Kurz nach ihrem Interview gerät Kronprinzessin Mette-Marit noch weiter unter Druck. Chats zeigen, wie Epstein sie zum Kontakt mit einem 17-jährigen Mädchen bringen wollte.
Rund eine Woche nach ihrem klärenden Interview im norwegischen Fernsehen kommen neue Details über einen Aufenthalt von Kronprinzessin Mette-Marit, 52, in Jeffrey Epsteins (1953–2019) Villa im Jahr 2013 ans Licht. Der Sender „TV 2“ hat Chat-Protokolle veröffentlicht, die zeigen, wie massiv der verurteilte Sexualstraftäter die Ehefrau von Kronprinz Haakon, 52, zu einem Kontakt mit einer 17-jährigen Jugendlichen drängen wollte.
„Unangenehmer“ Gefallen für Jeffrey Epstein
Die vorliegenden Nachrichten dokumentieren ein hartnäckiges Hin und Her per E-Mail. Epstein versuchte demnach mehrfach, Mette-Marit zu einem Telefonat mit seiner angeblichen Patentochter zu bewegen. Die Kronprinzessin blockte zunächst ab und bezeichnete die Bitte als „peinlich“ und sich selbst als „schüchtern“.
Nachdem sie kurzzeitig signalisiert hatte, nach einem Strandbesuch den Mut aufbringen zu wollen, zog sie schließlich die Reißleine. „Jeffrey, ich werde sie nicht anrufen. Das ist mir unangenehm“, schrieb sie und schlug stattdessen vor, dem Mädchen ein Geschenk zu basteln.
Dabei ging es offenbar um die damals 17-jährige Tochter einer ehemaligen Partnerin Epsteins. Späteren Berichten zufolge soll Epstein sogar erwogen haben, dieses Mädchen zu heiraten, um sein Vermögen steuerfrei an sie zu vererben. Ein Opfer Epsteins, das zur selben Zeit im Haus gewesen sein soll, bestätigte demnach gegenüber „TV 2“, dass die Kronprinzessin an jenem Morgen sehr still gewirkt und offensichtlich unter dem Druck der Situation gestanden habe.
Mette-Marit wird mangelnde Transparenz vorgeworfen
Besonders schwer wiegt der Vorwurf der mangelnden Transparenz. Im jüngsten Interview mit dem Sender „NRK“ betonte Mette-Marit, von Epstein getäuscht worden zu sein. Die nun veröffentlichten Daten zeigen jedoch eine direkte Koordination ihres Aufenthalts mit Epsteins persönlichem Stab – entgegen ihrer Angabe, ein gemeinsamer Bekannter habe das Haus gemietet.
Zudem gerät der zeitliche Ablauf ins Wanken. Der norwegische Palast gab lange Zeit an, der Kontakt sei 2013 abgebrochen worden. Die E-Mails belegen aber Treffen und Shoppingtouren in New York bis weit in den Sommer 2014 hinein. Damit hielt die Verbindung deutlich länger an als bisher offiziell kommuniziert.
Auf die neuen Enthüllungen und die Fragen zum Verbleib des angebotenen Geschenks reagiert das Königshaus laut dem TV-Sender schmallippig. Man verweist lediglich auf das bereits geführte Interview und gibt keine weiteren Details bekannt.
SpotOnNews
lhi
Source: stern.de