolgt“, erklärte das Unternehmen. Es habe sich um eine sogenannte DDoS-Attacke gehandelt. Bei einem DDoS-Angriff wird ein IT-System von einer Vielzahl von Stellen aus mit Anfragen regelrecht bombardiert, so dass es überlastet und schlimmstenfalls abstürzt. Viele dieser Angriffe gelten als eine Art digitaler Vandalismus.
Seit dem Mittwochmorgen war es erneut zu Problemen mit der Auskunfts- und Buchungssystemen der Deutschen Bahn gekommen. „Unsere Abwehrmaßnahmen haben gegriffen, um die Auswirkungen für unsere Kunden zunächst so gering wie möglich zu halten“, teilte ein Bahnsprecher mit. Dennoch sei es zu vorübergehenden Einschränkungen gekommen.
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Source: welt.de