UN-Generalversammlung: Netanjahu kritisiert Anerkennung eines Staates Palästina

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich mit teils drastischen Worten an die UN-Generalversammlung gewandt. Er kritisierte deutlich die Anerkennung eines Staates Palästina, zuletzt etwa durch Frankreich und Großbritannien, und wies Völkermord-Vorwürfe zurück. Zahlreiche Delegierte verließen den Saal kurz vor seiner Rede, einige pfiffen, andere wiederum klatschten laut.

Die Anerkennung eines palästinensischen Staates fördere Terrorismus gegen Jüdinnen und Juden, sagte der israelische Ministerpräsident. „Ihr habt etwas (…) sehr Schlimmes getan“, sagte er an Länder wie Frankreich, Großbritannien oder Kanada gewandt.

Israel werde nicht zulassen, dass westliche Staaten ihm einen „Terrorstaat“ aufzwängen, sagte Netanjahu. Er bezeichnete zudem die Palästinensische Autonomiebehörde als „durch und durch korrupt“.

Israel will Atomwaffenprogramm des Iran zerstört haben

Zu Beginn seiner Rede ging Netanjahu auf den Iran ein und die von der Regierung in Teheran unterstützten Milizen. In diesem Zusammenhang nannte er unter anderem die Hamas im Gazastreifen, die Hisbollah im Libanon sowie die Huthis im Jemen. Israel habe das Atomwaffen- und Raketenprogramm des Iran zerstört, sagte Netanjahu weiter. 

Mit Blick auf die militärischen Schläge zwischen dem Iran und Israel, die zwölf Tage anhielten, dankte Netanjahu US-Präsident Donald Trump für sein „mutiges und entschlossenes Handeln“. Im Juni hatte Israel unter anderem iranische Atomanlagen und militärische Einrichtungen bombardiert. 

Netanjahu weist Vorwürfe zurück, Hunger als Waffe einzusetzen

Der israelische Ministerpräsident wies zudem den Vorwurf des Völkermords als haltlos zurück. Israel werde beschuldigt, die Menschen im Gazastreifen gezielt hungern zu lassen. Tatsächlich versorge Israel sie jedoch mit Lebensmitteln, sagte Netanjahu. Wenn es an Nahrung fehle, dann weil die Hamas diese stehle.

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