Bei neuen russischen Drohnen- und
Raketenangriffen sind in Kyjiw in der Nacht zum Freitag nach ukrainischen
Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Mindestens 16 weitere
seien verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Mehrere
Stadtteile Kyjiw seien getroffen worden, sagte Tymur Tkatschenko,
Leiter der Militärverwaltung der Stadt.
Im Bezirk Desnjanskyj sei eine
Drohne auf das Dach eines mehrstöckigen Gebäudes gestürzt. An einer
weiteren Adresse im selben Bezirk seien durch die Angriffe die ersten
beiden Stockwerke eines Wohnhauses beschädigt worden.
Im Bezirk Dnipro beschädigten Trümmer einer
Drohne den Angaben zufolge ein mehrstöckiges Gebäude, zudem brach ein
Feuer aus.
In Teilen der ukrainischen Hauptstadt seien infolge der Angriffe die
Wasser- und Stromversorgung unterbrochen worden, sagte Bürgermeister
Vitali Klitschko.
Infrastrukturziel in der Region Lwiw getroffen
Der Bürgermeister der westukrainischen Stadt
Lwiw, Andrij Sadowyj, meldete zudem einen russischen Angriff auf die
kritische Infrastruktur mit einer bisher nicht identifizierten
ballistischen Rakete. Das Westkommando der ukrainischen Luftwaffe
teilte später mit, die Rakete habe eine Geschwindigkeit von 13.000
Kilometern pro Stunde erreicht. Der genaue Raketentyp werde noch
untersucht.
Die Angriffswelle erfolgte nur wenige Stunden,
nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj die Bevölkerung vor russischen
Absichten für eine groß angelegte Offensive gewarnt hatte. Russland
wolle das eisige Wetter in der Hauptstadt ausnutzen, das für gefährliche
Glätte auf Straßen und Wegen sorge, hatte er gesagt.
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