„Um triumphierend zu sein, musst du nichts Besonderes sein“

Die Mannheimer Dachzelt-Firma Naturbummler startete als klassisches Moonlight-Startup. Inzwischen arbeiten 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das gebootstrappte Unternehmen. Im laufenden Jahr peilt das Team einen achtstelligen Umsatz an.

Bei Naturbummler aus Mannheim, 2021 von Christian Sulzer und Lukas Rehse gegründet, dreht sich alles um Dachzelte. „Chris und ich sind als 2-Mann-Armee gestartet, und haben, neben unseren Hauptjobs, nachts und an Wochenende an Naturbummler gearbeitet“, blickt Gründer Rehse zurück.

Inzwischen arbeiten 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das gebootstrappte Unternehmen. In laufenden Jahr peilt das Team einen achtstelligen Umsatz an.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Naturbummler-Macher einmal ausführlich über den Stand der Dinge in seinem Startup.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Naturbummler erklären? 
Ich verkaufe Dachzelte, kann man sich wie eine überdimensionierte Dachbox vorstellen in die eine Matratze passt, im Internet. Und mittlerweile auch über den Handel. Unsere Kunden kaufen gerne bei uns ein, weil sie unsere Designs, die gut ausgedachten Features und das faire Preis-Leistungsverhältnis sehr schätzen. 

War dies von Anfang an Euer Konzept? 
Dachzelte zu produzieren und zu vertrieben war von Anfang an unser Geschäftsmodell. Natürlich haben wir Marketing und Vertrieb nach fünf Jahren deutlich verfeinert und vervielfältigt. Außerdem bieten wir mittlerweile eine richtige Camping-Welt an, nicht nur Dachzelte. 

Wie hat sich Naturbummler seit der Gründung entwickelt? 
Chris und ich sind 2021 gestartet als 2-Mann-Armee, und haben, neben unseren Hauptjobs, nachts und an Wochenende an Naturbummler gearbeitet. Mittlerweile sind wir 14 FTEs und planen 2026 mit einem achtstelligen Umsatz. Am Anfang unserer Gründung haben wir nur ein Dachzeltmodell auf dem Markt gehabt. Mittlerweile bieten wir sechs Dachzelt-Modelle an und können alle individuellen Kundenbedürfnisse abdecken. Egal ob Singles oder Familien.

Was war zuletzt das Highlight bei Euch? 
Wie haben letztes Jahr zum ersten Mal ein Community-Event auf einem Campingplatz mit über 100 Kunden veranstaltet. Zu sehen wie die Produkte ankommen und wie viele Abenteuer in unseren Dachzelten bereits erlebt wurden, hat mich wirklich glücklich gemacht. Außerdem ist der persönliche Austausch wirklich Gold wert. Außerdem haben wir kürzlich eine Kooperation mit der Stuttgarter Hilfsorganisation „STELP“ ins Leben gerufen, was uns sehr stolz macht. 

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Wir haben ein saisonales Geschäft, das macht die Cashflow und Bestandsplanung etwas schwieriger. Es kam schon vor, dass wir aufgrund einer zu optimistischen Bestandsplanung mit viel zu viel Ware aus dem Jahr gelaufen sind und nicht mehr so recht wussten, wie wir offene Lieferantenrechnungen begleichen können. Da mussten wir dann auch mal an unsere privaten Depots ran. Zum Glück haben wir aus diesen Fehlern gelernt. 

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht? 
Ich glaube, man merkt einfach, dass uns unsere Produkte, Community und Kunden wirklich am Herzen liegen und wir verdammt gerne „Naturbummler“ sind. Diese Leidenschaft zeigt sich überall. Egal ob Produkt, Marketing oder auf  Events. Wir haben den geilsten Job der Welt und freuen uns jeden Sonntag auf den Montag. 

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg? 
Um erfolgreich zu sein, musst du nichts Besonderes sein. Du musst nur das machen, was die meisten nicht hinbekommen: jeden Tag dranbleiben, hartnäckig sein und dir den Arsch aufreißen.

Wo steht Naturbummler in einem Jahr? 
In einem Jahr sind wir hoffentlich um 40% gewachsen, haben unser Produktportfolio mit großartigen Produkten erweitert und haben die Internationalisierung in einem EU-Land außerhalb der DACH-Region vorangetrieben. 

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Foto (oben): Naturbummler

Source: deutsche-startups.de