Ukrainekrieg: Trilaterale Ukrainegespräche in Abu Dhabi beendet

In Abu Dhabi sind die direkten Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA zur Beendigung des Kriegs am Samstag zu Ende gegangen. Die Sprecherin des Leiters der ukrainischen Verhandlungsdelegation Rustem Umjerow, Diana Davitian, bestätigte dies vor Journalisten. Über konkrete Ergebnisse des Treffens wurde zunächst nichts bekannt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die
Gespräche als konstruktiv und sagte, dass weitere Treffen nächste Woche
stattfinden könnten. Dafür habe man bereits eine Liste mit Themen
vorbereitet, die diskutiert werden sollen. Das russische
Außenministerium sagte der Nachrichtenagentur RIA, dass
Russland weiterhin offen sei für eine Fortsetzung des Dialogs mit
ukrainischen Delegationen, etwa in Istanbul.

Die trilateralen Gespräche zur Beendigung des Ukrainekriegs waren die ersten Verhandlungen über den US-Friedensplan in diesem Format. Die Dreierrunde hatte am Freitag begonnen, russische und ukrainische Unterhändler sprachen nach längerer Pause wieder direkt miteinander. Selenskyj selbst hatte diese Gespräche auf Expertenebene nach seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos angekündigt.

Russland besteht auf Gebietsabtretungen

Ziel des Treffens war es gewesen, einen Weg zur Beendigung des von Wladimir Putin im Februar 2022 befohlenen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu finden. Noch bevor die Gespräche begannen, hatte Russland jedoch seine Maximalforderung bekräftigt: Die ukrainische Armee solle sich aus der gesamten Region Donbass zurückziehen, einschließlich der bisher nicht von Russland kontrollierten Gebiete.

Russland verlangt für ein Ende der Gewalt die Abtretung von Gebieten sowie den Verzicht auf die Nato-Mitgliedschaft und eine schlagkräftige Armee. Vor allem einen weiteren Rückzug aus bislang unbesetzten Gebieten lehnt die Ukraine ab. Die USA versuchten bei den Verhandlungen, beide Seiten zu Kompromissen zu bewegen.

Russische Angriffe auf Ukraine gehen weiter

Aus Verhandlungskreisen heißt es, beide Seiten seien mit dem Verlauf der Gespräche grundsätzlich zufrieden. Konkrete Ergebnisse sollen von den Verantwortlichen in den Heimatländern verkündet werden, berichtete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf ein Mitglied der russischen Delegation. Auch die Ukraine habe die Gespräche als konstruktiv und positiv bewertet, schrieb der US-Politikbeobachter Barak Ravid von Axios auf X. 

Während der laufenden Gespräche war es erneut zu schweren russischen Angriffen auf mehrere ukrainische Regionen gekommen. Allein in der Hauptstadtregion Kyjiw und in der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw wurden nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und 27 weitere verletzt.

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