Ukraine meldet Geländegewinne im Süden – Elon Musk soll dieserfalls eine Rolle spielen

Russland betont, die Gespräche zu einem Ende des Ukraine-Kriegs fortsetzen zu wollen. Der deutsche Verfassungsschutz weist auf die Gefährdung durch „unzulässige ausländische Einflussnahme“ hin. Unterdessen macht die ukrainische Armee offenbar Fortschritte in Saporischschja.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine im Liveticker:

20:00 Uhr – Ukraine meldet Geländegewinne im Süden

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben im Gebiet Saporischschja seit Ende Januar ​neun Siedlungen zurückerobert und setzen ihren Gegenangriff an der südöstlichen Front fort. ⁠Erstmals seit dem Sommer 2024 hätten die eigenen Truppen in einem Monat mehr Gebiete befreit als die russischen Angreifer eingenommen hätten, sagte Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj am Montag.

Berichten zufolge profitierten die Ukrainer dabei von starken Ausfällen der Starlink-Terminals auf russischer ⁠Seite. Der ​Gründer der Satellitenfirma ‌SpaceX, Elon Musk, hatte den Zugang für russische Truppen Ende Januar auf Bitten der Regierung in Kiew blockiert, was die Kommunikation und Lagebeurteilung der Angreifer erheblich beeinträchtigte.

Dem ukrainischen Kartenprojekt DeepState zufolge eroberten russische Truppen im Februar 126 Quadratkilometer. Dies entspricht dem geringsten Geländegewinn seit 20 Monaten. „Wir haben diese schwere ‌Schlacht um den Winter überstanden“, schrieb Syrskyj ⁠auf Telegram. Russland hatte in den vergangenen Monaten seine Angriffe auf die ⁠ukrainische Energieinfrastruktur verstärkt.

16:53 Uhr – Macron will Atom-Zusammenarbeit mit Deutschland

Angesichts wachsender weltweiter Konflikte und der russischen Bedrohung will Frankreich bei der nuklearen Abschreckung künftig enger mit Deutschland zusammenarbeiten und sein Waffenarsenal aufstocken. ​Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte eine Verschärfung der französischen Nukleardoktrin an. Deutschland werde eine Schlüsselrolle spielen, sagte ⁠er. Auch Polen, die Niederlande, Belgien und Dänemark könnten an französischen Atom-Manövern teilnehmen. „Wir erleben derzeit eine Phase geopolitischer Umwälzungen voller Risiken“, sagte Macron in einer Rede auf einem Atom-Stützpunkt an der Atlantikküste. Er habe daher eine Vergrößerung des Atomwaffenarsenals angeordnet. Die künftige Zahl der Sprengköpfe werde jedoch nicht veröffentlicht. Zudem sei es unter nicht näher genannten Umständen ⁠möglich, Waffen ​in anderen europäischen Ländern zu ‌stationieren. Dies sei Teil einer neuen Doktrin, die er als „vorgelagerte Abschreckung“ bezeichnete.

14:06 Uhr – Selenskyj besorgt wegen möglichen Mangels an Munition für ukrainische Flugabwehr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußert sich für den Fall eines lang andauernden Iran-Kriegs besorgt über einen möglichen Mangel an Munition für die Luftabwehrsysteme seines Landes. „Wenn es zu anhaltenden Kämpfen im Nahen Osten kommt“, werde dies „sicherlich“ Auswirkungen auf die ukrainische Flugabwehr haben, sagte Selenskyj vor Journalisten. „Natürlich beschäftigt uns diese Frage, und deshalb stehen wir mit unseren Partnern in Kontakt“, fügte er hinzu.

Selenskyj äußerte ferner die Hoffnung, dass die für diese Woche geplanten Verhandlungen mit Russland trotz des Kriegs im Nahen Osten stattfinden. „Aufgrund der anhaltenden Kämpfe können wir nicht bestätigen, dass das Treffen in Abu Dhabi stattfinden wird, aber niemand hat es abgesagt“, sagte der ukrainische Präsident. „Das Treffen soll stattfinden“, fügte er hinzu. Wenn es aufgrund des Kriegs in der Region nicht möglich sei, die Verhandlungen in Abu Dhabi zu führen, kämen die Türkei oder die Schweiz als alternative Verhandlungsorte in Frage.

12:39 Uhr – Selenskyj: Russland bereitet neue Angriffswelle auf Logistik vor

Russland bereitet dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge eine neue Welle von Angriffen auf die Infrastruktur, Logistik und Wasserversorgung ⁠der Ukraine vor. „Sie wollen, dass wir Probleme mit der Wasserversorgung bekommen. Die Gemeinden sollten sich auf diese Herausforderung konzentrieren. Wir brauchen mehr Luftabwehrraketen“, sagt er in einem WhatsApp-Medienchat mit Reportern.

12:12 Uhr – Brand in russischem Ölterminal gelöscht

Der Brand eines Tanklagers im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk ist den örtlichen Behörden ⁠zufolge wieder gelöscht. Das Feuer war nach einem ukrainischen Drohnenangriff ausgebrochen. Ein Vertreter des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU erklärt, dass die Ukraine das Ölterminal Schechsaris in Noworossijsk in der Nacht mit Drohnen angegriffen hat.

11:50 Uhr – Verfassungsschutz warnt vor russischen Einflussversuchen auf Landtagswahlen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt vor russischen Versuchen, die Landtagswahlen in diesem Jahr zu beeinflussen. „Angesichts der Zunahme hybrider Angriffe Russlands gegen europäische Demokratien ist auch im Rahmen von Landtagswahlen mit entsprechenden Aktivitäten zu rechnen“, heißt es in einer Einschätzung der Behörde, aus der die „Taz“ zitiert. Die Gefährdung „durch unzulässige ausländische Einflussnahme und Informationsmanipulation“ nehme man „sehr ernst“.

Sofern es dazu komme, würden Einflussversuche auf die Wahlen „wahrscheinlich darauf ausgerichtet sein, solche Personen und Parteien zu unterstützen, die offizielle russische Positionen befürworten oder Narrative im Sinne der russischen Staatsführung verbreiten“. Namen von Parteien oder Personen werden laut „Taz“ in der Einschätzung nicht genannt.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt weiter vor der Gefahr, dass „diejenigen Personen oder Parteien diskreditiert werden, die der Vorstellungswelt des Kremls entgegengesetzte Positionen vertreten, wie etwa die Unterstützung der Ukraine“. Auch sei es möglich, dass russische Akteure versuchten, „das Vertrauen in demokratische Institutionen zu beschädigen, insbesondere bei Themen der Inneren Sicherheit und der Migration“. Zudem könnte die Integrität der Wahlen selbst oder das festgestellte Wahlergebnis „angezweifelt“ werden.

11:59 Uhr – Russland: Fortsetzung der Gespräche mit Ukraine in unserem Interesse

Eine Fortsetzung der Friedensgespräche mit der Ukraine ⁠ist russischen Angaben zufolge im Interesse Russlands. Moskau bevorzuge nach wie vor eine diplomatische Lösung zur Beendigung der Kämpfe, sagt der Sprecher des russischen Präsidialamts, Dmitri Peskow. „Wir haben unsere eigenen Interessen, die wir schützen müssen, und es liegt in ⁠unserem Interesse, ​diese Verhandlungen fortzusetzen. ‌Wir sind offen für diese Verhandlungen.“ Auf die Frage, ob US-Angriffe auf den Iran den Friedensprozess in der Ukraine beeinträchtigen würden, sagt Peskow, Russland schätze die Vermittlungsbemühungen der USA weiterhin. Moskau vertraue aber in erster Linie nur sich selbst und werde sich von seinen eigenen Interessen leiten ‌lassen.

10:54 Uhr – Russland zu US-Vermittlung: Verlassen uns nur auf uns selbst

Die russische Regierung erklärt, sie schätze die amerikanischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges ⁠mit ​der Ukraine. ‌Am Ende aber verlasse sich Russland nur auf sich selbst. Es sei allerdings im russischen Interesse, die von den USA moderierten Verhandlungen mit der Ukraine ‌fortzusetzen. Russland ziehe ⁠es vor, ​seine Ziele auf diplomatischem Weg ⁠zu erreichen.

10:39 Uhr – Ukraine attackiert russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk

Die Ukraine attackiert die russische Hafenstadt und Flottenbasis Noworossijsk. Nach russischen Angaben wurden dabei auch Zivilisten verletzt.

Derweil berichtete das unabhängige Portal „Astra“ von einem Brand im Ölterminal Schechsaris im Süden von Noworossijsk. Dieser sei mutmaßlich durch die Drohnenangriffe hervorgerufen worden, hieß es. Später bestätigten die Behörden den Brand. Das Feuer sei auf einer Fläche von 120 Quadratmetern lokalisiert worden, die Löscharbeiten hielten an, teilte der Krisenstab der Region Krasnodar mit.

Source: welt.de

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