Ungenießbares Essen hinaus Schiffen: Ausbleibende Lieferungen z. Hd. US-Militär gefährden Moral jener Soldaten

Ungenießbares Essen auf SchiffenAusbleibende Lieferungen für US-Militär gefährden Moral der Soldaten

17.04.2026, 12:23 Uhr

Das amphibische Angriffsschiff USS Tripoli (rechts). (Foto: picture alliance/dpa/DVIDS)

Aktuell schweigen zwischen den USA und dem Iran die Waffen, doch für amerikanische Soldaten ist der Einsatz im Nahen Osten nicht zu Ende. Vor allem auf den Kriegsschiffen ist die Lage offenbar prekär. Alarmierte Eltern veröffentlichen Fotos von unappetitlichen Mahlzeiten.

Lieferschwierigkeiten im Nahen Osten werden zur Bedrohung für die Moral von Soldaten auf Kriegsschiffen der US-Marine. Das Medium „USA Today“ berichtet über alarmierte Eltern von Marineinfanteristen, die Bilder von kargen und ungenießbaren Mahlzeiten ihrer Kinder auf Schiffen wie der USS Tripoli – ein Kriegsschiff, das im Iran-Krieg im Einsatz war – geschickt bekommen.

Die Vorräte „werden bald fast aufgebraucht sein“ und „die Moral wird auf einem absoluten Tiefpunkt sein“, zitiert die Seite aus einer Nachricht eines Soldaten an seine Mutter. Frisches Obst und Gemüse seien nirgends zu finden und auch Hygieneprodukte gingen auf den Schiffen zur Neige. Dem Bericht zufolge sind die rund 3500 Matrosen und Marines an Bord der USS Tripoli seit mehr als einem Monat auf See, seit sie ihren Heimathafen in Japan verlassen hat, um sich dem Krieg gegen den Iran anzuschließen.

Auf einem Foto ist ein zu zwei Dritteln leerer Mittagsteller zu sehen, auf dem eine kleine Portion Hackfleisch und eine einzige gefaltete Tortilla liegt. „Ein Foto eines Abendessens Mitte April auf der USS Abraham Lincoln, das ein Soldat seiner Familie schickte, sah ähnlich unappetitlich aus“, schreibt „USA Today“.

Dem Bericht zufolge fürchten Familienmitglieder von Militärangehörigen, dass ihre im Nahen Osten stationierten Lieben hungern müssen. Sie füllen Kisten mit Dingen, von denen sie hoffen, dass sie den Soldaten helfen könnten, die langen Einsätze zu überstehen. Doch die Zustellung an Militär-Postleitzahlen im gesamten Nahen Osten sei seit April auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, hieß es. Pakete, die sich auf dem Weg befinden, hängen nun in der Schwebe.

Der US-Postdienst habe die Zustellung an 27 militärische Postleitzahlen „aufgrund von Luftraumsperrungen und anderen logistischen Auswirkungen des Konfliktes“ vorübergehend ausgesetzt, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel den Iran angegriffen hatten. Die Armee teilte mit, dass trotz eines Waffenstillstands im Krieg kein Ende der Aussetzung in Sicht sei.

Post, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Aussetzung bereits im Transport befand, werde in sicheren Einrichtungen des Postdienstes oder des Militärs aufbewahrt, „um nach Wiederaufnahme des Dienstes zugestellt zu werden“, sagte ein Sprecher des US-Militärs. „Die Wiederaufnahme des Postdienstes hängt von der Wiedereröffnung des Luftraums durch die zivilen Behörden sowie von der Einschätzung des Gebietsbefehlshabers hinsichtlich der Stabilität des regionalen Transport- und Verteilungssystems ab.“

Laut US-Zentralkommando haben die USS Tripoli und ihre beiden Begleitschiffe aktuell die Aufgabe, die US-Blockade gegen Schiffe durchzusetzen, die iranische Häfen verlassen. Andere Kriegsschiffe seien schon viel länger auf See, hieß es.

Quelle: ntv.de, dsc

Source: n-tv.de